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01.12.2014 13:43

Abgeltungsteuer Stichtag für Verlustverrechnung nicht verpassen

von Brigitte Watermann Autor
Wer zwei Depots bei verschiedenen Banken führt, kann Verluste auf dem einen mit Gewinnen auf dem anderen verrechnen lassen – wenn man den Stichtag nicht verpasst.
Abgeltungsteuer Stichtag für Verlustverrechnung nicht verpassen
Die Zeit drängt – Stichtag für die Verlust-Bescheinigung bei Wertpapieren ist der 15. Dezember
Anleger, die 2014 Verluste mit Wertpapieren erlitten haben, müssen sich sputen und einen wichtigen Stichtag beachten: den 15. Dezember. Nur noch bis zu diesem gesetzlich vorgeschriebenen Termin kann man bei seinem Onlinebroker oder seiner Bank eine Verlust-Bescheinigung für seine Wertpapiere beantragen. Wer sich seine Verluste bescheinigen lässt, dessen Bank wird die sogenannten Verlust-Verrechnungstöpfe schließen – und man startet 2015 wieder bei Null. Der Antrag ist kostenlos und meist auch direkt online möglich.

Wer sich erst nach diesem Termin rührt, hat in diesem Jahr Pech gehabt. Aber keine Sorge: Sofern man die Frist doch versäumt, ist nichts verloren – die Verlust-Verrechnungstöpfe werden dann ins nächste Jahr über- und weitergeführt. Verluste von Wertpapieren werden dann mit den in diesem Kalenderjahr realisierten abzugspflichtigen Kapitalerträgen im Rahmen der gesetzlichen Regelungen verrechnet. Ende 2015 darf man sich dann wieder bei Bedarf eine Verlustbescheinigung für seine Wertpapiere besorgen.
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Mit der Verlust-Bescheinigung können Anleger Wertpapier-Verluste auf ihrem Depot bei Bank A mit etwaigen Kursgewinnen und anderen Kapitalerträgen auf einem anderen Depot bei Bank B vornehmen. Dabei wird unterschieden zwischen dem Verlust-Verrechnungstopf für Aktien und für sonstige Kapitalerträge. Sie können auch jeweils separat beantragt werden.

Wichtig: Diese Verrechnung von Verlusten mit Gewinnen auf einem anderen Depot bei einer anderen Bank ist nur im Wege der Einkommensteuererklärung möglich. Führt ein Kunde mehrere Wertpapier-Depots bei ein und derselben Bank, nimmt die Bank die depotübergreifende Verlust-Verrechnung ohne Antrag vor.

Tipp: Wenn Sie keinen besonderen Grund dafür haben, ihre Wertpapiere in zwei Depots bei verschiedenen Banken zu halten, sollten Sie erwägen, Ihre Depots besser bei einer Bank zu führen. Dann können Sie sich die Verlust-Verrechnung über den Umweg der Steuererklärung nämlich sparen. Wenn Sie verheiratet sind, Ihre Wertpapier-Depots bei derselben Bank führen wie Ihr Ehepartner und einen gemeinsamen Freistellungsauftrag erteilt haben, verrechnet Ihre Bank seit dem Jahr 2010 Gewinne und Verluste bei Wertpapieren übrigens automatisch sogar über beide Ehegatten hinweg.
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Verrechnung von Altverlusten aus der Zeit vor der Abgeltungsteuer

Die Verrechnung von Altverlusten ist übrigens wieder ein anderes Thema. Altverluste können nur mit solchen Wertpapieren entstanden sein, die vor 2009 – also dem Startzeitpunkt der Abgeltungsteuer – den Weg ins Depot fanden, und dann binnen der damals noch geltenden einjährigen Spekulationsfrist veräußert wurden. Altverluste durften nur bis Ende 2013 mit neuen Veräußerungsgewinnen aus Kapitalanlagen verrechnet werden, nicht aber mit Zins- und Dividendenerträgen. Auch diese Verlust-Verrechnung lief nur über den Umweg der Steuererklärung. Seit 2014 ist die Verrechnung von Altverlusten nur noch unter erschwerten Bedingungen möglich: Sie dürfen seither nur noch mit Spekulationsgewinnen neuerer Definition – also etwa mit Gewinnen aus Verkäufen von Immobilien innerhalb der Spekulationsfrist – verrechnet werden. Das ist natürlich deutlich schwieriger.

Seit Anfang 2009 beträgt der Abgeltungsteuersatz auf Zinsen, Dividenden sowie auf Kursgewinne einheitlich 25 Prozent zuzüglich 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und etwaige Kirchensteuer; die bis dato gültige einjährige Spekulationsfrist gibt es nicht mehr.

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