Finanzierung Achten Sie nicht nur auf niedrige Zinsen beim Ratenkredit

Max Geißler
von Max Geißler
01.03.2016
Auf einen Blick

Auch wenn Ratenkredite derzeit sehr preiswert sind, sollte Sie nicht die Katze im Sack kaufen. Denn neben Zinsen bestimmt das Kleingedruckte die Kreditwahl.

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Nutzen auch Sie die niedrigen Zinsen und erfüllen sich langgehegte Wünsche? Und greifen Sie dabei ohne große Suche auf Darlehensangebote Ihrer Hausbank zurück? Das könnte ein Fehler sein, denn auch wenn das örtliche Kreditinstitut mit billigem Geld wirbt: ein Vergleich der Konditionen im Internet ist immer ratsam. Besonders einfach funktioniert dies mittels Kreditvergleichsrechnern. Dort finden Sie als Kreditnehmer tagesaktuelle Zinsen, mögliche Darlehenslaufzeiten sowie weitere wichtige Kreditbedingungen.


Meiden Sie den Ratenkredit mit bonitätsabhängigem Zins

Allerdings offeriert nicht jede Bank feste Zinssätze beim Kreditangebot. Häufig zeigt der Kreditvergleich einen Mittelzins, der einer Bandbreite zwischen Unter- und Obergrenze entstammt. Dies ist zum Beispiel bei der Targobank, der Degussa Bank und der Norisbank der Fall. Auch Audi- und Volkswagenbank geben keinen Festzins an. Nach Vorgaben des Gesetzgebers soll der ausgewiesene Zinssatz etwa zwei Dritteln aller Kreditnehmer gewährt werden. Sicher ist das aber nicht. Der endgültige Kreditzins hängt vielmehr von der Darlehenslaufzeit und der individuellen Bonität des Kreditnehmers ab. Wer ein bonitätsabhängiges Angebot wählt, muss also damit rechnen, dass er nicht unbedingt den im Kreditvergleich ausgewiesenen Zinssatz erhält. Der Ratenkredit zum Schnäppchenpreis kann sich schnell zum Zinsflop entwickeln.

Holen Sie konkrete Angebote für Ihren Ratenkredit ein

Da die Scoring-Prozesse zur Ermittlung der Kundenbonität von Bank zu Bank unterschiedlich sind, ist es sinnvoll, dass Sie konkrete Darlehensabfragen bei mehreren, preiswerten Instituten starten. Nur so wissen Sie, was der Ratenkredit am Ende tatsächlich kostet. Wem das zu viel Arbeit ist, der sollte Ausschau nach Kreditangeboten mit Festzins halten. In diesem Fall weiß man sofort, mit welchen Konditionen man rechnen muss.

Mein Tipp:
Feststehende Zinsangaben beim Ratenkredit machen zum Beispiel Santander Direkt Bank, Sparda Bank München, DKB und ING-Diba.

Achten Sie auf Nebenbedingungen beim Ratenkredit

Bei der Suche nach einem Ratenkredit sollten Siedas Augenmerk aber nicht nur auf den Effektivzins legen. Manche Banken halten die Hand auf, wenn Vertragsbedingungen geändert werden oder der Kredit vorzeitig abgelöst werden soll. So berechnet die Netbank für Vertragsänderungen und die Änderung der Kreditlaufzeit pauschal 50 Euro.

Ebenfalls nachteilig sind Kreditbestimmungen, die eine komplette oder teilweise vorzeitige Ablösung des Darlehens nur gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung zulassen. Niemand kann vorhersehen, ob er den Ratenkredit nicht vorzeitig tilgen kann. Kundenfreundliche Bedingungen sehen vor, dass jedes Jahr bis zu fünfzig Prozent der verbliebenen Restschuld ohne Kosten getilgt werden können.

Mein Tipp: Manche Banken erlauben sogar Rückzahlungen ohne Einschränkung, beispielsweise 1822 direkt, Comdirect, SWK-Bank oder die Sparda Bank Hamburg. Wenn Sie flexibel bleiben möchten, sollten Sie einen Ratenkredit wählen, bei dem man die Kreditrate verändern und im Bedarfsfall sogar aussetzen kann, wie dies beim Sofortkredit der Creditplusbank der Fall ist.

3
 
Anbieter
Monatliche Rate
eff. Zins
p.a.
mtl. Rate
 
1.
572,01
1,92%
bis 4,99%
572,01
2.
572,26
1,95%
bis 5,25%
572,26
3.
574,41
2,20%
bis 5,35%
574,41
Darlehensbetrag 20.000 €, Laufzeit 36 Monate
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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