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13.05.2013 10:59

Ehrenamt und Steuern Höherer Steuerbonus für Ehrenamtliche

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Der Fiskus wird ehrenamtliches Engagement rückwirkend zum 1. Januar 2013 besser honorieren. Jetzt sind 2.400 Euro im Jahr abgabenfrei.
Ehrenamt und Spenden Höherer Steuerbonus für Ehrenamtliche Verbraucherportal Biallo.de
Wer einem Ehrenamt nachkommt, kann künftig bis zu 200 Euro monatlich als Aufwandsentschädigung erhalten, ohne Steuern und Sozialabgaben zahlen zu müssen
Nach dem im März verabschiedeten Gesetz zur Stärkung des Ehrenamtes wird der sogenannte Übungsleiterfreibetrag um 300 Euro angehoben. Auf den Monat umgerechnet, kann das Ehrenamt nun bis zu 200 Euro einbringen.

Sporttrainer, Jugendwarte, Ausbilder, Chorleiter, Dozenten an Volkshochschulen oder Bürger, die sich nebenberuflich in karitativen Organisationen oder im künstlerischen Bereich fürs Gemeinwohl engagieren, konnten bisher Aufwandsentschädigungen von bis zu 2.100 Euro jährlich steuer- und sozialabgabenfrei einkassieren. Jetzt bleiben übers Jahr 300 Euro zusätzlich von Abgaben verschont. Ausgaben für das nebenberufliche Engagement erkennt das Finanzamt wie bisher allerdings nur dann als steuerlich absetzbare Betriebsausgaben an, wenn sie den Freibetrag übersteigen.
 

Ehrenamtspauschale steigt auf 720 Euro pro Jahr

Auch die Ehrenamtspauschale wird rückwirkend zum 1. Januar 2013 von 500 Euro auf 720 Euro jährlich erhöht. Damit bleiben künftig Aufwandsentschädigungen bis zu 60 Euro monatlich steuer- und sozialabgabenfrei. Der Unterschied zur Übungsleiterpauschale besteht in der Art der begünstigten Tätigkeit. Für die Ehrenamtspauschale sind die Voraussetzungen nicht so streng definiert. Sie kann für jede Art von nebenberuflicher Tätigkeit für gemeinnützige Vereine, kirchliche oder öffentliche Einrichtungen in Anspruch genommen werden, z.B. für eine Tätigkeit als Vereinsvorstand, Schatzmeister, Platzwart, Gerätewart, Reinigungsdienst oder Fahrdienste von Eltern zu Auswärtsspielen von Kindern.
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Voraussetzung ist allerdings ausdrücklich, dass die Vereinssatzung oder das Statut eine solche Vergütung ausdrücklich vorsieht. Zahlt ein Verein ohne ausdrückliche Genehmigung in den Vereinsstatuten, riskiert man die Aberkennung der Gemeinnützigkeit. Für Tätigkeiten in berufsständischen Organisationen wie zum Beispiel Bauern- oder Landfrauenverbänden kann die Pauschale allerdings nicht in Anspruch genommen werden. Die Arbeitszeit darf höchstens ein Drittel einer Vollzeittätigkeit ausmachen – sonst gilt das Engagement nicht mehr als Nebenberuf (BMF-Schreiben vom 25.11.2008 – IV C 4 – S 2121/07/0010).


Ehrenamtspauschale ist kein Arbeitsentgelt

Damit können auch solche Personen nebenberuflich tätig sein und über die Ehrenamtspauschale steuerfreie Einkünfte erzielen, die im steuerrechtlichen Sinne keinen Hauptberuf ausüben wie Hausfrauen, Vermieter, Studenten, Arbeitslose oder Rentner. Frührentner können sich unbesorgt ihrem gemeinnützigen Engagement widmen und müssen nicht befürchten, dass die Zusatzvergütung fürs Gemeinwohl die eigenen Altersbezüge anknabbert. Denn die Übungsleiter- oder Ehrenamtspauschale gilt sozialversicherungsrechtlich nicht als Arbeitsentgelt im Sinne der Hinzuverdienstgrenzen für Frührentner.
Die Ehrenamtspauschale wird als Jahresbetrag gewährt, selbst wenn die Tätigkeit nur wenige Monate ausgeübt wurde. Allerdings wird sie bei mehreren ausgeübten Tätigkeiten insgesamt nur einmal gewährt. Wer die höhere Übungsleiterpauschale von 2.400 Euro nutzt, kann in der Steuererklärung für die gleiche Tätigkeit nicht noch zusätzlich die Ehrenamtspauschale geltend machen.


Übungsleiter- und Ehrenamtspauschale kombinieren

Bei unterschiedlichen ehrenamtlichen Tätigkeiten lassen sich Übungsleiterpauschale und Ehrenamtspauschale allerdings clever kombinieren. Das gilt sogar, wenn beide Leistungen für denselben Verein erbracht werden. So kann der Vorstandsvorsitzende eines Sportvereins, der gleichzeitig eine Jugendmannschaft des Vereins trainiert, von beiden Pauschalen profitieren und in 2013 bis zu 3.120 Euro jährlich (260 Euro monatlich) steuerfrei erhalten.

Wer für sein ehrenamtliches Engagement keine Aufwandsentschädigung erhält, zahlt Telefonkosten, Porto, Fahrtkosten und andere Aufwendungen aus eigener Tasche. Hängt das Ehrenamt jedoch direkt mit dem Hauptberuf zusammen, können die Kosten in der jährlichen Steuererklärung als Werbungskosten geltend gemacht werden. Das funktioniert zum Beispiel bei einer Tätigkeit als Personalratsmitglied oder Gewerkschaftsvertreter.
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