Startseite | RSS | Mobil | Sitemap |
Dienstag, 27.09.2016 03:52 Uhr
Newsletter:
Suche:
Startseite
Startseite > Recht & Steuern > Altersrente und Kündigungsschutz
Artikel bewerten:
AAA
26.09.2014 17:11

Altersrente und Kündigungsschutz Ihre Rechte als Schwerbehinderter

von Rolf Winkel Autor
7,3 Millionen Menschen sind in Deutschland derzeit als schwerbehindert anerkannt, aber noch deutlich mehr könnten einen Antrag auf eine offizielle Anerkennung ihres Handicaps stellen.
Altersrente und Kündigungsschutz Ihre Rechte als Schwerbehinderter
Das Symbol mit einem Rollstullfahrer sieht man immer wieder
Ein Mann im Rollstuhl. Das ist auf Schildern das gängige Symbol für Schwerbehinderung. Doch nur relativ wenige Behinderte sind auf den Rollstuhl angewiesen und viele Handicaps sind kaum derart auf-fällig. Herzkrankheiten, orthopädische Krankheiten oder Krebs, aber auch Depressionen – wegen dieser Leiden wird die Schwerbehinderung häufig anerkannt. Chancen auf Anerkennung haben aber auch Rheumakranke mit dauerhaft erheblichen Funktionseinbußen und zahlreiche Diabetiker.

Grad der Behinderung

Als schwerbehindert gilt, wer nach der Versorgungsmedizin-Verordnung (VersMedV) einen Grad der Behinderung von 50 erreicht. Zuständig sind die Versorgungsämter.

Befundberichte entscheidend

Den Schwerbehindertenantrag sollte man am besten mit seinem Haus- oder dem wichtigsten behandelnden Facharzt ausfüllen. Zusammen mit dem Antrag sollte man ärztliche Befundberichte beim Versorgungsamt einreichen. Bei Tumorerkrankungen reicht vielfach der Entlas-sungsbericht eines Krankenhauses. Röntgenbilder braucht man nicht beizulegen. „Die Befundberichte der Ärzte müssen aussagekräftig und stimmig sein“, weiß Rentenberaterin Petra Binsmaier aus Karls-feld bei München und ergänzt: „Dafür muss ich als Patient meinen Arzt konkret und anschaulich vorher über meine Gesundheitsprobleme informieren.“ So braucht der Arzt – je nach Krankheit – etwa die In-formation, „wie viele Treppenstufen man noch steigen kann und nach wie viel Metern ich eine Pause einlegen muss“. Das sollte man dann auch für sich genau dokumentieren – etwa in einem Tagebuch.

Der besondere Kündigungsschutz

Die Ämter fragen hiernach. Denn für Erwerbstätige, deren Schwerbehinderung noch nicht festgestellt ist, gelten besondere Regeln zum Kündigungsschutz und zum Verfahren zur Feststel-lung der Schwerbehinderung. Bei Erwerbstätigen wird die Bearbeitung des Antrags beschleunigt.

Der künftige Arbeitgeber muss nichts erfahren

Der Arbeitgeber erfährt weder von der Antragstellung etwas, noch wird er später über die Anerkennung der Schwerbehinderung informiert. Wichtig: Auch in Bewerbungsgesprächen muss niemand seine Behinderung offen legen.

Kündigungen sind schwierig

Bevor ein Arbeitgeber einen Behinderten entlassen darf, muss er die Zustimmung des Integrationsamtes (früher: Hauptfürsorgestelle) einholen. Um eine Kündigung abzuwenden, kann das Amt zum Beispiel eine behindertengerechte Anpassung des Arbeitsplatzes oder eine Arbeitsassis-tenz ganz oder teilweise finanzieren. Wenn Diabetiker keine schweren Gewichte mehr heben können, kann das Amt etwa für Hebehilfen aufkommen.

Den besonderen Kündigungsschutz nicht aufs Spiel setzen

Der besondere Kündigungsschutz gilt auch, wenn die Betroffenen ihren Arbeitgeber zunächst von sich aus gar nicht über die Schwerbehinderung informieren. Das müssen sie jedoch im „Ernstfall“ – also nach Erhalt des Kündigungsschreibens – innerhalb von drei Wochen nachholen. Sonst entfällt der besondere Schutz. Wichtig jedoch: Nach der neuen Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts darf der Arbeitgeber zwar beim Bewerbungsgespräch nicht nach einer Schwerbehinderung fragen, wohl aber wenn das Beschäftigungsverhältnis sechs Monate besteht. Wer dann nicht korrekt antwortet, kann sich später nicht mehr auf den besonderen Kündigungsschutz berufen.
Lesen Sie auch:

Pflegekosten der Eltern
Meist werden Kinder nicht zur Kasse gebeten

Rentenvorteile

Nur Schwerbehinderte können noch vor dem 63. Geburtstag in Rente gehen. Wer 1953 geboren wurde, kann die „Schwerbehinderten-Rente“ bereits mit 60 Jahren und sieben Monaten erhalten – muss allerdings Rentenabschläge in Höhe von 10,8 Prozent in Kauf nehmen. Mit 63 Jahren und sieben Monaten gibt’s die Rente dann ohne Abschläge. Zudem stehen Schwerbehinderten fünf Ta-ge zusätzlicher Sonderurlaub zu – natürlich nur, wenn der Arbeitgeber von der Behinderung weiß. Wei-terhin gibt es Steuervorteile – je nach Grad der Behinderung liegen diese zwischen 310 und 3.700 Euro.

Wollen Sie mehr wissen? Unser kostenloses sechsseitiges Dossier informiert Sie ausführlich zum Thema "Schwerbehinderung".

568
Vergleich Riester-Rentenversicherung
Sämtliche Angaben ohne Gewähr

Noch mehr Verbrauchertipps?

Dann abonnieren Sie unseren kostenlosen Biallo-Newsletter!

Download starten

Jetzt kostenlos herunterladen

Unsere Downloads sind den Lesern unseres kostenlosen Newsletters vorbehalten. Geben Sie deshalb bitte hier Ihre E-Mail-Adresse an, bestellen Sie den Newsletter und Sie bekommen den Download an die angegebene Adresse gesandt.

Wichtiger Hinweis: Sollten Sie die Mail nicht innerhalb der nächsten Minuten erhalten, schauen Sie bitte in Ihren Spam-Ordner! Sind Sie bereits Newsletter-Abonnent, geben Sie einfach die E-Mail-Adresse an, mit der Sie bei uns den Newsletter bestellt haben und Sie bekommen den Link zum Download per E-Mail zugesandt.

Ihre Email-Adresse:

Mit dem Anfordern des Downloads bestelle ich den kostenlosen Newsletter von biallo.de. Ich kann mich jederzeit wieder abmelden. E-Mail an info@biallo.de genügt. Für die Nutzung der Downloads gelten unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen.

Leserkommentare
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:

Ziffern hier eingeben: (neu laden)
Überschrift:
Kommentar:
Abschicken
Foto: Colourbox.de ID:10320
Nach oben
Anzeige
Anzeige
Top 5 Festgeld
Anbieter Zins  
Klarna
1,15 %
Klarna
Deniz-Bank
1,15 %
Deniz-Bank
AutoBank
1,00 %
AutoBank
Crédit Agricole
0,96 %
Crédit Agricole
Pbb direkt
0,90 %
Pbb direkt
Betrag: 10.000 €, Laufzeit: 2 Jahre
.
© 2016 Biallo & Team GmbH