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28.11.2013 16:57

Immobilienerbe Erwerbskosten steuerlich absetzen

von Max Geißler Autor
Kehrtwende des Fiskus: Erben Angehörige eine vermietete Immobilie, können sie die damit verbundenen Nebenkosten nunmehr steuerlich geltend machen.
Immobilienerbe Erwerbskosten steuerlich absetzen
Auch eine Erbschaft kann die Steuerschuld mindern
Bislang war die Praxis der Finanzverwaltung genau entgegengesetzt: „20 Jahre lang lehnte die Finanzverwaltung es ab, den anfallenden finanziellen Aufwand bei Erbschaft einer Immobilie als Anschaffungskosten oder Werbungskosten anzuerkennen“, berichtet Peter Kauth von Steuerrat24. Dazu gehören unter anderem Anwaltsgebühren, Gericht- und Notarkosten sowie Gebühren für die Grundbucheintragung. Nur bei einem Kauf oder teilentgeltlichem Erwerb konnten die Anschaffungsnebenkosten bislang in voller Höhe abgeschrieben werden.

Der Bundesfinanzhof hat nun gegen den Fiskus entschieden. Mit Urteil vom 9.7.2013 (Az.: BFH, IX R 43/11) stellten die Richter klar, dass Aufwendungen im Rahmen der Erbschaft einer vermieteten Immobilie sehr wohl Anschaffungsnebenkosten darstellen. Diese seien im Wege der Abschreibung als Werbungskosten steuerlich absetzbar. Die Kosten der Erbauseinandersetzung dienten dem Erwerb des Eigentums und müssten deshalb wie bei einem teilentgeltlichen Erwerb in voller Höhe als Erwerbsnebenkosten vom Fiskus akzeptiert werden.
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Grundstückskosten nicht absetzbar

Allerdings gelten Einschränkungen: „Die Nebenkosten sind nur im Wege der Abschreibung absetzbar, und auch nur insoweit, als sie auf das Gebäude entfallen“, erläutert Kauth. Kosten für den Erwerb des Grundstücks werden also weiterhin nicht anerkannt. Handelt es sich bei dem Erbe um ein Zweifamilienhaus, in dem eine Wohnung vom Erben selbst genutzt wird, müssen die Anschaffungskosten gekürzt werden. Sofern Erbschafts- oder Schenkungssteuer anfällt, gehört diese ebenfalls nicht zu den Erwerbsnebenkosten.
Achtung: Bei einer Erbschaft kann der Erbe die Abschreibung des Gebäudes nahtlos fortführen. Die Abschreibungsbeträge schließen sich den bisherigen Anschaffungs- und Herstellungskosten an, die der Erblasser geltend gemacht hat. Die selbst getragenen Erwerbsnebenkosten bei Erbschaft des Gebäudes dürfen allerdings nicht der AfA-Bemessungsgrundlage des Erblassers hinzugerechnet werden und so die laufende Abschreibung erhöhen. Vielmehr stellen sie eine eigenständige Bezugsgröße dar, aus der die Abschreibungsbeträge berechnet werden und die gesondert als Werbungskosten anzusetzen sind.

Tipp: Mit dem Biallo.de-Erbschaftsteuer-Rechner können Sie schnell und übersichtlich anfallende Steuern bei einem Immobilienerbe berechnen.
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