Rürup-Rente Fiskus als Altersvorsorge-Sponsor

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
02.11.2015
Auf einen Blick

Mit den Beiträgen zur Altersvorsorge gleichzeitig Steuern sparen, das ist das Konzept der Rürup-Rente. Welche Regeln Sie dabei beachten müssen.

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Wenn Sie 2015 noch in einen Rürup-Vertrag einsteigen, können Sie dieses Jahr 80 Prozent Ihrer Beiträge als Sonderausgaben steuerlich absetzen. Dabei liegt die Höchstgrenze für Singles bei 22.172 Euro und für Verheiratete bei 44.344 Euro jährlich. Das wären für Alleinstehende maximal 17.738 Euro. Sie sparen somit 5.321 Euro Einkommensteuer, wenn Ihr persönlicher Steuersatz inklusive Solidaritätszuschlags 30 Prozent beträgt. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent läge Ihr Steuerrabatt in diesem Jahr sogar bei 7.450 Euro. Um diese hohen Steuervorteile optimal und dauerhaft nutzen zu können, benötigen Selbstständige und Freiberufler jedoch auch konstant gute Einnahmen. "Werden Verluste eingefahren und fällt keine Einkommensteuer an, gehen die Rürup-Begünstigungen ins Leere", sagt Wolfgang Wawro vom Deutschen Steuerberaterverband.

Was Arbeitnehmer bei Rürup wissen müssen

Auch als Arbeitnehmer können Sie steuerlich profitieren, müssen aber hier berücksichtigen, dass der Arbeitnehmer- und Arbeitgeberanteil zur Gesetzlichen Rentenversicherung bei den Sonderausgaben mit angerechnet wird. "Arbeitnehmer sollten daher ermitteln, welcher Betrag sich dann noch steuermindernd auswirkt", rät Uwe Rauhöft vom Neuen Verband der Lohnsteuerhilfevereine.
Biallo-Tipp: Bei Selbstständigen und Freiberuflern werden ggfs. an ein berufsständisches Versorgungswerk gezahlte Beiträge ebenfalls abgezogen.

Steuervorteile bei Rürup nehmen zu

Die Steuervorteile wachsen in den nächsten zehn Jahren weiter an: So steigt bis 2025 der anrechenbare Prozentsatz jährlich um weitere zwei Prozent. Ab dem Jahr 2025 dürfen Sie dann dauerhaft 100 Prozent absetzen. Allerdings ist im Gegenzug die Rente ab 2040 zu hundert Prozent zu versteuern. In der Regel liegt der persönliche Steuersatz im Rentenalter jedoch niedriger als während des Berufslebens.

Rürup-Rente gegen Langlebigkeitsrisiko

Wissen Sie, wie alt Sie einmal werden? Wohl eher nicht. Eine Rürup-Rentenversicherung sichert hier auch das Langlebigkeitsrisiko ab, denn sie fließt immer lebenslang. Somit steigt die Rendite des Vertrags, je länger man lebt. Da hier für Männer und Frauen die gleichen Konditionen gelten, rentiert sich die Rürup-Rente aufgrund ihrer statistisch höheren Lebenserwartung also auch besonders für Frauen.

Rentenunterschiede bei Rürup beachten

Eine Rürup-Rentenversicherung kommt für Sie als Altersvorsorgemodell in Frage? Dann müssen Sie vor einem Vertragsabschluss die Marktangebote vergleichen, denn es gibt deutliche Unterschiede in der Rentenhöhe. Bei falscher Wahl könnten Sie mehrere hundert Euro weniger Rente im Jahr herausbekommen.

Ein Vergleichs-Beispiel einer Rürup-Rentenversicherung mit Fonds: 45-Jährige Rürup-Sparer, die bis zum Alter von 67 Jahren 500 Euro monatlich einzahlen, würden bei Top-Anbietern wie Canada Life (Tarif Generation basic plus) in der volldynamischen Auszahlungsvariante und der Gothaer (Tarif FR13-5) in der teildynamischen Variante jeweils 6.500 bzw. 7.100 Euro mehr mögliche jährliche Rente herausbekommen als bei den teuersten Anbietern. Vergleichsgrundlagen waren hier: Sechs-Prozent Wertentwicklung, eine volldynamische bzw. teildynamische Rentenauszahlung sowie für die Hinterbliebenen ein Todesfallschutz mit Guthabenerstattung in der Ansparzeit und zehn Jahre Rentengarantiezeit beim Rentenbezug.

Tipp: Nutzen Sie zu einem vorherigen Vergleich unseren kostenlosen aktuellen Rürup-Rechner. Dieser lässt sich ganz individuell auf Ihre Daten und Bedürfnisse einstellen.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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