Dispokredit bei zehn Prozent? Vier Alternativen zur Kontoüberziehung

Dispokredit bei zehn Prozent? Vier Alternativen zur Kontoüberziehung

Max Geißler
von Max Geißler
17.06.2016
Auf einen Blick

Ist das Girokonto jeden Monat überzogen, geht viel Geld verloren. Dispokredite kosten noch immer mehr als zehn Prozent. Wie lassen sich teure Dispozinsen vermeiden?

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Knapp die Hälfte der Deutschen nutzt regelmäßig ihren Dispokredit. Steht das Girokonto nur ein paar Tage im Minus, ist dies vertretbar. Doch überziehen Sie für längere Zeit, wird die Sache teuer. Schließlich liegt der durchschnittliche Dispozins laut Biallo-Dispoindex noch immer über zehn Prozent. Übers Jahr gesehen, kommt dadurch ein ordentliches Sümmchen zusammen. Rutscht das Girokonto jeden Monat in die Miesen, sollten Sie sich nach preiswerteren Alternativen umschauen.

Zinssicherheit dank Ratenkredit

Im Vergleich zum Dispositionskredit sind Ratenkredite nur halb so teuer, bei manchen Banken kosten sie gar nur ein Viertel. So berechnen beispielsweise Degussa Bank, SWK Bank und Bank of Scotland für einen Kredit über 3.000 Euro bei erstklassiger Finanzlage nur zweieinhalb Prozent Zinsen. Die Konditionen sind allerdings bonitätsabhängig. Beurteilt die Bank Ihre Finanzsituation kritisch, kann das Darlehen schnell das Doppelte kosten.

Höhere Zinssicherheit bieten dagegen Ratenkredite mit feststehendem Zinssatz, wie sie Barclaycard, SKG Bank und ING-Diba anbieten. Hier wissen Kreditnehmer von Anfang an, mit welchem Zins sie rechnen müssen. Weiterer Pluspunkt: Im Gegensatz zum Dispokredit, dessen variable Zinsen steigen können, stehen die Zinsen beim Ratenkredit unveränderlich fest.

  • Biallo-Tipp: Bei kurzfristigem Finanzbedarf empfiehlt sich der Express-Kredit von Barclaycard. Dank des digitalen Abschlusses mittels Video-Ident wird der Kredit oft noch am gleichen Tag, spätestens aber am Folgetag ausgezahlt. Die Zinsen gehören mit 3,79 Prozent Effektivzins zu den besten am Markt.

Kleinkredit für Notfälle

Kleinkredite sind für Liquiditätsengpässe gedacht, zum Beispiel wenn Sie kurzfristig einen neuen Computer brauchen oder zusätzliche Finanzmittel, etwa weil das Finanzamt Steuern nachfordert. Die Beträge für Kleinkredite liegen zwischen 500 und 1.000 Euro, die Kreditlaufzeit bewegt sich zwischen drei und zwölf Monaten. Positiv: Die Kreditzinsen liegen fest, ebenso die monatlichen Raten.
 

  • Biallo-Tipp: Sehr günstige Kleinkredite ab 1.000 Euro offeriert derzeit die Santander Bank. Wird der Kredit in zwölf bis 36 Monaten zurückgezahlt, kostet er nur 2,69 Prozent Effektivzins.

Kreditkarte – Zinsfrei vom Konto abbuchen

Clevere Kontoinhaber umgehen den teuren Dispo mit ihrer Kreditkarte. Das lohnt, wenn die Karte eine gewisse Zeit keine Zinsen berechnet. Dies ist nach Auskunft der Targobank vor allem bei Charge-Karten der Fall. Diese Kreditkarten buchen die Umsätze nur einmal im Monat vom Girokonto ab. Bis dahin erhält man quasi einen zinslosen Kredit. Möglich machen dies unter anderen die Visa Karten von Comdirect, Deutsche Kreditbank (DKB) und Targobank.

  • Biallo-Tipp: Das Komfort-Girokonto der Targobank bietet einen kostenlosen Dispokredit. Bis zu einer Überziehung von 100 Euro fallen keine Dispozinsen an.

Händlerkredit – Augen auf bei Null-Prozent-Finanzierung

Ist das Girokonto leer, die Kauflaune aber noch nicht erschöpft, kann ein Händlerkredit teure Dispozinsen vermeiden. Vor allem Möbelmärkte, Kaufhäuser und Autohändler werben immer wieder mit Schnäppchenzinsen beim Ratenkauf. Allerdings sollten Sie sich die Bedingungen genau anschauen. Oft lauern im Kleingedruckten versteckte Abschluss- oder Kontoführungsgebühren, die aus der Null-Prozent-Finanzierung schnell einen teuren Ratenkredit machen.

  • Biallo-Tipp: Prüfen Sie den beworbenen Artikel sehr genau, bevor Sie sich für den Händlerkredit entscheiden. Häufig wird mit der Null-Prozent-Finanzierung der Verkauf von Ladenhütern angekurbelt, die oft nicht das halten, was die Werbung verspricht.
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Ertrag pro Jahr
Dispozinsen
Guthabenzinsen
 
1.
 +6,10 €
6,90%
 bis 0,4%
2.
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8,99%
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Geldeingang 2.500 €, niedrigster Kontostand 900 €
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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