Altersvorsorge 2016 Gleicher Beitrag, mehr Rente rausholen

Altersvorsorge 2016 Gleicher Beitrag, mehr Rente rausholen

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
31.08.2016
Auf einen Blick

An privater Altersvorsorge führt für die Meisten kaum ein Weg vorbei. Bei einem gründlichen Vergleich kassieren Sie später erheblich mehr Rente.

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Wenn Sie im Alter Ihren Lebensstandard halten möchten, müssen Sie frühzeitig vorsorgen. Je nach Lebensplanung, Alter und Risikoneigung empfiehlt sich jedoch eine andere Form der Altersvorsorge.

In allen Fällen gilt : Wenn Sie die Angebote gut vergleichen, kassieren Sie später in der Regel erheblich mehr Rente. Ein guter Anhaltspunkt für einen leistungsfähigen Rentenversicherer ist die garantierte Mindestrente. Je höher hier die Rente im ersten Jahr liegt, desto kostengünstiger arbeitet das Unternehmen. Angesichts einer steigenden Lebenserwartung sollten Sie zudem auf Produkte setzen, bei denen Sie später eine lebenslange Rente erhalten.

1. Riester-Rentenversicherung für Eltern

Die Riester-Rente steht oft in der Kritik. Dennoch gibt es für bestimmte Zielgruppen keine bessere Form der Altersvorsorge. Grund: Der Rendite-Kick ist hier die staatliche Förderung. Aktuell gibt es als geförderte Grundzulagejährlich 154 Euro. Für jedes Kind kommen 185 Euro hinzu, für ab 2008 Geborene sogar 300 Euro im Jahr.

Um die kompletten Riester-Zulagen zu erhalten, müssen vier Prozent des Bruttovorjahreseinkommens jährlich in den Vertrag fließen, maximal 2.100 Euro. Diese Summe brauchen Sie jedoch nicht alleine aufbringen, denn die staatlichen Zulagen zählen bei der Berechnung des Eigenanteils mit.

Ein Riester-Rechenbeispiel
: Eine alleinerziehende Mutter mit einem fünfjährigen Kind und einem Bruttoeinkommen von jährlich 17.000 Euro muss von den hier erforderlichen 680 Euro lediglich einen Beitrag von 226 Euro im Jahr - also 18,83 Euro monatlich - von ihrem eigenen Geld in einen Riester-Vertrag einzahlen, den Rest von 454 Euro – mehr als das Doppelte - schenkt ihr der Staat im Jahr dazu. So viel Rendite gibt es bei keiner Bank.

2. Private Rentenversicherung - möglichst jährlich zahlen

Private Rentenversicherungen laufen meist über viele Jahre, oft sogar Jahrzehnte. Als Vorsorgesparer sollten Sie daher bei der Auswahl des Anbieters besonders sorgfältig sein. Neben der Rendite der Anlage sind auch die Sicherheit des Unternehmens und die Kostentransparenz beim Abschluss eines Vertrages wichtig. Für die Beiträge bieten die Versicherer unterschiedliche Zahlungsweisen an. Viele Sparer wählen die monatliche Variante. Das ist allerdings oft ein teurer Fehler, denn dann fallen zum Teil Zuschläge an.

Das sieht in der Regel dann so aus: Wird anstatt der jährlichen eine halbjährliche Zahlung vereinbart, beträgt der Zuschlag üblicherweise zwei Prozent, bei vierteljährlicher Zahlung drei Prozent und bei der monatlichen Variante sogar fünf Prozent. Lassen Sie sich das mal vorrechnen!

3. Sofortrente - Altersvorsorge auf einen Schlag

Für Altersvorsorge ist es nie zu spät - auch nicht, wenn Ihr Ruhestand bereits kurz bevor steht. Bei einer Sofortrente zahlen Sie eine größere Summe auf einmal ein und erhalten ohne Wartezeit eine lebenslange monatliche Rente. Vorteil: Die Rente fließt auch dann noch, wenn das eingezahlte Kapital längst aufgebraucht ist.

Ein wichtiger Aspekt: Bei modernen Anbietern wie Canada Life, Hannoversche, Debeka oder Ergo dürfen Sie später auch wieder Geld aus dem Sofortrente-Depot entnehmen. So können Sie jederzeit auf unvorhergesehene Ereignisse oder individuelle Wünsche reagieren. Aber auch bei der Sofortrente gilt: Angebote genau vergleichen. Ein Blick in den Biallo-Vergleich zur Sofortrente zeigt: Hier gibt es Rentenunterschiede von jährlich mehreren Hundert Euro. Über all die Rentenjahre gerechnet, ist das dann sehr viel Geld.

Biallo-Lesetipp

Die meisten Deutschen sehen das Eigenheim als Grundlage für ein unbeschwertes Leben im Alter an. Doch stimmt das angesichts horrender Immobilienpreise? Mehr dazu finden Sie in unserem Artikel: "Eigenheim zur Altersvorsorge Nicht um jeden Preis".

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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