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10.02.2015 10:37

Jobbende Rentner Acht Antworten zum Hinzuverdienst

von Rolf Winkel Autor
Knapp 1,4 Millionen Minijobber sind derzeit über 60 Jahre alt - Tendenz steigend. Was ist erlaubt, ohne dass die Rente gekürzt wird?
Jobbende Rentner Acht Antworten zum Hinzuverdienst
So mancher Rentner muss zu seiner Rente etwas hinzuverdienen
Spielt das Alter eine Rolle für den erlaubten Hinzuverdienst?

Ja. Entscheidend ist derzeit noch das Regelrentenalter - und das liegt 2015 bei 65 Jahren und vier Monaten. Künftig steigt es bis auf 67 Jahre an - zunächst jedes Jahr um einen Monat. Die meisten Altersrentner sind im regulären Rentenalter. Sie dürfen unbegrenzt hinzuverdienen. Für die übrigen Altersrentner, die das Regelrentenalter noch nicht erreicht haben, ist bei 450 Euro Hinzuverdienst derzeit das Ende der Fahnenstange erreicht.
Und was gilt für Altersrentner, die die reguläre Altersgrenze noch nicht erreicht haben?

Ein 450-Euro-Job ist für die Betroffenen unschädlich. Diesen Betrag dürfen Bezieher eines vorgezogenen Altersruhegeldes „brutto für netto“ jeden Monat verdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. In zwei Monaten pro Jahr ist ein Hinzuverdienst bis zu 900 Euro möglich, ohne den Rentenbezug zu gefährden. Das Gleiche gilt für diejenigen, die eine Rente wegen voller Erwerbsminderung erhalten.

Was passiert, wenn der Hinzuverdienst höher ist als 450 Euro?

Dann wird die Rente gekürzt – und zwar in jedem Fall um ein Drittel. Dies gilt selbst dann, wenn die 450-Euro-Grenze nur geringfügig überschritten wird. Beispiel: Ein Altersrentner, der 1.200 Euro als vorgezogenes Altersruhegeld erhält und drei Monate lang nebenher 451 Euro verdient, erhält nur noch eine sogenannte Teilrente – und zwar in diesem Fall eine Zwei-Drittel-Rente. Er bekommt also statt 1.200 nur noch 800 Euro ausgezahlt – so lange wie er die „zu hohen“ Arbeitseinkünfte erhält.
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Wird die Rente immer um ein Drittel gekürzt?

Nein. Je nachdem, wie hoch das Nebeneinkommen ausfällt, wird die Rente möglicherweise sogar halbiert, auf ein Drittel zusammengestrichen oder ganz gestrichen. Wie viel man genau hinzuverdienen darf, wenn man wenigstens die halbe oder die Drittel-Rente erhalten will, kann man sich bei der Rentenversicherung ausrechnen lassen. Als Faustregel gilt: Wer einen halben Job ausübt, kann nebenher die halbe Rente erhalten. Wer einen Zwei-Drittel-Job ausübt, für den gibt es nebenher nur ein Drittel der Rente. Diese Bruchteil-Renten nennt man Teilrenten.

Spielen die Teilrenten bislang überhaupt eine Rolle?

Bisher jedenfalls nicht. Derzeit gibt es nur einige tausend Rentner, deren Altersruhegeld gekürzt wird, weil sie eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung mit monatlichen Einkünften über 450 Euro ausüben. Rentner, die jobben, üben im Regelfall eine geringfügige Beschäftigung aus. Oder: Die Betroffenen verzichten zunächst ganz auf die Rente und arbeiten sozialversichert auch über das reguläre Rentenalter hinaus.

Schaden auch Mieteinnahmen oder Kapitaleinkünfte bei der Rente?

Nein. Nur durch Arbeitseinkommen kann die Altersrente gekürzt werden. Bei der Hinterbliebenenrente gelten allerdings härtere Regeln.

Müssen Rentner von Arbeitseinkünften Rentenversicherungsbeiträge zahlen?

Das kommt darauf an. Von den Einkünften aus einem Minijob bis 450 Euro müssen die Rentner selbst niemals Sozialbeiträge zahlen. Wer bereits die reguläre Altersrente erhält, muss keine Rentenversicherungsbeiträge zahlen – egal wie hoch der Hinzuverdienst ist. Jüngere Rentner, die regelmäßig über 450 Euro im Monat verdienen, sind dagegen beitragspflichtig. Die Rentenversicherungsbeiträge, die sie zahlen, erhöhen auch noch ihre weiteren Rentenansprüche.

Und bleibt es bei diesen Regeln?

Erst einmal: Ja. Es sind allerdings großzügigere Regeln in der Diskussion. Mit Gesetzesänderungen ist allerdings frühestens im zweiten Halbjahr 2015 zu rechnen.
Leserkommentare
15.03.2016 - von Heinz Glüpker
Jahressteuererklärung
Es geht grundsätzlich um zwei verschiedene Bereiche: Im Sozialversicherungsrecht kann man im Rahmen des Rentenbezuges - soweit die Regelaltersgrenze nicht erreicht ist, monatlich 450 € (= 5.400 € jährlich) hinzuverdienen, ohne dabei den Rentenanspruch teilweise zu verlieren. Vorsicht: Auch Gewerbebetriebe (Photovoltaik auf dem eigenen Hause)und Landwirtschaft zählen dazu, nicht aber Mieten und Kapitaleinkünfte. Im Steuerrecht werden diese geringfügigen Beschäftigungen bis 450 € normalerweise durch den Arbeitgeber mit 30 % Pauschalabgaben belegt, die der Arbeitgeber an die Minijobzentrale abführen muss; daher erhält der Minijobber auch brutto = netto. Damit ist aber die Steuerpflicht erfüllt und der Betrag wird in der Jahressteuererklärung nicht mehr aufgeführt. Für die Besteuerung bleibt nur der Rentenanteil und weitere Einkünfte (soweit vorhanden).
21.02.2016 - von Hein Görrissen
Altersrente, Hinzuverdienst, Jahressteuererklärung
Hallo, das bedeutet, ich kann 5400,00 € / anno verdienen ohne das sich das auf meine Rente auswirkt, auch krankenkassenmäßig nicht - oder? Wenn ich aber eine JSE abgeben muß, heißt das, dass ich nur Beträge über 5400 € dem FA vermelde? Also weitere Einkünfte + Rente + evtl. Mieteinnahmen usw. Wie soll ich das gegenüber dem FA behandeln - wer kann mir da raten?
08.07.2015 - von Marco Reimann
Unsinnige Begründung für eine Lohnkürzung
Da sie (mit 68 Jahren!) die Regelaltersgrenze lange erreicht haben erreicht haben, dürfen sie unbegrenzt hinzuverdienen. http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Navigation/2_Rente_Reha/01_Rente/04_in_de r_rente/02_hinzuverdienstgrenzen/00_hinzuverdienstgrenzen_node.html
06.07.2015 - von Hofmann Joachim
450-Euro-Job
ich bin 68 jahre alt, mache eine Nebentätigkeit als Hausmeister einer Grundschule 450€ basic. im Mai bekam ich von meinem Arbeitgeber der Stadt Neckargemünd einen neuen Arbeitsvertrag der mir weniger einbringt. als ich vorsprach wurde mir gesagt das ein Prüfer da wahr und ich nich mehr als 12x450€ verdienen darf.laut Gesetz ohne das die Rente gekürzt wird. in zwei Monaten pro Jahr ist ein Hinzuverdienst bis zu 900 Euro möglich.
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