Reparaturen, Haushaltshilfe & Co. Mit dem eigenen Haus Steuern sparen

Reparaturen, Haushaltshilfe & Co. Mit dem eigenen Haus Steuern sparen

Max Geißler
von Max Geißler
20.04.2015
Auf einen Blick

Malern, Klavier stimmen, Rasen mähen – rund um Ihr Haus können Sie zahlreiche Tätigkeiten von der Steuer absetzen. Was geht, was nicht?

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Für selbstgenutzte Häuser und Eigentumswohnungen sind die Steuersparmöglichkeiten allerdings geringer als bei vermieteten oder gewerblich genutzten Objekten. Doch auch als Selbstnutzer können Sie das Finanzamt an vielen Ausgaben für Ihr Haus beteiligen.

Beteiligen Sie das Finanzamt an Handwerkerleistungen

Benötigt Ihr Haus frische Farbe oder einen neuen Fußboden, zeigt sich das Finanzamt großzügig. Maler- und Tapezierarbeiten, Fenster- und Türenstreichen oder Fußboden- und Fließenlegen – all das lässt sich von der Steuer absetzen. Voraussetzung dafür ist, dass Sie die Arbeiten von einem Handwerksbetrieb erledigen lassen. Wohneigentümer können außerdem Arbeiten an Dach, Fassade und Garage geltend machen. Abzugsfähig sind ferner die Reparatur oder der Austausch von Heizung, Elektro- oder Gasanlagen, ebenso eine Badmodernisierung und die Beseitigung von Gebäudeschäden. Selbst wenn Sie Instandsetzungs- und Sanierungskosten für Ihre Ferienwohnungen im EU-Ausland geltend machen, zeigt sich das Finanzamt großzügig. Wohneigentümer können Arbeiten an der Wohnanlage steuerlich geltend machen, wenn die Eigentümergemeinschaft der Auftraggeber ist. Die Auslagen werden dann anteilig erstattet.

Steuerbonus für Reparatur von Haushaltsgegenständen

Neben Arbeiten an der Immobilie beteiligt sich das Finanzamt auch an der Reparatur von Haushaltsgeräten, sofern die Arbeiten im eigenen Haushalt erfolgen. Steuern sparen könne Sie zum Beispiel beim Instandsetzen der Waschmaschine, des Geschirrspülers, des Fernsehers oder des Computers. Sogar das Stimmen des privat genutzten Klaviers ist nach Angaben von Steuerrat24.de absetzbar. Das Finanzamt erkennt allerdings nur Fahrt- und Arbeitszeit sowie Maschinenkosten an, Materialkosten bleiben unberücksichtigt. Die Steuergroßzügigkeit des Fiskus hat allerdings Grenzen. Für Handwerkerleistungen und häusliche Reparaturen akzeptiert die Behörde insgesamt Rechnungsbeträge bis zu 6.000 Euro im Jahr. 20 Prozent davon sind von der Steuer absetzbar, das heißt die maximale Entlastung beläuft sich auf 1.200 Euro.

Mein Tipp:

Wichtig ist, dem Finanzamt eine ordentliche Rechnung zu präsentieren und die Leistungen per Banküberweisung zu bezahlen.

Steuern sparen mit haushaltsnahen Dienstleistungen

Beauftragen Sie eine Hilfskraft, um im Haus oder Garten zu helfen, zeigt sich das Finanzamt ebenfalls großzügig: Kochen, Waschen, Putzen, Schnee schieben, Rasen mähen und Hecke schneiden gehören genauso zu den begünstigten Tätigkeiten wie die Betreuung von Kindern und älteren Menschen. Auch hier gilt: Die Arbeiten müssen im Haus verrichtet werden. Für das Gassigehen mit dem Hund außerhalb des Grundstücks versagt der Fiskus den Steuerbonus. Bis zu 20.000 Euro jährliche Kosten akzeptiert das Finanzamt, 20 Prozent davon sind steuerlich anerkannt und werden als Rabatt direkt von der fälligen Einkommensteuer abgezogen. Im Ergebnis verringern sich auch der Solidarzuschlag sowie fällige Kirchensteuer.

Unser Tipp

Für haushaltsnahe Dienstleistungen von angemeldeten Minijobbern können Eigentümer bis zu 2.550 Euro jährlich geltend machen, auch hier erkennt das Finanzamt 20 Prozent der Ausgaben an.

Handwerkerleistungen als außergewöhnliche Belastungen

In bestimmten Fällen können Sie Handwerkerarbeiten als außergewöhnliche Belastungen ansetzen. Von der Steuer absetzbar sind zum Beispiel Kosten für die behindertengerechte Gestaltung des Hauses oder der Eigentumswohnung, die Sanierung von asbesthaltigen Materialien sowie Aufwendungen zur Beseitigung von Brand-, Hochwasser- und Sturmschäden. Dabei werden die Kosten nach oben in unbegrenzter Höhe anerkannt, die zumutbare Eigenbelastung muss man aber selbst tragen. Diese ist abhängig von den familiären Verhältnissen und vom Einkommen und kann zwischen ein und sieben Prozent des Jahresverdienstes betragen.

Arbeitszimmer von der Steuer absetzen

Das häusliche Arbeitszimmer ist nur noch in Ausnahmefällen steuerlich absetzbar. Entweder Sie Arbeiten als Freiberufler oder Selbstständiger von zu Hause aus oder aber Ihr Arbeitgeber stellt Ihnen keinen eigenen Arbeitsplatz zur Verfügung, wie dies bei Lehrern oder Außendienstmitarbeitern oft der Fall ist. Wenn Sie komplett von zu Hause aus arbeiten, können Sie sämtliche Raumkosten als Betriebsausgabe geltend machen, steht trotz externem Arbeitgeber kein betrieblicher Arbeitsplatz zur Verfügung sind bis zu 1.250 Euro von der Steuer absetzbar.

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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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