Risikolebensversicherung Nicht nur den Hauptverdiener absichern

von Klaus Winter
01.06.2013
Auf einen Blick

Die Risikolebensversicherung ist ein wichtiger Schutz für Familien. Versicherungssumme, Preis, Vertragsbedingungen – hierauf gilt es beim Abschluss zu achten.

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Eltern sollten nicht nur den Hauptverdiener absichern, dessen Einkommen die Familie ernährt und im Todesfall wegfällt. Auch derjenige, der sich um die Kinder kümmert, sollte gut versichert sein. Denn in seinem Todesfall muss die Betreuung der Kinder organisiert und natürlich auch finanziert werden, damit der Hauptverdiener weiter arbeiten kann.
 

Risikolebensversicherung: Der Beitrag entscheidet

Entscheidend für die Wahl der richtigen Risikolebensversicherung sei die Höhe des Beitrages, sagt Bianca Boss vom Bund der Versicherten: "Das Kleingedruckte ist weniger wichtig bei den Risikolebensversicherungen“, so die Expertin. „Die Auswahl kann deshalb in aller Regel nach der Beitragshöhe erfolgen." Auf den ersten Blick günstiger sind Versicherungen, die die Partner gemeinsam abschließen – sogenannte verbundene Leben. Die Versicherungssumme wird dann nur einmal ausgezahlt – für den zuerst Verstorbenen. Das ist keine gute Variante für Familien, findet Versicherungsberater Jörg Deppner: „Zwei getrennte Verträge sind kaum teurer, aber jeder ist versichert, hat einen eigenen Vertrag mit Rechten und Pflichten - das kann zum Beispiel bei einer Scheidung sehr sinnvoll sein.“

Versicherungssumme richtig wählen

Wie hoch die Versicherungssumme sein sollte, hängt von den persönlichen Umständen ab. „Da gibt es keine Faustregel, das hängt mit dem Einkommen, den Ansprüchen und der familiären Situation zusammen“, sagt Expertin Bianca Boss. Zu knapp sollte sie aber nicht bemessen sein – fünf Nettojahresgehälter sollte der Schutz mindestens umfassen.

Flexibel bleiben

Die Versicherungssumme sollte an sich verändernde Lebensumstände anpassbar sein. Beispielsweise sollten die Versicherten sie aufstocken können, wenn ein weiteres Kind geboren wird. Möglich macht das eine Nachversicherungsgarantie. "Mit ihr stellen Versicherte sicher, dass sie zu einem späteren Zeitpunkt die Versicherungssumme ohne Gesundheitsprüfung anpassen können, beispielsweise nach einer Heirat, der Geburt von Kindern oder einem Immobilienkauf", erklärt Bianca Boss. Alternative Möglichkeit: eine Dynamik. Die Versicherungssumme erhöht sich damit automatisch Jahr für Jahr, wenn der Kunde nicht ausdrücklich widerspricht.


Richtige Laufzeit wählen

Je länger Risikolebensversicherungen laufen, umso teurer werden sie. Der Vertrag sollte aber nicht enden, bevor die Kinder finanziell auf eigenen Beinen stehen und die Immobilie zum Großteil abbezahlt ist. „Im Idealfall ist die Laufzeit auf das Lebensmodell, das Alter und die Familienplanung zugeschnitten“, so Experte Deppner.


Risikolebensversicherung und Gesundheitsprüfung

In der Regel begnügen Lebensversicherer sich damit, dass Antragsteller die Gesundheitsfragen im Antrag beantworten. Bei hohen Versicherungssummen von mehr als 200.000 Euro oder bei bereits festgestellten Vorerkrankungen aber gehen die Versicherer auf "Nummer sicher" und bestehen in der Regel auf einer ärztlichen Untersuchung – am besten beim Hausarzt, der auch die Krankenakten einsehen und ein umfassendes Gesundheitsbild abgeben kann. Vor allem aber sollten Eltern sich beeilen, meint Bianca Boss: „je früher die Police abgeschlossen wird, umso einfacher ist es, den Schutz zu bekommen.“

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Klaus Winter
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