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19.05.2014 11:29

Neue Umzugspauschalen seit 2013 Finanzamt akzeptiert höhere Kosten

von Max Geißler Autor
Wer aus beruflichen Gründen umzieht, der kann seit letztem Jahr höhere Pauschalen in der Steuererklärung geltend machen. Was und wie viel ist absetzbar?
Neue Umzugspauschalen seit 2013 Finanzamt akzeptiert höhere Kosten
Kosten für einen beruflich bedingten Umzug senken die Steuerschuld
Ziehen Arbeitnehmer aus beruflichen Gründen um, können sie die Umzugskosten als Werbungskosten beim Finanzamt geltend machen. Ein Umzug ist beruflich veranlasst, wenn sich die Fahrtzeit zwischen Wohnung und Arbeitsstätte erheblich verkürzt. „Eine erhebliche Verkürzung wird angenommen, wenn sich die Fahrzeit für den Hin- und Rückweg insgesamt um mindestens eine Stunde verkürzt“, erläutert Karl Heinz Däke, ehemaliger Präsident des Bundes der Steuerzahler. Es ist nicht erforderlich, dass Steuerzahler dazu ihren Arbeitsplatz wechseln.

 1390 Euro oder mehr als Umzugskostenpauschale absetzen

Neben den einzeln absetzbaren Kosten für Spedition oder Aushilfen kann man für sonstige Ausgaben die sogenannte Umzugskostenpauschalen in Anspruch nehmen. Das Bundesfinanzministerium hat die Pauschalbeträge erneut angehoben. Seit dem 1. August 2013 können Ledige ohne Kind 695 Euro geltend machen, für mitziehende Verwandte und Lebenspartner je 306 Euro. Ehepaare und Alleinstehende mit Kind erhalten zusammen 1.390 Euro. Die Ehepartner-Umzugspauschale können auch Geschiedene oder Verwitwete in Anspruch nehmen. Liegt der letzte berufliche Umzug keine fünf Jahre zurück, erlaubt das Finanzamt um 50 Prozent höhere Pauschalen.

Einzelnachweis erlaubt höhere Ausgaben


Werden die Kosten nicht pauschal, sondern einzeln per Beleg nachgewiesen, erkennt das Finanzamt neben den Transport- und Reisekosten auch Ausgaben für die doppelte Miete, für den Wohnungsmakler und in gewissem Umfang auch für neu angeschaffte Haushaltsgegenstände an. In Frage kommen etwa Ausgaben für einen Küchenherd oder neue Öfen, falls bislang keine vorhanden oder diese kaputt sind. Die Umzugskosten können in diesem Fall deutlich über den Pauschalen liegen. Zusätzlich können Ausgaben für den Nachhilfeunterricht der Kinder anfallen. Hier sind seit Januar 2013 für jedes Kind bis zu 1.732 Euro absetzbar. Dabei gilt die Regel: Bis 866 Euro Nachhilfekosten erkennt das Finanzamt zu 100 Prozent an, die verbleibenden 866 Euro werden zu zwei Dritteln anerkannt. Ab August nächsten Jahres gilt ein Gesamtbetrag von 1.752 Euro.
 

Steuerbonus auch ohne beruflichen Grund


Ist der Umzug nicht beruflich veranlasst, so können die Kosten für die Umzugsspedition als haushaltsnahe Dienstleistungen steuerlich geltend gemacht werden. Der Fiskus erkennt 20 Prozent der Kosten von höchstens 20.000 Euro an. Der maximale Steuerabzug beträgt 4.000 Euro. „Voraussetzung ist, dass der Steuerzahler eine Rechnung von der Spedition erhalten hat und das Geld auf ein Bankkonto überwiesen wurde“, betont Karl Heinz Däke. Barzahlungen erkennt das Finanzamt nicht an. Nicht begünstigt sind die Kosten für die Anmietung eines Umzugsautos, das vom Steuerzahler selbst gefahren wird. „In diesem Fall liegt nämlich keine von einem Unternehmen erbrachte Dienstleistung vor“, begründet Däke.

Tipp: Peter Kauth von Steuerrat24 weist auf eine Feinheit hin, die höhere Erstattung bringt: „Bei Umzügen kommt es auf den Tag, an dem man den Umzug beendet. Werden die Möbel beispielsweise am 31.12.2012 eingeladen und am 1.1.2013 ausgeladen, hat der Umziehende bereits Anspruch auf die höheren Pauschalen.“

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Leserkommentare
08.10.2014 - von Klaus Umlauf
Weiß jemand zufällig wie die Situation in Österreich ist? Mir steht nämlich, auch aus beruflichen Gründen, ein Umzug nach Wien bevor.
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Foto: goodluz / Shutterstock.com ID:7602
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