Urteil Stromkosten 3.000 Euro in nur zehn Monaten?

Urteil Stromkosten 3.000 Euro in nur zehn Monaten?

Kevin Schwarzinger
von Kevin Schwarzinger
08.11.2016
Auf einen Blick

Ein Energieversorger klagt auf eine Zahlung von knapp 3.000 Euro Stromkosten. Angeblich lag der Verbrauch der Familie siebenmal höher als im vergangenen Jahr.

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Nachdem die vierköpfige Familie zuvor im Schnitt 135 Kilowattstunden (KWh) verbraucht hatte, lag der Verbrauch zwischen Februar und Dezember 2011 auf einmal bei knapp 1.000 kWh. Die Beklagte hatte im Prozess vehement bestritten, eine derart hohe Strommenge verbraucht zu haben.

Urteil des Landgerichts Magdeburg

Das Gericht gab der Stromkundin weitgehend Recht, da die Beweispflicht beim Stromanbieter läge. Sie muss lediglich 350 Euro zahlen. Zur Begründung erklärte das Gericht:

„Die ernsthafte Möglichkeit eines offensichtlichen Fehlers der Abrechnung aus einer enormen und nicht plausibel erklärbaren Abweichung der im Streit stehenden Verbrauchswerte gegenüber anderen Abrechnungsperioden besteht. Die Familie hat nachvollziehbar ihren Verbrauch geschildert. Ein Elektriker hat keine Fehler in der Elektroanlage des Hauses gefunden. Angesichts dieser Umstände hätte der Energieversorger den Verbrauch der Familie beweisen müssen. Entsprechende Beweisangebote hat der Versorger nicht gemacht.“

Das Urteil ist nicht rechtskräftig. Der Energieversorger kann hiergegen Berufung einlegen.

(Az.: 11 o 405/16)

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Jahrgang 1988, studierte Geschichte und Philosophie an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und war währenddessen bereits als Werkstudent bei biallo.de angestellt. Seit Januar 2016 ist er Volontär.

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