Verbraucherschützer warnen vor Liquidado Abzocke statt Schnäppchen

Verbraucherschützer warnen Liquidado - Abzocke statt Schnäppchen

Horst Biallo
von Horst Biallo
02.11.2016
Auf einen Blick
  • Auf den ersten Blick wirkt Liquidado harmlos.
  • Aber Vorsicht: Verbraucherschützer warnen.
  • Bei Biallo haben sich bereits etliche enttäuschte Kunden gemeldet, um sich über Liquidado zu beschweren.
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„Vorsicht vor B-2-B-Falle“

So warnt die Verbraucherzentrale Sachsen-Anhalt vor der Nutzung des Kleinanzeigen-Marktplatzes liquidado.de, die sich offiziell nur an Gewerbetreibende wendet.

B-2-B steht für „Business to Business“ – also Geschäft zu Geschäft im Gegensatz zu B-2-C. Das steht für „Business to Consumer“, also Geschäft zu Endkunden.

Auf dieser Internetseite werden Restposten, Insolvenz- und Retouren-Waren sowie Produkte aus Geschäftsauflösungen zu Spottpreisen präsentiert. Doch wer sich die Schnäppchen näher ansehen möchte, muss sich registrieren. Füllt man die Registrierungsmaske aus, landet man bei einem 24-Stunden-Test-Paket nach dem Motto: „Mach Dein Schnäppchen-Teste für nur 99 Cent.“

„Nach Ablauf der Test-Zeit, ohne Kündigung erhält man den Zugang,“ schreiben die Verbraucherschützer. Die Vergütung von 199,99 Euro plus Mehrwertsteuer zusätzlich Kosten für den Testzugang beliefen sich auf 245,99 Euro, die im Voraus zu zahlen seien.

Liquidado ködert Otto-Normal-Verbraucher

Zweifel sind erlaubt, ob sich die Internet-Plattform tatsächlich nur an Unternehmer wendet. Denn die Verbraucherschützer aus Sachsen-Anhalt berichten über zahlreichee Nutzer, die den Hinweis nicht wahrgenommen haben. Zudem spreche die Ansprache auf der Registrierungsseite nicht unbedingt für ausschließliche Unternehmenskontakte. Der User wird nämlich mit „Du“ angesprochen. Das kommt im Geschäftsleben eher selten vor.

Der Betreiber der Seite ist übrigens die Rocket Consulting mit Sitz in Wroclaw (Breslau), Polen.

Biallo-Lesetipp:

Einmal nicht aufgepasst und schon ein teueres Abo im Internet abgeschlossen. So geht es derzeit vielen Verbrauchern. Doch was tun? Wir haben mit IT-Rechstexperte Christian Solmecke gesprochen.

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Herausgeber und Gründer biallo.de
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