Riester-Rente Nicht mit Betriebsrente verbinden

Riester-Rente Nicht mit Betriebsrente verbinden

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
26.08.2016
Auf einen Blick

Ein Riester-Vertrag ist für bestimmte Sparer ebenso sinnvoll wie die Nutzung einer betrieblichen Altersvorsorge – die beiden Verträge zu koppeln aber nicht.

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Privat optimal vorsorgen ist nicht einfach, bestimmte Fehler sollten Sie aber auf jeden Fall vermeiden. Über die drei Durchführungsvarianten Direktversicherung, Pensionskasse und Pensionsfonds können Sie die staatlichen Riester-Förderungen auch im Rahmen einer betrieblichen Altersvorsorge (bAV) erhalten.

Hans-Dieter Stubben, Berater beim Bundes-Versorgungs-Werk, rät jedoch Arbeitnehmern, die beiden Sparmodelle nicht miteinander zu kombinieren, sondern besser getrennt voneinander durchzuführen. Denn hierbei lauern einige Nachteile.

Nachteile der Riester-Sparer bei Vertragskombination

Nachteil in der Ansparphase: Bei der normalen bAV wird der Sparbetrag durch die Entgeltumwandlung direkt vom Bruttoeinkommen abgezogen. Vorteil für Sie als Sparer ist hier, dass das Geld frei von Einkommensteuer und allen Sozialversicherungsabgaben komplett auf das betriebliche Vorsorgekonto fließt.

Dagegen werden die Beiträge für die Riester-Rente im Rahmen der bAV aus dem Nettoeinkommen des Förderungsberechtigten eingezahlt. Im Klartext: Auf diesen Sparbetrag wurden dann im Gegensatz zur normalen bAV bereits Steuern und Sozialversicherungsbeiträge geleistet. Zwar kann sich ein Riester-Sparer die Steuer später wieder als Sonderausgaben bei seiner Steuererklärung zurück holen, die Sozialversicherungsbeiträge jedoch nicht mehr!

Nachteil in der Auszahlungsphase: Bei der späteren Rente kassiert das Finanzamt, da es sich bei der Auszahlung der Riester-Rente dann ja um eine Betriebsrente handelt, Steuern und bei allen Mitgliedern einer gesetzlichen Krankenkasse erneut Krankenversicherungsbeiträge. Dagegen würden bei der rein privaten Riester-Rente nach herrschender Rechtslage nur Steuern anfallen.

Teure Kopplung: Bei der Riester-Rente im Rahmen einer bAV sind somit de facto zwei Mal Sozialversicherungsbeiträge zu leisten. Wobei Sie als späterer Rentner sogar die vollen Sozialabgaben alleine tragen müssen, da Sie ja dann keinen Arbeitgeber mehr haben, der den Arbeitgeberanteil übernimmt.

Mangelnde Flexibilität für Riester-Sparer

Durch die Kopplung der beiden Vorsorgevarianten bAV/Riester fallen zudem noch zwei flexible Riester-Varianten weg. Im Rahmen der bAV sind dann – wie sonst bei einem reinen Riester-Vertrag üblich - weder die indirekte staatliche Förderung des Ehepartners möglich (Riester-Förder-Rechner), noch können Sie sich für ein bestimmtes Riester-Produkt entscheiden.

Biallo-Tipp: Über den Arbeitgeber eine normale bAV abschließen und sich privat einen renditestarken Riester-Vertrag mit den damit verbundenen Vorteilen suchen.

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Fritz Himmel
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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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