Mietpreisbremse Bringt nichts, hilft nicht

Mietrecht Mietpreisbremse wirkt nicht

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
13.10.2016
Auf einen Blick

Die Mehrzahl der Vermieter schert sich recht wenig um die Mietpreisbremse, das ergab eine Untersuchung des Deutschen Mieterbundes.

Artikelbewertung
Schrift

Gut eineinhalb Jahre ist es her, dass die Mietpreisbremse eingeführt wurde. Groß von der Politik angepriesen, sollte sie endlich für soziale Gerechtigkeit im teilweise boomenden Immobilienmarkt sorgen. Die Zwischenbilanz fällt allerdings ernüchternd aus. „Die Mietpreisbremse wirkt bei weitem nicht so, wie von uns erhofft", moniert Lukas Siebenkotten, Bundesdirektor des Deutschen Mieterbundes (DMB). Nach Inkrafttreten des Gesetzes lagen demnach in Berlin, Hamburg, München und Frankfurt zwischen 66,5 und 94,8 Prozent der Angebote über der gesetzlichen Obergrenze – im Durchschnitt zwischen 30 und 50 Prozent. An der Kluft zwischen der ortsüblichen Vergleichsmiete und dem, was Vermieter für eine Neuvermietung verlangen, hat sich bislang nichts geändert.


Viele Mieter scheuen die Konfrontation

Nicht nur, dass Vermieter die gesetzliche Regelung im großen Stil missachten, auch die Scheu vieler, sich mit dem eignenen Vermieter anzulegen, trägt zu dieser Problematik bei. Bisher sind nur sehr wenige Fälle bekannt, bei denen sich Mieter aktiv zur Wehr setzten.
„Wir brauchen einfachere, verständlichere und transparentere Regelungen, außerdem Konsequenzen und gegebenenfalls Sanktionen für Vermieter, die sich nicht an die Gesetze halten“, so Siebenkotten.

Doch es gibt Hoffnung: Erst Ende September stärkte das Amtsgericht Berlin-Lichtentenberg die Rechte von Mietern. Eine Vermieterin muss die überhöhten Mietforderungen vollständig zurückzahlen.

Wichtig:Welche Erfahrungen haben Sie in Sachen Mietpreisbremse gemacht? Für Fragen und Anregungen schreiben Sie uns einfach unter redaktion@biallo.de oder nutzen Sie unsere Kommentarfunktion.

Biallo-Lesetipp:

Vermieter einer deutschen Großstadt-Wohnung zu sein, ist meist komfortabel. Dennoch sind Vermietern Grenzen gesetzt. Mehr hierzu erfahren Sie in unserem Beitrag: "Vermietung: Wie viel Miete darf der Vermieter verlangen?".

Vergleich Rechtsschutzversicherung

  Anbieter Tarif Beitrag  
1 Basis 179,00 Euro weiter
2 CIF-PRO-classic 188,45 Euro weiter
3 Degenia-Classic 216,13 Euro weiter
4 Tarif DMB 222,86 Euro weiter
5 DMB Mr. Money 222,86 Euro weiter
RS Privat/ Verkehr/ Beruf/ Wohnen, Laufzeit 1 Jahr, Antragsteller 30 J., nur Top-Familientarife.
Hier Ihren persönlichen Tarif Rechtsschutzversicherung berechnen
Ihre Meinung ist uns wichtig
Kevin Schwarzinger
Kevin Schwarzinger
Redakteur
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Kevin Schwarzinger
Kevin Schwarzinger

Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit Januar 2016 ist er Volontär.

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Drucken
Zur Startseite
Kevin Schwarzinger
Kevin Schwarzinger

Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit Januar 2016 ist er Volontär.

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein: