Risikolebensversicherung und Steuern So geht der Fiskus leer aus

Risikolebensversicherung und Steuern So geht der Fiskus leer aus

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
10.03.2016
Auf einen Blick

Eine Risikolebensversicherung schützt Ihre Familie vor den finanziellen Folgen eines Todesfalls. Mit der richtigen Vertragsgestaltung vermeiden Sie später Steuern.

Artikelbewertung
Schrift

Der Fiskus ist immer mit dabei - auch bei den Auszahlungen einer Lebensversicherung hält er gerne die Hand auf. Bei der Steuergestaltung im Vorfeld hilft es Ihnen daher, die Regeln zu kennen und einigen Fußangeln aus dem Weg zu gehen.

Kommt eine Versicherungspolice zur Auszahlung, so fällt keine Einkommen-, aber Erbschaftsteuer an. Das ist allerdings bei verheirateten Paaren oder den Kindern in der Regel häufig nicht so problematisch, da hier sehr hohe Freibeträge gelten. Nach dem neuen Steuerrecht sind das für Ehegatten oder Partner einer eingetragenen Lebenspartnerschaft 500.000 Euro und für Kinder 400.000 Euro. Anders sieht es jedoch bei nicht verheirateten Paaren aus, hier liegt der Freibetrag lediglich bei 20.000 Euro.

Risikolebensversicherung: So zahlen Sie keine Erbschaftsteuer

Grundsätzlich ist auch die Erbschaftsteuer durch einen ganz legalen Trick vermeidbar. Um die Steuer zu umgehen, sollte derjenige, der das Geld im Todesfall erhalten soll, die Risikolebensversicherung abschließen und seinen Partner versichern. „In diesem Fall zahlt er für seine eigene Absicherung im Todesfall seines Partners und die Erbschaftsteuer entfällt“, sagt Erika Wacher, Steuerberaterin aus München. Im Klartext: Wenn Sie als Versicherungsnehmer eine Versicherungsleistung aufgrund eines Vertrages erhalten, bei dem die Prämien von Ihnen selbst bezahlt wurden, bekommen Sie die Versicherungsleistung nicht als Erbe, sondern als vertragliche Leistung und somit steuerfrei.

Risikolebensversicherung über Kreuz abschließen

Ein Beispiel: Ein Ehepaar will eine optimale Absicherung dadurch erreichen, dass auf beide Partner eine Risikolebensversicherung abgeschlossen wird. Im ersten Vertrag wird das Leben des Mannes versichert: Er wird im Antragsformular als Versicherte Person eingesetzt. Versicherungsnehmerin und Bezugsberechtigte im Todesfall ist in diesem Vertrag hingegen seine Ehefrau. Umgekehrt – also ''über Kreuz'' – verhält es sich in der zweiten Risikolebensversicherung, mit der das Leben der Ehefrau versichert werden soll. Hier ist der Ehemann Versicherungsnehmer und Erlebensfallbezugsberechtigter, während das Leben seiner Frau versichert wird (versicherte Person).

Diese Konstellation ist vor allem dann interessant, wenn größere Vermögen vorhanden sind, und die Freibeträge nicht ausreichen, um alle Vermögenswerte steuerfrei zu übertragen. Auch Partner in einer „wilden Ehe“ sollten sich auf diese Weise gegenseitig absichern, da gerade hier die Freibeträge sehr gering sind.

Mein Tipp:Die Angebote verschiedener Risikolebensversicherungen können Sie mit dem Biallo.de-Versicherungsrechner individuell vergleichen.

3
Berechnungsgrundlage/Modellfall: 
Ihre Meinung ist uns wichtig
Fritz Himmel
Fritz Himmel
Redakteur
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Fritz Himmel
Fritz Himmel

nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Drucken
Zur Startseite
Fritz Himmel
Fritz Himmel

nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein: