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04.04.2016 16:18

Mietvertrag Die wenigsten Mieter müssen renovieren

von Annette Jäger Autor
Streichen, lackieren, Parkett abschleifen beim Auszug können Sie sich als Mieter meist sparen. Oft sind Klauseln im Vertrag unwirksam.
Mietvertrag: Kaum jemand muss renovieren
Bevor sich Mieter in unnötige Arbeit stürtzen, sollten sie sich informieren, ob sie überhaupt renovieren müssen.

Mietvertrag: Renovieren bei Auszug?

Laut Gesetz müssen Sie als Mieter gar nicht renovieren. Weder während der Mietzeit noch bei Auszug. Ausgeräumt und oberflächlich gereinigt würde ausreichen. Das kann allerdings im Mietvertrag anders geregelt werden. Demzufolge gibt es in fast allen Verträgen Klauseln, die Mieter verpflichten, zu renovieren. Die entscheidende Frage: Ist die Klausel wirksam oder nicht? „Nach unserer Einschätzung sind etwa zwei Drittel dieser Klauseln unwirksam“, sagt Ulrich Ropertz, Geschäftsführer des Deutschen Mieterbundes.

Mietvertrag: Unwirksame Klauseln zum Thema Renovieren

Ein typisches Beispiel für eine unwirksame Klausel ist eine starre Fristenvorgabe, die vorschreibt, wann Sie renovieren müssen – also z. B. alle drei, fünf oder sieben Jahre. „Diese Regel lässt keine Ausnahme zu und bezieht den Grad der Abnutzung der Wohnung nicht mit ein“, sagt Ropertz. Schließlich kann es sein, dass die Wohnung in astreinem Zustand ist – warum sollten Sie dann renovieren müssen? Ebenfalls unwirksam ist es, wenn der Vermieter vorgibt, dass eine Renovierung von einem Fachbetrieb auszuführen oder in welcher Farbe zu streichen ist. Die Folge: „Unwirksame Klauseln entbinden den Mieter von jeglichen Renovierungsarbeiten“, so der Mietrechtsexperte. Dann greift die gesetzliche Bestimmung. Hat ein Mieter trotz unwirksamer Klauseln renoviert, kann er sogar die Kosten vom Vermieter zurückverlangen. Dafür hat er sechs Monate Zeit.

Wann müssen Sie renovieren?

Sie können von Ihrem Vermieter nicht automatisch bei Auszug zu einer Komplettrenovierung verpflichtet werden, das funktioniert in keinem Fall. Allenfalls Schönheitsreparaturen können auf Sie abgewälzt werden. Und da geht es um die richtige Formulierung. Korrekt ist, wenn es beispielsweise heißt: „Der Mieter verpflichtet sich, die Kosten der Schönheitsreparatur zu übernehmen“, formuliert Ropertz. Gültig wäre auch, wenn zwar Renovierungsfristen genannt sind, aber das Wörtchen „üblicherweise“ oder „in der Regel“ hinzugefügt ist.

Was sind Schönheitsreparaturen?

Sind Schönheitsreparaturen im Mietvertrag per korrekter Klausel festgelegt, heißt das im Klartext: Sie müssen als Mieter Gebrauchsspuren beseitigen. Dazu gehört das Tapezieren und Streichen von Wänden und Decken, Heizkörpern und -rohren, Türen und Fenster. Auch Dübellöcher müssen Sie zuspachteln. Fenster und Türen müssen Sie aber nicht von außen streichen, auch Parkett müssen Sie nicht abschleifen und versiegeln oder gar Teppichböden erneuern.

Alles dürfen Sie sich als Mieter nicht herausnehmen 

Auch wenn eine unwirksame Klausel zu Kleinreparaturen in Ihrem Mietvertrag steht - einen Freibrief haben Sie deshalb nicht. Wenn Sie Ihre Wohnung in knallig bunten Farben gestrichen haben, sind Sie verpflichtet, in neutralen Tönen zu überstreichen. Das hat der Bundesgerichtshof festgestellt (Az.: VIII ZR 416/12). Auch für Brandlöcher im Teppich haften Sie als Mieter. „Immer wenn es um Schadensersatzansprüche geht, weil der Mieter grob fahrlässig gehandelt hat, muss der Mieter dafür gerade stehen“, erklärt Ropertz. Eine private Haftpflichtversicherung, die Mietsachschäden deckt, kommt für die Kosten auf. Tarifbeispiele finden Sie über unsere Tarifrechner.

Streit um renovierung bei Auszug? So gehen Sie richtig vor

Wenn Sie Streit um die Frage einer Endrenovierung vermeiden wollen, klären Sie am besten vor dem Auszug, was Sie tun müssen und was nicht. Dafür müssen Sie Ihren Mietvertrag prüfen. Hier lohnt es sich, einen Experten zu Rate zu ziehen – beispielsweise die örtlichen Mietervereine –, um sicher zu gehen, dass Sie die Klauseln richtig interpretiert.

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Leserkommentare
Kommentare können sich auf eine ältere Version des Artikels beziehen.
04.04.2016 - von Hafner
Mieter
Renovierung
19.10.2014 - von Johanna
Ablöse
Erstens möchte ich mich mal dem Vorkommentar anschliessen, auch ich lese oft die Berichte und finde meist sehr viel Nützliches und interessantes für mich. Zweitens habe ich eine kurze Frage: Wenn ich in einer Mietwohnung den Bodenbelag renovieren hab lassen, und wo einen Parkett von rudda (http://www.rudda.at/de/parkett/parkett/landhaus-dielen/landhaus-dielen-teak/) verlegen lassen habe - natürlich mit Absprache mit der HV - ich habe allerdings damals nicht daran gedacht, was ist, wenn ich ausziehe. Den Boden kann ich mir nicht ablösen lassen? Oder eher nicht? Vielen Dank!
21.09.2014 - von R.Geiger
Qualitaet von Biallo
Sehr geehrte Damen und herren, ich lese fast taeglich Ihren Biallo-Bericht und nin aeusserst zufriden;denn man kann sich hier viele wertvolle Informationen holen. mfG Roland Geiger
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