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12.08.2013 08:57

Computer und Steuern Berufliche Nutzung nachweisen

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Viele Arbeitnehmer können den Fiskus an ihren Kosten für den privaten Computer beteiligen. Sie müssen aber diese Spielregeln zum Steuern Sparen kennen.
Computer und Steuererklärung Berufliche Nutzung nachweisen Verbraucherportal Biallo.de
Wer den privaten Computer auch beruflich nutzt, kann Steuern sparen
Haben Sie sich einen privaten Computer selbst angeschafft, lässt sich das Finanzamt an den Kosten beteiligen – allerdings nur in Höhe des beruflich erforderlichen Nutzungsanteils.

Dass der Computer im Home Office für den Beruf erforderlich ist, kann man gegenüber dem Fiskus leicht durch eine entsprechende Bescheinigung des Arbeitgebers nachweisen. Den beruflichen Nutzungsanteil kann man nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes vom 19. Februar 2004 (Az. VI R 135/01) schätzen. Die Finanzrichter geben als Richtschnur einen beruflichen Nutzungsanteil von 50 Prozent vor, wenn das Berufsbild im Prinzip Computerarbeit erfordert.
 

Computer-Nutzung nachweisen

Wer mehr Steuern sparen möchte, muss ein lückenloses „PC-Fahrtenbuch“ führen und einen höheren Nutzungsanteil für den Job nachweisen. Beträgt die private Nutzung nachweisbar höchstens zehn Prozent, sind die Ausgaben für den Computer in voller Höhe als Werbungskosten von der Steuer abzugsfähig. Gehören Jugendliche zum Haushalt, legt mancher Steuerprüfer sofort sein Veto gegen den Steuer sparenden Abzug der Computerkosten ein. Steuerzahler können diesen Vorwurf allerdings mit Hinweis auf ein Urteil des BFH vom 9. Juni 1988 (Az. VI R 132/87, BFH/NV 1988, S. 708) leicht kontern. Nach Ansicht der obersten Steuerrichter darf das Finanzamt nicht einfach eine private Mitbenutzung des Computers durch die Kinder unterstellen, sondern muss anhand konkreter Tatsachen entscheiden.
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Finanzamt kann Computer-Festplattenverzeichnis anfordern

Vor diesem Hintergrund sollte man noch wissen, dass die Finanzbeamten auch berechtigt sind, einen aktuellen Ausdruck des Festplattenverzeichnisses zu verlangen (rechtskräftiges Urteil des Finanzgerichtes München, Aktenzeichen 2 K 2730/96). Spielesoftware oder Programme für private Musik oder Videoanwendungen auf dem Rechner schwächen damit die Verhandlungsposition des Steuerzahlers.

Gute Karten hat man allerdings, wenn im Haushalt noch ein zweiter Rechner für den Spieltrieb der großen und kleinen Kinder zur Verfügung steht. Nach einem Richterspruch des Finanzgerichtes Rheinland-Pfalz kann das Finanzamt einen Internetzugang nicht ohne Weiteres als Indiz für eine erhebliche private Verwendung des Computers werten (Aktenzeichen 5 K 2776/98). Das gilt auch für eine mitgelieferte Multimedia-Ausrüstung (Aktenzeichen 2 K 2340/98), da diese bereits bei vielen Angeboten von der Stange zur Standardausrüstung gehört.
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Internet und Steuern: Kritische Prüfung

Um dem Finanzamt Paroli bieten zu können, sollten betroffene Steuerzahler auch zwei Gerichtsurteile zum Thema Internetzugang kennen. Das Finanzgericht Baden-Württemberg verlangt für einen Steuer sparenden Kostenabzug detaillierte Aufzeichnungen, die privates Surfen so gut wie ausschließen (Az. 1 K 167/99).

Ganz anderer Ansicht ist dagegen das Finanzgericht Rheinland-Pfalz (Az. 5 K 2776/98). Die Finanzämter dürften bei fehlenden Aufzeichnungen nach Meinung der Finanzrichter rein private Motive für einen Internetzugang nicht einfach unterstellen, sondern müssten diese konkret beweisen. Gelänge dies nicht, dürfe ein Abzug der Computerkosten nicht am Internetzugang scheitern.
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