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06.08.2013 11:51

Arbeitszimmer Trotz Elternzeit steuerlich absetzbar

von Max Geißler Autor
Machen Eltern wegen der Geburt eines Kindes eine Jobpause, gelten weiterhin viele Steuerboni. Vielen unbekannt ist, dass das Arbeitszimmer absetzbar bleibt.
Arbeitszimmer Trotz Elternzeit steuerlich absetzbar Verbraucherportal Biallo.de
Auch ohne steuerpflichtige Einnahmen kann ein Arbeitszimmer in der Elternzeit steuerlich abgesetzt werden
Dank Elternzeit können frischgebackene Mütter oder Väter bis zu drei Jahre zu Hause bleiben, ohne den Anspruch auf ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Innerhalb des ersten Lebensjahres des Neugeborenen besteht zudem Anspruch auf Elterngeld von bis zu 1.800 Euro pro Monat. Für das zweite und dritte Babyjahr gewährt der Staat kein Elterngeld. Allerdings dürfen Eltern während dieser Zeit bis zu 30 Stunden in der Woche arbeiten.
 

Steuerboni auch ohne Einkünfte

Unabhängig davon, ob Einkünfte erzielt werden oder nicht, stellt sich die Frage: Wird das häusliche Arbeitszimmer während der Elternzeit weiterhin oder gar erstmals steuerlich anerkannt und in welcher Höhe berücksichtigt das Finanzamt die Arbeitszimmerkosten? „Selbst wenn während der Elternzeit keine steuerpflichtigen Einnahmen erzielt werden, dürfen junge Eltern die Kosten für das häusliche Arbeitszimmer steuerlich absetzen“, erklärt Finanzfachmann Peter Kauth von steuerrat24. Der steuerliche Abzug erfolgt in diesem Fall als „vorab entstandene Werbungskosten“. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Aufwendungen in einem „hinreichend konkreten Zusammenhang mit künftigen Einnahmen stehen“, so Kauth. Hierzu müssen die Eltern ihre Tätigkeiten und Ausgaben während der Elternzeit detailliert darlegen, damit das Finanzamt einen beruflichen Zusammenhang mit künftigen Einnahmen beurteilen kann.
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Berufliche Nutzung muss gegeben sein

Grundvoraussetzung für die steuerliche Anerkennung ist, dass das Arbeitszimmer so gut wie ausschließlich für berufliche Zwecke genutzt wird. Dies kann einerseits die tatsächliche Nutzung zur Erzielung von Einkünften sein. Andererseits kommen auch Tätigkeiten wie Weiterbildung oder Zusatzqualifikation in Frage. „Das Finanzamt erkennt das Studium von Fachliteratur oder die Lektüre von abonnierten Fachzeitschriften an, ebenso die Vor- und Nachbereitung besuchter Fortbildungsveranstaltungen“, erläutert Kauth. Steuerboni ermöglicht auch das Erstellen neuer Arbeitskonzepte, die Aufbewahrung von Arbeitsmitteln oder Archivierungsarbeiten – kurzum: Tätigkeiten, um fachlich auf dem Laufenden zu bleiben und die der Wiederaufnahme der Berufstätigkeit dienen.
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Was erkennt der Fiskus an?

Da es während der Elternzeit keinen anderen Arbeitsplatz und Tätigkeitsort gibt, könnte man auf die Idee kommen, dass das Arbeitszimmer in dieser Zeit zum Mittelpunkt der beruflichen Betätigung mutiert und deshalb die Kosen in unbegrenzter Höhe absetzbar seien. Der Bundesfinanzhof sieht dies jedoch differenziert und stellt in verschiedenen Urteilen auf die zu erwartenden Umstände der bisherigen wie späteren beruflichen Tätigkeit ab (BFH, Ak.: VI R 102/01 und VI R 103/01). Danach sind:
  • bei einer Lehrerin in Elternzeit die Arbeitszimmerkosten nur begrenzt bis 1.250 Euro abziehbar, weil ihr – wie bei allen Lehrern – bisher „kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung“ stand und dies auch später wieder so sein wird.
  • bei einer Bankangestellten, die als Personalreferentin vor der Elternzeit keinen Arbeitsplatz in der Bank hatte und in ihrem Homeoffice arbeitete, die Arbeitszimmerkosten hingegen voll absetzbar, weil es für sie bislang der „Mittelpunkt der beruflichen Tätigkeit“ war und auch nach der Elternzeit wieder sein wird.

Tipp:
Im Rahmen der Steuererklärung wird das erhaltene Elterngeld in Anlage N zur Steuererklärung in Zeile 29 unter „andere Lohn- und Entgeltersatzleistungen“ eingetragen. Möchten Sie Ihre beruflichen Einkünfte verbessern, dann empfiehlt sich ein Blick in den Biallo.de-Gehaltsoptimierer.
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