Rürup-Rente Steuer-Kick für Gutverdienende

Rürup-Rente Steuer-Kick für Gutverdienende

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
15.08.2015
Auf einen Blick

Die Rürup-Rente ist ein echtes Steuersparmodell für Gutverdiener. Wer dazu noch den richtigen Vertrag erwischt, profitiert durch eine höhere Rente doppelt.

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Für Selbstständige und Freiberufler ist die Rürup-Rente Altersvorsorge und Steuersparmodell in einem. Seit 2015 lassen sich bei einer Rürup-Rentenversicherung in der Ansparphase noch mehr Steuern sparen. „Alleinstehende können bis zu 22.172 Euro jährlich geltend machen, gemeinsam veranlagte Ehepaare bis zu 44.344 Euro“, sagt die Münchner Steuerberaterin Erika Wacher. 2015 dürfen Rürup-Sparer davon 80 Prozent ihrer Beiträge, somit bis zu 17.737 Euro (Ehepaare 35.475) steuerlich absetzen. Bis 2025 steigt dieser Prozentsatz jährlich um weitere zwei Prozent an. Ab dem Jahr 2025 sind dauerhaft 100 Prozent absetzbar. Beim Rürup-Sparen gilt: „Wer viel verdient und somit viel Steuern zahlt, profitiert deutlich stärker von den Steuervorteilen als Durchschnitts- oder Geringverdiener“, sagt Steuerprofi Wacher. Im Rentenbezug sind dafür zwar die Auszahlungen zu versteuern, dann aber durch das geringere Einkommen mit einem deutlich geringeren Steuersatz.

Richtige Rürup-Rentenversicherung bringt später mehr

Neben der klassischen Rürup-Rentenversicherung gewinnen in Zeiten anhaltend niedriger Zinsen Fondspolicen aufgrund besserer Renditechancen zunehmend an Attraktivität. „Ein genauer Marktvergleich vor einer Vertragsunterzeichnung ist jedoch grundsätzlich anzuraten“, sagt Michael Franke, Geschäftsführer des Analysehauses Franke und Bornberg. Nach Berechnungen per Mitte Juli 2015 können Sparer später im Ruhestand bei richtiger Wahl eines Rürup-Rentenversicherungsvertrags deutlich mehr Rente rausholen, wie ein Modell-Check bei 6-Prozent Wertentwicklung aufzeigt. Weitere Vertragskriterien waren eine volldynamische bzw. teildynamische Rentenauszahlung sowie für die Hinterbliebenen ein Todesfallschutz mit Guthabenerstattung in der Ansparzeit und zehn Jahre Rentengarantiezeit beim Rentenbezug. Hier würden 45-Jährige, die bis zum Alter von 65 Jahren 300 Euro monatlich einzahlen, beim Spitzenreiter Canada Life (Tarif Generation basic plus) in der volldynamischen Auszahlungsvariante und der Gothaer (Tarif FR13-5) in der teildynamischen Variante jeweils rund 2.800 Euro mehr mögliche jährliche Rente herausbekommen als bei den teuersten Anbietern.

Rürup-Rente und die Frauen

Eine Rürup-Rentenversicherung sichert das Langlebigkeitsrisiko ab. Denn die Rürup-Rente fließt immer lebenslang. Somit steigt die Rendite des Vertrags, je länger man lebt. Da hier für Männer und Frauen aufgrund der Unisex-Tarife die gleichen Konditionen gelten, rentiert sich die Rürup-Rente mit ihrer statistisch höheren Lebenserwartung also auch besonders für Frauen.

Pfändungssicherheit bei Rürup-Rente gibt Schutz

Das sollten Sie noch wissen: In der Einzahlungsphase ist das angesparte Vermögen bei einem Rürup-Vertrag vor Gläubigern sicher. Der Angst vieler Selbstständiger, dass ihr Betrieb pleite und damit zugleich ihre Alterssicherung verloren gehen könnte, wird damit der Schrecken genommen. Allerdings ist der Vertrag nicht nur vor fremden Zugriffen sondern auch vor eigenen geschützt. Das heißt, der Rürup-Sparer kommt ebenfalls nicht an sein Geld, selbst wenn er es zwischenzeitlich für seinen Betrieb brauchen könnte.

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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