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06.11.2016 16:21

Steuerberater Der Steuerprofi wird günstiger

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Seit Juli darf man mit dem Steuerberater über sein Honorar verhandeln. Clevere Steuerzahler bereiten sich auf das Gespräch mit dem Profi vor und drücken mit guten Argumenten die Kosten.
Steuerberater Der Steuerprofi wird günstiger
Mit etwas Geschick wird der Steuerberater bald günstiger.
Bis zu 900 Euro erhalten Arbeitnehmer jährlich im Schnitt als Steuerrückzahlung vom Fiskus erstattet. Viel Geld für das bisschen Papierkram. Und dennoch graut es vielen vor der eigenen Steuererklärung. Die meisten fühlen sich bei der jährlichen Steuerabrechnung mit dem Finanzamt von den vielen komplizierten Fragen und Formularen überfordert und wälzen den ungeliebten Papierkrieg lieber gleich auf einen Steuerberater ab.

Für Papiermuffel gibt es jetzt eine gute Nachricht: Seit Juli darf man mit dem Steuerberater über sein Honorar verhandeln. Bislang galt eine gesetzlich definierte Honorarhöhe. Eine Änderung der Steuerberatergebührenverordnung vom 23. Juli 2016 eröffnet jetzt die Möglichkeit, ein individuelles Honorar auszuhandeln. Der neue Verhandlungsspielraum gilt für alle Dienstleistungen des Steuerprofis, die nicht vor Gericht erbracht werden. Gut zu wissen: Der Steuerberater ist per Gesetz verpflichtet, seinen Mandanten auf die neue Rechtlage hinzuweisen.

Gut vorbereitet feilschen

Ein optimales Verhandlungsergebnis erzielen Steuerzahler, die gut vorbereitet in das Gespräch mit dem Steuerfachmann gehen und einige stichhaltige Argumente für ein niedrigeres Honorar anführen. Erzielt man zum Beispiel nur Einkünfte als Arbeitnehmer und hat keinerlei andere Nebeneinkünfte, kann man sich selbst als vergleichsweise einfachen Steuerfall einstufen. Das drückt den Arbeitsaufwand für die Kanzlei und damit die Honorarhöhe. Auch wenn man dem Berater alle Belege und Quittungen vorsortiert und strukturiert liefern kann, reduziert das seinen Zeitaufwand – gute Karten für ein niedrigeres Honorar. Zeigt sich der Steuerberater wenig verhandlungsbereit, können Arbeitnehmer und Ruheständler eine weitere Trumpfkarte ausspielen. Drohen sie mit einem Wechsel zu einem anderen Steuerberater oder zu einem Lohnsteuerhilfeverein (siehe unten). An einem Wechsel zur Konkurrenz dürfte der Steuerfachmann kein Interesse haben.
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Fachmann haftet für Fehler

Der Steuerfachmann erspart einem nicht nur den Papierkram, er liefert auch einen weiteren großen Vorteil. Unterläuft dem Experten ein Schnitzer, muss er seinem Mandanten den entstandenen Steuerschaden ersetzen. Nach der Rechtsprechung der Zivilgerichte müssen Steuerberater ihre Mandanten umfassend beraten, ungefragt auf alle steuerlichen Chancen und Risiken hinweisen und den sichersten Weg zur angestrebten Steuerersparnis weisen. Besonders bei der aktuellen Entwicklung der Steuergesetzgebung und Rechtsprechung muss der Berater am Ball bleiben. Hat er hier wichtige Änderungen verschlafen, wird bei Falschberatung Schadenersatz fällig (BGH, Az. IX ZR 472/00). Das gilt auch, wenn Fristen versäumt werden (OLG Düsseldorf, Az. 23 U 207/02) oder der Mandant bei unklarer Rechtslage nicht darauf hingewiesen wird, vom Finanzamt vor einer schwer wiegenden geschäftlichen Entscheidung eine verbindliche Auskunft einzuholen (BGH, Az. IX ZR 188/05). Das bestehende Haftungsrisiko ist einer der Gründe dafür, dass Steuerzahler nicht mit unrealistisch niedrigen Honorarvorstellungen in die Preisverhandlungen mit dem Steuerberater gehen sollten. Das Gesetz verlangt deshalb auch, dass die Honorarhöhe in einem angemessenen Verhältnis zur Leistung, zur Verantwortung und zum Haftungsrisiko des Steuerberater stehen sollte. Hier ist also Fingerspitzengefühl und gegenseitiges Verständnis bei der Preisverhandlung gefragt. Ein guter und motivierter Steuerberater kann Ihnen über die Jahre schließlich viel Geld, Zeit und Nerven sparen. Das sollte aber auch angemessen honoriert werden.

Lohnsteuerhilfevereine: Die preiswerte Alternative

Manche Steuerzahler können sich das Honorar für den Steuerberater sparen – sie fahren mit der Mitgliedschaft in einem Lohnsteuerhilfeverein deutlich günstiger. Das kostet als Jahresbeitrag etwa 150 Euro. Lohnsteuerhilfevereine haben sich in ihrer Beratung auf typische Arbeitnehmer und Rentner-Haushalte spezialisiert. Per Gesetz dürfen die Vereine nur Steuerzahler beraten, die als Arbeitnehmer, Beamte, Pensionäre, Rentner, Auszubildende oder Arbeitslose Lohn, Rente oder Lohnersatzleistungen bezogen haben. Daneben dürfen Vereinsmitglieder zudem maximal 13 000 Euro (Ehepaare 26 000 Euro) an Kapitalerträgen, Veräußerungsgewinnen und Mieteinnahmen erzielt haben. Die Beratung von Selbstständigen ist den Vereinen untersagt. Unter www.nvl.de oder www.bdl-online.de finden sie die nächst gelegene Beratungsstelle eines Lohnsteuerhilfevereins.

Tipp: Lassen Sie sich von einem Steuerberater oder einem Lohnsteuerhilfeverein helfen, wenn sie die Steuererklärung nicht selbst erledigen wollen oder können. Das ist allemal besser, als dem Staat Geld zu schenken. Erfahren Sie außerdem, wie Sie zum Jahresende noch kräftig Steuern sparen.

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