Riester-Rente Riester für Hausfrauen und Minijobberinnen

Riester-Rente Riester für Hausfrauen und Minijobberinnen

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
03.01.2016
Auf einen Blick

Immer mehr Frauen sind im Ruhestand von Altersarmut bedroht. Dabei können sie auch ohne eigenes Einkommen von einem Riester-Vertrag kräftig profitieren.

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Bedingt durch Babypausen, Teilzeitarbeit und Hausfrauendasein sowie häufig geringere Gehälter als männliche Arbeitnehmer werden viele Frauen im Alter keine ausreichende gesetzliche Rente erhalten. Und das, obwohl ihre Lebenswartung die der Männer um durchschnittlich sechs Jahre übersteigt. Zwar betrifft die zu erwartende Rentenlücke Männer wie Frauen, doch fällt diese bei letzteren deutlich höher aus.

Einen sinnvollen Weg zur Vorsorge bietet Ihnen hier die Riester-Rente, die ideal auf Sparer mit unterschiedlichen finanziellen Ansparmöglichkeiten zugeschnitten ist.

Hausfrauen und Riester

Als Hausfrau profitieren Sie besonders, denn Sie können - wenn Ihr Ehepartner einen Riester-Vertrag besitzt - ebenfalls einen Riester-Vertrag abschließen, obwohl Sie selbst kein eigenes Einkommen haben. Dazu brauchen Sie lediglich einen Beitrag von 60 Euro jährlich in Ihren Riester-Vertrag einzahlen, bekommen aber die volle Riester-Förderung. Der Staat gewährt Ihnen eine jährliche Grundzulage von 154 Euro sowie je 185 Euro für Kinder die vor 2008 geboren wurden und je 300 Euro für jedes ab dem Jahr 2008 geborene Kind.

Minijob und Riester

Auch als 450-Euro-Jobberin dürfen Sie einen Riester-Vertrag abschließen. Dazu müssen sie lediglich auf Ihre Versicherungsfreiheit in der gesetzlichen Rentenversicherung verzichten. Sie stocken einfach den Beitrag des Arbeitgebers an die Rentenversicherung freiwillig auf. Bei einem gewerblichen Verdienst von 450 Euro sind dafür 16,65 Euro selbst zu zahlen. Vorteil: Als Minijobberin müssen Sie in diesem Fall lediglich 60 Euro im Jahr in einen Riester-Vertrag investieren. Eine Frau mit einem 2-jährigen Kind bekäme so vom Staat 454 Euro jährlich für ihre Riester-Altersvorsorge geschenkt und hätte zusätzlich Anspruch auf das volle Leistungsspektrum der gesetzlichen Rentenversicherung.

Arbeitslosigkeit und Riester

Selbst im Falle einer Arbeitslosigkeit brauchen Sie sich nicht um Ihren Riester-Vertrag zu sorgen. Dieser ist per Gesetz Hartz IV-sicher und Ihr angespartes Kapital wird somit nicht angegriffen. Das unterscheidet die Riester-Rente von einer normalen privaten Rentenversicherung.

Biallo-Tipp zur Arbeitslosigkeit:
Als Bezieher von Arbeitslosengeld I und auch bei Bezug von ALG II wären Sie weiterhin in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert. Das bedeutet konkret: Sie hätten auch weiterhin Anspruch auf die Riester-Zulagen.

Riester-Fazit: Da in den meisten Fällen viele Hausfrauen kein oder nur ein geringes Einkommen haben und so das Verhältnis von eigenem Beitrag zu der staatlichen Riester-Förderung sehr günstig ist, lohnt sich die Riester-Rente hier besonders.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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