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23.10.2016 16:12

Heizung Nicht heizen kann teuer werden

von Thomas Brummer Autor
Wer nicht einheizt, spart Geld. Das gilt zumindest kurzfristig, auf lange Sicht kann das ein teurer Fehler sein.
Heizung Nicht heizen kann teuer werden
Nicht heizen kann nicht nur körperlich unangenehm werden.
Die Temperaturen gehen mehr und mehr nach unten. Damit wird es Zeit, sich über das Heizen Gedanken zu machen. Doch laut einer aktuellen Umfrage lässt jedem fünften Deutschen der Winter sprichwörtlich kalt. Das heißt, etwa 20 Prozent der Befragten verzichten auf das Heizen. Das ist aus mehreren Gründen fahrlässig. Neben gesundheitlichen Problemen können sowohl juristische als auch finanzielle Folgen drohen. Durch einen Mietvertrag entstehen für beide Parteien Rechte und Pflichte. Mieter haben so zwar keine Pflicht zu Heizen, doch sehr wohl eine sogenannte Obhutspflicht für die überlassene Wohnung. „Der Vermieter kann während der Sommermonate den Haupthahn abdrehen. Wenn es aber, wie jetzt, wieder kühler wird, muss der Mieter natürlich die Möglichkeit haben, seine Wohnung zu heizen“, sagt Anja Franz, Sprecherin des Mietervereins München. In den meisten Mietverträgen beginnt die Heizperiode am 1. Oktober. Das kann jedoch individuell anders geregelt sein.
Heizölpreise

Welche Folgen hat eine kalte Wohnung?

Wer nicht heizt, riskiert Schimmel oder Stockflecken an den Außenwänden. Die Ursache ist die entstehende Feuchtigkeit. Wer bei Außentemperaturen unterhalb des Gefrierpunktes die Heizung nicht aufdreht, muss mit dem Einfrieren von Heizungs- und Wasserrohren rechnen. Der Grund: Wasser dehnt sein Volumen aus und entwickelt so einen Druck, dem die Rohre oft nicht standhalten können. Wer allerdings in einem Haus mit mehreren Parteien wohnt, hat meistens Glück. Denn wenn die Nachbarn fleißig einheizen, sind Sparfüchse häufig fein raus. Dennoch droht Mietern Ungemach, wenn diese ihre Obhutspflicht schleifen lassen. Das gilt etwa auch bei längerer Abwesenheit, wenn keine vertraute Person nach dem Rechten sieht. Mangelndes Heizen kann der Vermieter auch mittels Aufstellung der Betriebskosten herauslesen.

So heizen Sie richtig

Die Experten von Haus und Grund in Augsburg raten, die Räume je nach Nutzung zu beheizen. Wohnräume sollten 20 bis 22 Grad haben, bei Schlafräumen sollten demnach 16 bis 18 Grad reichen. Mangelndes Heizen sei ebenso Schimmelförderlich wie hohe Feuchtigkeit durch falsches Lüften. Beim Lüften sollten sich Haushalte merken: Falsch ist ständige Kippstellung, richtig dagegen Stoß- und Querlüften, also das Öffnen gegenüberliegender Fenster, um einen schnelleren Luftaustausch zu gewährleisten. Grundsätzlich gilt in der Anfangsphase des Heizens: Längere Zeit nicht beheizte Räume öfter lüften.

Biallo-Tipp: Um die Energieeffizienz zu steigern, könnte für Sie die Wärmedämmung ein Thema sein.

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Foto: Antonio Guillem / Shutterstock.com ID:12817
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