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11.10.2013 17:02

Was bringt die Ehe? Verheiratete haben die Nase vorn

von Annette Jäger Autor
Zusammen ziehen, Kinder kriegen, gemeinsam alt werden – geht doch auch ohne Trauschein. Stimmt. Doch ziehen Gewitterwolken auf, sind Ehepartner klar im Vorteil.
Was bringt die Ehe? Verheiratete haben die Nase vorn Verbraucherportal Biallo.de
Die Ehe ist in vielerlei Hinsicht noch sinnvoll – auch aus ganz praktischen Gründen
Ist eine Ehe noch sinnvoll? „Ja, auf jeden Fall“, ist Karola Schlüter-Oelkers, Fachanwältin für Familienrecht aus Hüttenberg, überzeugt. Vor allem bei Unterhalt und Erbe kann die Ehe deutlich punkten.
 

Im Falle der Trennung: Unterhalt

Kinder erhalten nach Trennung der Eltern denselben Unterhalt, egal ob diese verheiratet waren oder nicht. Anders sieht es für den Ex-Partner aus. Seit der Reform des Unterhaltsrechts im Jahr 2008, die die Position der geschiedenen Ehefrauen zunächst deutlich verschlechtert hat, sind „die Richter wieder zurückgerudert“, sagt Schlüter-Oelkers. Inzwischen ist es für Ex-Gatten, die die Kinder versorgen, wieder einfacher geworden, ihren Unterhaltsanspruch zu verlängern. „Meist müssen sie erst wieder zu Dreiviertel oder Vollzeit arbeiten, wenn die Kinder zehn oder zwölf Jahre alt sind“, sagt die Familienrechtlerin. Davon können unverheiratete Ex-Partner nur träumen: Sie müssen ab dem dritten Lebensjahr des jüngsten Kindes wieder für sich alleine sorgen. Auch lange Ehen sind geschützt. Kann man anhand seines persönlichen Lebenslaufes nachweisen, dass man die Karriere zugunsten der Kinder zurückgestellt hat, ist der Ex-Ehepartner dazu verpflichtet, diese Gehaltslücke aufzustocken. „Bis zu fünf Jahre oder länger nach der Scheidung ist so ein Unterhalt noch möglich“, sagt Schlüter-Oelkers.

Versorgungsausgleich

Wer jahrelang Kinder versorgt und auf seine Karriere verzichtet hat, ist beim Thema Rente deutlich benachteiligt. Deshalb gibt es den Versorgungsausgleich, der geschiedenen Partnern die Hälfte der Rentenansprüche des Ex-Gatten zusichert. „Das schlägt kräftig zu Buche“, sagt Schlüter-Oelkers. Je länger man verheiratet war, desto höher kann der Ausgleich am Ende sein, denn er wird für die gesamte Ehezeit berechnet. Unverheiratete Paare können davon nicht profitieren.

Zugewinngemeinschaft

„Eheleute leben in einer Wirtschaftsgemeinschaft“, sagt die Anwältin. In der Regel gilt die Zugewinngemeinschaft: Vermögen in der Ehe gehört beiden Eheleuten zu gleichen Teilen – egal wer von beiden es erwirtschaftet hat. Die Eheleute haben bei einer Scheidung denselben Geldanspruch auf den Zugewinn. Paare ohne Trauschein müssen gemeinsames Eigentum nach einer Trennung alleine auseinander dividieren.

Ehe und Sorgerecht

Männer, die Väter werden, sollten unbedingt heiraten. Denn nur in der Ehe sind Vater und Mutter rechtlich gleichgestellt, was das Sorgerecht angeht. Seit Mai 2013 können nichtverheiratete Väter zwar das Mitsorgerecht auch ohne Zustimmung der Mutter erhalten - allerdings nicht automatisch. Sie müssen erst einen Antrag beim Familiengericht stellen.
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Ehe und Erbschaft

In der klassischen Zugewinngemeinschaft erbt der Ehepartner automatisch die Hälfte des Vermögens des verstorbenen Partners. In einer Verbindung ohne Trauschein gibt es keinerlei Erbansprüche. Die Freibeträge sprechen ebenso eine deutliche Sprache: Ehegatten genießen einen Freibetrag von 500.000 Euro, nichtverheiratete Paare – wenn sie über ein Testament als Erben eingesetzt sind – nur 20.000 Euro.
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Ehe und Steuern

Die meisten glauben, der Steuervorteil sei das größte Plus der Ehe. Deshalb also noch schnell vor dem 31. Dezember vor den Traualtar ziehen, um Steuern für das abgelaufene Jahr zu sparen? „Das lohnt sich nur, wenn auch die Vorteile der Zusammenveranlagung greifen“, sagt Michael Lettl, Steuerberater aus Unterhaching. Und das ist nur der Fall, wenn sich die Einkommen der Ehegatten wesentlich unterscheiden. „Bei Ehegatten, die gleichviel verdienen, ergibt sich durch die Splittingtabelle kein Steuervorteil.“
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Leserkommentare
24.10.2013 - von Vertrauen
Ja, zur Ehe
Ich glaube an die Ehe und die gemeinsame Verantwortung für die Familie.
13.10.2013 - von Body01
Nur für einen sinnvoll
Wenn ich mir so die obigen 'Vorteile' einer Ehe anschaue.....sehe ich nur Vorteile für die Frau. Der Mann darf nach wie vor zahlen. Das gemeinsame Sorgerecht kann ich mir auch sofort nach der Geburt von meiner Partnerin bescheinigen lassen. Eine nachträgliche Beantragung entfällt dann. Hinzu kommt, daß viele Frauen mit Kind gar nicht mehr arbeiten möchten, obohl sie es könnten. Das Geld kommt auch so. Ausnahmen bestätigen die Regel. So kann man dem meist verhaßten Ex noch 'einen' mitgeben. Also warum heiraten? Vielleicht tatsächlich wegen der Steuerklasse, Erbrecht oder der Kirche......
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