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07.02.2011 10:39

Handwerkerrechnungen Bei öffentlicher Förderung entfällt Steuerbonus

von Max Geißler Autor
Steuerermäßigungen für haushaltsnahe Dienstleistungen werden mitunter vom Bundesrechnungshof als unangemessen kritisiert. Dabei handelt es sich um private Investitionen, öffentlich geförderte Baumaßnahmen erhalten sowieso keinen Steuerbonus.
Für Handwerkerleistungen in Privathaushalten können sowohl Mieter als auch Eigentümer bis zu 6.000 Euro pro Jahr an Werbungskosten in ihrer Steuererklärung geltend machen. Davon ziehen die Finanzbeamten 20 Prozent des Aufwands direkt von der Steuerschuld ab. Unterm Strich lassen sich mit Sanierungs- und Reparaturarbeiten an und in Wohngebäuden bis zu 1.200 Euro Steuern sparen. Allerdings greift die Regelung nur bei selbst finanziertem Aufwand.

Maßnahmen, die zum Beispiel mit Mitteln des CO2-Gebäudesanierungsprogramms der KfW-Förderbank unterstützt wurden, sind nicht steuerlich absetzbar. „Mit dem Jahressteuergesetz 2010 wurden alle Handwerkerleistungen von der Steuervergünstigung ausgeschlossen, die mit öffentlichen Mitteln in Form von zinsverbilligten Darlehen oder steuerfreien Zuschüssen gefördert wurden“, sagt Peter Kauth von Steuerrat24. Dies gelte erstmals für Handwerkerleistungen, die ab dem 1. Januar 2011 erbracht und bezahlt wurden (Parafgraf 35a Abs. 3 EStG). Die Regierung möchte ausschließen, dass bereits geförderte Maßnahmen eine Doppelförderung durch zusätzliche Steuerermäßigungen erfahren.
Einzelabrechnung sichert Steuerboni

Der Ausschluss der Doppelförderung gilt für verschiedene Förderprogramm der KfW-Bank, zum Beispiel für „Altersgerecht Umbauen“ oder für Programme zur Förderung energetischer Renovierung, Erhaltung und Modernisierung. Ebenso davon betroffen sind Förderprogramme der Länder, bei denen öffentliche Mittel genutzt werden, etwa die Förderung von Wärmeschutzmaßnahmen durch die Stadt Hamburg. „Die Vergünstigung ist allerdings nur dann ausgeschlossen, wenn die Förderung tatsächlich genutzt wurde“, so Kauth. Der bloße Anspruch darauf verhindere den Steuerbonus durch Haushaltsnahe Dienstleistungen noch nicht.

Positiv: Eine Vermischung unterschiedlicher Investitionen ist denkbar. Wird eine Handwerkerleistung teils aus Eigenmitteln und teils mit öffentlicher Unterstützung finanziert, so kann eine Einzelabrechnung erfolgen. Nach Aussage der Bundesregierung ist nämlich beabsichtigt, nicht die gesamte steuerliche Förderung für Handwerkerleistungen vollständig auszuschließen, wenn nur einzelne Punkte aus geförderten Sanierungsprogrammen genutzt werden. Es werde eine punktgenaue Vermeidung von Doppelförderung angestrebt.
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