Bei öffentlicher Förderung entfällt Steuerbonus

Handwerkerrechnungen Bei öffentlicher Förderung entfällt Steuerbonus

Max Geißler
von Max Geißler
04.10.2016
Auf einen Blick

Sanieren Eigentümer oder Mieter Ihre Wohnung, unterstützt sie der Staat mit Steuervorteilen. Das gilt aber nur, wenn die Maßnahme nicht öffentlich gefördert wird.

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Für Handwerkerleistungen in Privathaushalten können  Mieter und Eigentümer bis zu 6.000 Euro pro Jahr an Werbungskosten in ihrer Steuererklärung geltend machen. Davon ziehen die Finanzbeamten 20 Prozent des Aufwands direkt von der Steuerschuld ab. Unterm Strich bringen Sanierungs- und Reparaturarbeiten in Wohngebäuden bis zu 1.200 Euro Steuerersparnis. Allerdings greift die Regelung nur bei selbst finanziertem Aufwand.

Maßnahmen, die zum Beispiel mit Mitteln des CO2-Gebäudesanierungsprogramms der KfW-Förderbank unterstützt wurden, sind nicht steuerlich absetzbar. „Mit dem Jahressteuergesetz 2010 wurden alle Handwerkerleistungen von der Steuervergünstigung ausgeschlossen, die mit öffentlichen Mitteln in Form von zinsverbilligten Darlehen oder steuerfreien Zuschüssen gefördert wurden“, sagt Peter Kauth von Steuerrat24. Die Regierung will damit ausschließen, dass bereits geförderte Maßnahmen eine Doppelförderung durch zusätzliche Steuerermäßigungen erfahren.

Einzelabrechnung sichert Steuerboni

Der Ausschluss der Doppelförderung gilt für verschiedene Förderprogramm der KfW-Bank, zum Beispiel für „Altersgerecht Umbauen“ oder für das Programm "Energieeffizient Sanieren". Ebenso davon betroffen sind Förderprogramme der Länder, bei denen öffentliche Mittel genutzt werden, etwa die Förderung von Wärmeschutzmaßnahmen durch die Stadt Hamburg. „Die Vergünstigung ist allerdings nur dann ausgeschlossen, wenn die Förderung tatsächlich genutzt wurde“, so Kauth. Der bloße Anspruch darauf verhindere den Steuerbonus durch Haushaltsnahe Dienstleistungen noch nicht.

Positiv: Eine Kombination unterschiedlicher Investitionen ist denkbar. Wird eine Handwerkerleistung teils aus Eigenmitteln und teils mit öffentlicher Unterstützung finanziert, so kann eine Einzelabrechnung erfolgen. Die Bundesregierung möchte nämlich nicht die gesamte steuerliche Förderung für Handwerkerleistungen ablehnen, wenn einzelne Punkte aus geförderten Sanierungsprogrammen genutzt werden. Der Steuerbonus wird deshalb punktgenau gewährt.

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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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