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11.06.2013 09:24

Hochwasser Das Finanzamt als Fluthelfer

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Viele Menschen haben im Hochwasser dieser Tage Hab und Gut verloren. Gut, dass es wenigstens steuerliche Hilfen gibt.
Hochwasser Das Finanzamt als Fluthelfer Verbraucherportal Biallo.de
Das Finanzamt hilft Hochwasser-Geschädigten
Wer in diesen Tagen wieder in sein Haus oder die Wohnung zurückkehren kann, wird das angesichts der Verwüstungen durch die Flut an Elbe oder Donau wohl eindeutig als „außergewöhnliche Belastung“ empfinden. Das Finanzamt macht es den Hochwassergeschädigten allerdings nicht so einfach.

Denn nur, wer eben diese Belastung nicht schon durch seine Versicherung ersetzt bekommt, kann sie auch steuerlich geltend machen, wie der Bund der Steuerzahler (BdS) betont. Wenn die Schäden aus der Police beglichen werden, ist bestenfalls der Selbstbehalt noch absetzbar. Das heißt praktisch: Haben Hochwasser und Überschwemmung ihr Zerstörungswerk angerichtet, zahlt eine vorhandene  Elementarschadenversicherung. Nur den Selbstbehalt, den der Versicherungskunde zuvor vereinbart hat, muss er - wie der Name schon sagt - selbst bezahlen. Und nur den kann er wiederum steuerlich absetzen – als außergewöhnliche Belastung.

Wer seine überflutete Immobilie vermietet hat, kann die Schäden ebenfalls absetzen. Ein eventueller Schadenersatz durch die Versicherung ist aber im Gegenzug eine Einnahme, die der Fiskus wieder gegenrechnet.
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Foto(s): Norbert Millauer/ddp

Zumutbarer Eigenanteil

Grundsätzlich erkennt das Finanzamt nicht die gesamten Kosten an. Denn es wird stets ein sogenannter zumutbarer Eigenanteil abgezogen, der von der Höhe des Einkommens und der Zahl der Familienmitglieder abhängt. Wie der BdS vorrechnet, muss zum Beispiel eine Familie mit drei Kindern und einem Jahreseinkommen von 40.000 Euro rund 400 Euro selbst übernehmen. Ledige müssen bei gleichem Einkommen etwa 2.400 Euro aus der eigenen Tasche bezahlen.
Auf Handwerker in den Flutregionen kommt nun eine Großkampfzeit zu – deswegen werden viele Geschädigte ihre Instandsetzungen und Renovierungen nach der Flut wohl noch gar nicht in diesem Jahr abschließen können. Das hat ebenfalls steuerliche Folgen. Denn natürlich erkennt das Finanzamt nur jene Kosten an, die auch nachweislich entstanden sind – es verlangt also die Rechnung, die deren Beseitigung belegt. Steuernachlass gibt es dementsprechend nur in dem Jahr, in dem saniert wird. Und spätestens nach drei Jahren muss der Schaden beseitigt sein, damit die Ursache „Flut“ noch steuermindernd anerkannt wird. Wer sich überdies als Flutopfer verschulden muss, um Handwerker zu bezahlen, kann auch die Zinsen für den Kredit absetzen.

Hochwasserschutz von der Steuer absetzbar

Aus Schaden wird man klug: Handwerkerleistungen können sich auch auf den Schutz vor der nächsten Flut beziehen. Wer zum Beispiel nun einen Schutzwall um sein Heim zieht, kann die Kosten Jahr für Jahr abschreiben. Denn sie gehören damit zu den Herstellungskosten der Immobilie, wie das Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschieden hat (2 K 2546/95).

Aber eines sollte auch dem finanzschwächsten Flutopfer klar sein: Wer Schwarzarbeiter beschäftigt, der geht natürlich beim Fiskus leer aus. Generell sollten Flutopfer schon jetzt einen großen Ordner bereithalten – und peinlich genau neben den Handwerkerrechnungen sämtliche Belege für die Anschaffung neuer Möbel, Haushaltsgegenstände und Kleidung sammeln. Da ist das Finanzamt unerbittlich.


Akuthilfe der Steuerbehörden

Weichherziger zeigen sich die Behörden dagegen in der Akuthilfe bei der Bewältigung der Bürokratie. So gewähren die Steuerbehörden der betroffenen Bundesländer Opfern etwa Stundungen der bis zu diesem Zeitpunkt fällig werdenden Steuern des Bundes und des Landes und auch Anpassungen der Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer (Körperschaftsteuer). Stundungszinsen fallen nicht an. Und Vollstreckungen oder Säumniszuschläge fallen ebenso ins Wasser. Für Unternehmer gibt es überdies noch eine ganze Reihe weiterer Steuererleichterungen – die können aber je nach Bundesland und Betroffenheit sehr unterschiedlich sein.

Da empfiehlt es sich in jedem Fall: Sprechen Sie mit Ihrem Finanzamt und lassen Sie sich über Steuererleichterungen aufklären – wenn Sie den Schlamm aus Wohnung, Laden oder Lagerhalle geschaufelt haben. Sie werden oft angenehm überrascht sein.
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