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03.09.2013 12:52

Bundestagswahl 2013 Verbraucherinformation und Tierschutz

von
Mehr Tier- und Pflanzenschutz, mehr Verbraucherrechte und nachhaltigere Landwirtschaft; das wollen fast alle Parteien - aber auf unterschiedliche Weise.
Bundestagswahl 2013 Verbraucherinformation und Tierschutz Verbraucherportal Biallo.de
Mehr Tierschutz nach der Bundestagswahl

CDU/CSU


Unterstützung der Landwirte:
Die Landwirte sollen weiter ungeschmälert EU-Direktzahlungen für ihre Leistungen für die Gesellschaft erhalten, die nicht über den Markt abgegolten werden (z.B.: Landschaftspflege, Umwelt- und Tierschutz und Verbraucherstandards). Zur Stärkung der bäuerlichen Landwirtschaft und der Familienbetriebe will die Union die ersten Hektare jedes Landwirtschaftsbetriebs künftig mit einem höheren Betrag an Direktzahlungen fördern. Sie sollen stärker an Umweltleistungen gebunden sein.

Schutzrechte: Biopatente auf Nutztiere und Nutzpflanzen lehnt die Union ab. CDU und CSU sind für eine Reduzierung und feste Begrenzung der Tiertransportzeiten in der EU.

Verbraucherinformation:
Verbraucher sollen durch Kennzeichnung der Lebensmittel erkennen, ob Lebensmittel mit gentechnischen Verfahren erzeugt worden sind, aus welcher Region ein Produkt kommt und unter welchen Bedingungen Tiere gehalten werden.

SPD


Unterstützung der Landwirte: Regionalvermarktungsverbünde sollen gestärkt werden. Mittelfristig sollen pauschale Agrarsubventionen der EU bis auf einen kleinen Sockelbetrag abgeschmolzen und in die „Stärkung und Wiederbelebung des ländlichen Raums“ umgeschichtet werden, die eher auf Landschaftsschutz ausgerichtet ist.

Schutzrechte: Mit einem Verbandsklagerecht sollen Tierschutzorganisationen die rechtliche Handhabe bekommen, wirkungsvoller gegen Tierschutz-Verstöße vorzugehen. Landwirtschaftliche Nutztierhaltung soll sich stärker an den Bedürfnissen der Tiere ausrichten. Das Bundesjagdgesetz soll überarbeitet werden und sich stärker an waldökologischen Anforderungen und am Tierschutz ausrichten.

Verbraucherinformation: Der Antibiotika-Einsatz in der Tierhaltung soll drastisch vermindert werden. Die SPD fordert eine Kennzeichnung von Lebensmitteln aus artgerechter Haltung, die „transparent, einfach und verbraucherfreundlich“ sein soll. Die Einrichtung einer staatlichen „Verbraucher-Ombudsperson” nach dem Vorbild Dänemarks soll geprüft werden, die die Durchsetzung von Gesetzen und Verordnungen beaufsichtigen soll.
 

FDP

Unterstützung der Landwirte: Die FDP will die Rahmenbedingungen für die konventionelle und ökologische Landwirtschaft durch marktwirtschaftliche Reformen und konsequenten Bürokratieabbau verbessern.

Schutzrechte: Die Liberalen wollen sich beim Tierschutz an fünf Freiheiten orientieren: „Freisein von Hunger und Durst; Freisein von Unbehagen; Freisein von Schmerz, Verletzung, Krankheit; Freisein zum Ausleben artgerechter Verhaltensweisen; Freisein von Angst und Leiden“.

Verbraucherinformation: Die Nutzung von der EU zugelassener Pflanzen-Sorten soll auch in Deutschland möglich sein. Die FDP fordert eine konsequente Prozesskennzeichnung für alle Lebensmittel und Konsumgüter, bei deren Produktion an irgendeiner Herstellungsstufe gentechnisch veränderte Organismen beteiligt sind.
 

Linke

Unterstützung der Landwirte: Umweltgerechte Landwirtschaft, Ökolandbau, Gartenbau, Forstwirtschaft, Fischerei und Aquakultur soll „nach sozial-ökologischen Kriterien“ und „durch Unterstützung regionaler Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen“ gefördert werden.

Schutzrechte: Zur Durchsetzung des Tierschutzrechtes sollen Behörden finanziell und personell besser ausgestattet werden. Bürger sowie Umwelt-, Tierschutz- und Naturschutzverbände sollen umfassende Informations-, Beteiligungs- und Klagerechte erhalten.

Verbraucherinformation: Die Verbraucherzentralen sollen finanziell abgesichert und durch die Einführung eines Verbandsklagerechtes rechtlich gestärkt werden. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen die Möglichkeit haben, sich direkt beim Unternehmen über seine Produkte, ihre sozialen und ökologischen Herstellungsbedingungen zu informieren. Staatliche Qualitätskontrollen bei der Erzeugung, Verarbeitung und im Handel sollen ausgebaut werden.
 

Grüne

Unterstützung der Landwirte: Agrarzahlungen sollen „an ökologische und soziale Leistungen“ geknüpft werden. Der Flächenanteil des Ökolandbaus soll deutlich ausgebaut werden. Die Grünen wollen „wegkommen von Agrarfabriken und Massentierhaltung hin zu einer naturverträglichen bäuerlichen Landwirtschaft.“

Schutzrechte: Es soll mehr Schutzgebiete für die Artenvielfalt und ein neues Tierschutzgesetz geben. Die Grünen fordern eine Landwirtschaft ohne Gentechnik und ohne industrielle Tierproduktion. Die Ethikkommission zur Bewertung von Tier-versuchen soll „mindestens zur Hälfte mit Vertretern des Tierschutzes“ besetzt werden. Grünlandumbruch, die Förderung von Stallneubauten ohne zusätzliche Tierschutzanforderungen und die Ausbreitung von Mais-Monokulturen sollen nicht länger subventioniert werden. Lückenlose Transparenz der Tierarzneimittelströme, ein Ende des Missbrauchs von Antibiotika und weit restriktivere Tierversuchsvorschriften fordern die Grünen. Patente auf Pflanzen, Tiere und Menschen lehnen die Grünen ab.

Verbraucherinformation: Es soll mehr Verbraucheraufklärung zu den gesundheitlichen, sozialen und ökologischen Folgen des Fleischkonsums geben. „Öffentliche Kantinen sollen Vorreiterfunktionen übernehmen.“ Verbrauchern wollen die Grünen es durch eine verbindliche Tierhaltungskennzeichnung erleichtern, sich für Produkte aus artgerechter Haltung zu entscheiden. Gemeinsam mit den Verbraucherverbänden soll ein Verbraucherportal „Unternehmenscheck“ auf den Weg gebracht werden.

THEMENSCHWERPUNKT

Wahlkampf 2013 - was die Parteien Verbrauchern versprechen

Bürger vor der Wahl: Steuern und Finanzen
Wahlprogramme im Vergleich: Energie
Deutschland vor der Wahl: Arbeitsmarkt und Sozialpolitik
Leserkommentare
12.09.2013 - von Schnäppchenjäger
An Antonietta
Nur um die korrekte Zahl zu nennen: Es stirbt nicht alle 3 Sek. ein Kind an Unterernährung (das wären dann 10'5 Mio im Jahr) sondern es sind ca. 3.0 Mio im Jahr lt. Worldvision. Natürlich ist auch das nicht akzeptabel!! Aber mit irgendwelchen erfundenen Zahlen zu argumentieren ist nicht die feine Art. Unter diesem Gesichtspunkt zweifel ich ihre anderen Zahlen auch an.
12.09.2013 - von Problemlöser
an Welthunger
Das Problem ist nicht, dass nicht genug Essen vorhanden ist - es it nur nicht da wo es benötigt wird. Darum ist es auch Schnuppe ob die Amerikaner ihren Fleischkonsum runterfahren oder nicht.
11.09.2013 - von Antonietta
Welthunger
Um 1 kg Fleisch zu erzeugen, benötigt man 7–16 kg Getreide oder Sojabohnen. Dies kann ohne Übertreibung als die effektivste Form von Nahrungsmittelvernichtung bezeichnet werden. In den USA fressen die rund 8 Milliarden Schlachttiere 80% der Getreideernte. Bei den Sojabohnen dienen weltweit sogar 90% als Futtermittel. Rund ein Drittel des weltweit produzierten Getreides wird an Tiere verfüttert, um deren Fleisch zu essen. Würden z.B. die Amerikaner nur 10% weniger Fleisch essen, so könnte man mit dem dadurch eingesparten Getreide rund eine Milliarde Menschen vor dem Hungertod bewahren. Alle 3 Sekunden stirbt ein Kind an Unterernährung!!
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