Familie und Partner absichern

Risikolebensversicherung Familie und Partner absichern

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
01.09.2016
Auf einen Blick

Eine Risikolebensversicherung ist die beste Vorsorge, um im Falle des eigenen Todes Angehörige abzusichern. Sie leistet eine vereinbarte Summe, wenn der frühzeitige Todesfall des Versicherten während der Vertragslaufzeit eintritt.

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Bei einer Familie sichert eine Risikolebensversicherung beispielsweise den Lebensunterhalt der Hinterbliebenen deutlich oberhalb der Sätze für Witwen- oder Waisenrenten ab, ebenso die Ausbildung der Kinder oder die Kredittilgung für das Eigenheim. Bei Unverheirateten würde der überlebende Partner grundsätzlich keine Hinterbliebenenrente von der gesetzlichen Rentenversicherung bekommen.

Versicherungssumme

Als Faustregel für die Höhe der Versicherungssumme gilt: Wer als Familie noch kleine Kinder hat, setzt das Fünffache seines Brutto-Jahreseinkommens als Versicherungssumme ein; wer nur für den Partner vorsorgt, das Dreifache. „Vorhandene Verbindlichkeiten sollten jedoch mindestens abgedeckt werden“, empfiehlt Bianca Boss vom Bund der Versicherten. Hier ist vor allem an eventuelle Laufzeiten von Immobilien-Darlehen zu denken.

Der Beitrag richtet sich vorwiegend nach der Höhe der Versicherungssumme. Weiteren Einfluss haben: Alter, Vertragslaufzeit, Gesundheitszustand, risikoreiche Hobbys, die Unterscheidung zwischen Raucher und Nichtraucher, Beruf, Provisionshöhe und Gebühren. Je jünger und gesünder man einsteigt, desto günstiger sind die Beiträge. Wer bereits krank ist, raucht oder gefährliche Hobbys ausübt, muss mit Risikozuschlägen rechnen.

Vertragsvarianten

Je nach individuellem Bedarf bieten die Versicherer unterschiedliche Vertragsmodelle an. Bei der Variante mit gleichbleibender Versicherungssumme bleibt der Versicherungsschutz über die gesamte Vertragslaufzeit konstant. Dieses Modell ist sinnvoll, wenn man dauerhaft seine Familie absichern möchte. Soll dagegen vorrangig ein Darlehen mit laufender Tilgung abgesichert werden, bietet sich die Variante mit fallender Versicherungssumme an. Bei diesem Modell sinkt die Versicherungssumme Jahr für Jahr. Der Betrag wird jeweils an die Höhe der Darlehensrestschuld angepasst. Diese Variante ist besonders geeignet beim Immobilienerwerbskredit oder einem Darlehensvertrag mit festem Tilgungsplan.

Angebots-Vergleich

Eine Risikolebensversicherung ist preiswert zu haben. Ein Vergleich ist aber ein Muss. Ein Check des Analysehauses Franke und Bornberg ergab Ende August: Bei identischen Bedingungen finden sich Preis-Unterschiede von zum Teil mehreren Hundert Prozent. Beispiel: Ein 30-jähriger kaufmännischer Angestellter, Nichtraucher, möchte seine Frau und sein kleines Kind absichern. Bei einer Vertragslaufzeit von 30 Jahren soll seine Familie im Falle seines vorzeitigen Todes eine Versicherungssumme (Todesfallleistung) von 200.000 Euro erhalten. Bei Anbietern mit Top-Unternehmensrating wie der Hannoverschen, Europa oder Canada Life zahlt er dafür nur etwa 13 bis 15 Euro monatlich an Prämie. Bei teuren Anbietern wären über 50 Euro im Monat fällig.

Es lohnt sich ein genauer Blick auf die Beitragshöhen im Vertrag. „Die Kosten für eine Risikolebensversicherung werden meist mit einem Zahl- und einem Bruttobeitrag angegeben“, sagt Bianca Boss. Wirtschaftet der Versicherer schlechter als erwartetet, so kann der Zahlbeitrag während des laufenden Vertrags in Richtung Bruttobeitrag steigen – bei vielen Anbietern somit schnell bis auf das Doppelte. Bei Canada Life oder Zurich Life sind dagegen der Zahl- und der Bruttobeitrag immer identisch. Das Risiko einer Erhöhung während der langen Vertragslaufzeit entfällt hier somit.

Sie möchten mehr wissen? In unserem kostenlosen sechsseitigen Dossier informieren wir Sie ausführlich, was es in Sachen Risikolebensversicherung zu wissen gilt.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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