Rente Auch für Ältere lohnt sich Rürup

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
15.06.2014
Auf einen Blick

Für Selbstständige und Freiberufler ist die Rürup-Rente das einzige Altersvorsorgemodell mit staatlicher Förderung. Das lohnt sich auch für ältere Jahrgänge.

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Die staatliche Förderung erfolgt bei der Rürup-Rente über Steuervorteile. Im Jahr 2014 sind die Beiträge zu 78 Prozent steuerlich absetzbar. Bis 2025 steigt der absetzbare Prozentsatz jährlich weiter um jeweils zwei Prozentpunkte an. Dabei gilt für alle Steuerpflichtigen ein einheitlicher Höchstbetrag von 20.000 Euro (Ehepaare 40.000 Euro). Wer also 2014 insgesamt 20.000 Euro für einen Rürup-Vertrag aufwendet, kann 15.600 bzw. 31.200 Euro steuerlich geltend machen.

Mit Mitte 50 einsteigen

Auch ältere Selbstständige, die in jungen Jahren ihre Altersvorsorge vernachlässigt haben aber jetzt ein gutes Einkommen erzielen, können beim Rürup-Modell mit Mitte 50 noch profitabel einsteigen. Ein aktuelles Beispiel des unabhängigen Analysehauses Morgen & Morgen per Mitte Mai für eine fondsbasierte Rürup-Rentenversicherung mit einer Beitragsgarantie zur Absicherung des eingezahlten Kapitals: Im Modellfall zahlen 55-Jährige zwölf Jahre lang monatlich 1.000 Euro ein. Weitere Vertragskriterien bei der Analyse waren hier eine volldynamische Rentenauszahlung sowie für die Hinterbliebenen jeweils als Mindesttodesfallschutz das Guthaben in der Ansparzeit sowie zehn Jahre Rentengarantiezeit beim Rentenbezug. Würde der Versicherte ein Jahr nach Rentenbeginn sterben, so bekämen in diesem Fall die Hinterbliebenen noch neun Jahre lang die Rente weiter ausbezahlt. Beim Spitzenreiter der Analyse, Canada Life, würde der Rürup-Sparer bei einer Wertentwicklung von vier Prozent im Tarif „Generation basic plus“ im ersten Rentenjahr 748 Euro erhalten. Bei der AXA würde es 690 Euro (Tarif: AI 1 Chance) und bei HanseMerkur 675 Euro (Tarif: Basis Care Invest) geben. Beim schlechtesten im Anbietertest würden nur mögliche 536 Euro im Monat herauskommen. Ein vorheriger Marktvergleich ist daher unerlässlich.

Gesetzliche Vorgaben beachten

Einige Kriterien des Gesetzgebers sind vor einem Vertragsabschluss jedoch grundsätzlich zu beachten: Der Vertrag ist nicht beleihbar, veräußerbar, übertragbar und kapitalisierbar. Kommt beispielsweise ein Selbstständiger mit seinem Betrieb in finanzielle Schieflage, so bleibt der Vertrag zwar selbst bei einer Insolvenz unangetastet, im Gegenzug lassen sich aber auch keine Gelder wieder entnehmen, um eventuell den Betrieb damit zu retten. Auch gut zu wissen: Ein Guthaben aus einem Vertrag kann nur in Form einer Rente an den Ehepartner oder an kindergeldberechtigte Kinder vererbt werden.

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Berechnungsgrundlage/Modellfall: 
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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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