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Was ist eine Sofortrente?

Traurig aber wahr: Die gesetzliche Rente wird für die Meisten, die in den wohlverdienten Ruhestand gehen, bei weitem nicht ausreichen um den gewohnten Lebensstandard zu halten. Daher entschließen sich immer mehr Menschen für eine private Altersvorsorge. Zu unterscheiden ist dabei zwischen der „Sofortrente gegen Einmalbetrag“ und der „aufgeschobenen privaten Rentenversicherung“. Die Sofortrente zahlt, unmittelbar nachdem der Kunde eine größere Summe eingezahlt hat, eine lebenslange Rente aus. Oft sind es ältere Arbeitnehmer die sich, nach einer Einmalzahlung aus einer Lebensversicherung oder sonst einem größeren Kapitalerhalt, für eine Sofortrentenversicherung entscheiden.

Wie funktioniert die Sofortrente?

Bei einer Sofortrente zahlt man einen bestimmten Beitrag, beispielsweise 75.000 oder 100.000 Euro auf einmal ein und erhält dafür sofort den Anspruch auf eine lebenslange Rente. Diese zahlt dann entweder Zug um Zug sofort, oder ab einem vereinbarten Datum, monatlich die vertraglich vereinbarte Sofortrente. In der Regel erfolgt die Zahlung am Monatsersten, man kann jedoch auch andere Stichtage wählen. Einige Gesellschaften bieten auch statt der unbefristeten Sofortrente, temporär befristete Sofortrenten an. Die Laufzeiten betragen in der Regel zehn bis 20 Jahre.

Was ist der große Vorteil bei einer Sofortrente?

Anders als bei vielen anderen Formen der Kapitalanlage erfolgt die Rentenzahlung aus einer Sofortrente, falls nicht anders vereinbart, bis zum Lebensende. Und obwohl niemand weiß, wie alt er wird kann er sich beruhigt zurücklehnen und sich auf die Zahlungen der Sofortrente verlassen. Denn die zahlt auch dann, wenn das einbezahlte Kapital aufgebraucht sein sollte – und das lebenslang! Dabei spielt es keine Rolle ob der Versicherte 80, 90 oder über 100 Jahre alt wird. Versicherungsnehmer haben mit einer Sofortrente absolute Planungssicherheit für die Zukunft.

Welche Formen der Sofortrente gibt es?

Möchte man eine Sofortrente abschließen, sollte man sich für eine der folgenden Optionen entscheiden.

  • Volldynamische Sofortrente: Die volldynamische Variante beginnt in den ersten Jahren mit geringeren Zahlungen und steigert sich aber dafür durch die regelmäßigen Erhöhungen von Jahr zu Jahr.
    Vorteil: Der Versicherungsnehmer ist hier vor Rentenkürzungen geschützt, denn eine einmal erreichte Rentenhöhe darf nicht mehr gekappt werden.
    Achtung! Für die jährliche Steigerungsrate gibt es keine feste Prozentsatz-Garantie, sie ist von den jeweils erzielten Überschussanteilen abhängig. Dies ist die von den meisten Verbraucherschützern favorisierte Variante der Sofortrente, da man durch die jährliche Steigerung automatisch eine Art Inflationsausgleich hat.
  • Konstante Sofortrente: Hier rechnet der Versicherer in der Regel mit einer gleichbleibenden Zahlung für die gesamte Laufzeit der Sofortrente.
    Achtung: Diese Sofortrente verliert durch die Inflation an Wert. Außerdem kann es im schlimmsten Fall zu Kürzungen kommen, sollte der Versicherer nicht ordentlich wirtschaften.
  • Teildynamische Sofortrente: Sie beginnt zwar im Vergleich zur volldynamischen Sofortrente etwas höher, hat aber dafür eine niedrigere jährliche Steigerung.
    Achtung! Diese geringere Steigerung, muss nicht Inflationsangepasst sein. Das bedeutet, die Steigerung der Zahlungen der teildynamischen Sofortrente, könnten auch unter dem Wert der Inflation liegen.

 

Was bedeutet Rentengarantiezeit?

Hat man eine Sofortrente abgeschlossen und einen Rentenbeginn vereinbart, erhält man eine lebenslange Rente. Um Hinterbliebene abzusichern, ist eine wichtige Vertragsvariante der Sofortrente, die Rentengarantiezeit. Stirbt der Versicherungsnehmer der Sofortrente während dieser Garantiedauer, so erhält die bezugsberechtigte Person – beispielsweise der Ehe- oder Lebenspartner – noch für die restliche Garantiezeit die ausstehende Sofortrente weitergezahlt.
Beispiel: Die Sofortrente wurde mit einer Rentengarantiezeit von zwölf Jahren vereinbart. Verstirbt der Versicherungsnehmer nach fünf Jahren, erhält der Bezugsberechtigte für die nächsten sieben Jahre die Sofortrentenbeträge weiter ausbezahlt.
Die meisten Versicherungsgesellschaften bieten bei Sofortrenten Garantiezeiten von fünf bis zwanzig Jahren an. Dabei gilt: Je kürzer die Garantiezeit vereinbart wird, umso höher ist die monatliche Rente. Sicherheit kostet Geld.

Muss die Sofortrente versteuert werden?

Wird ein Geldbetrag als Einmalbeitrag in eine Sofortrente gesteckt, so winkt neben der lebenslangen Rente gleichzeitig ein lebenslanger Steuerbonus. Während beispielsweise bei Riester- oder Rürup-Renten volle 100 Prozent der Rente zu versteuern sind, greift das Finanzamt bei der Sofortrente nur auf den sogenannten Ertragsanteil zu. Dieser Ertragsanteil ist ein fester Prozentsatz der bezogenen Rente, der sich nach dem Alter bei Rentenbeginn richtet und während der gesamten Rentenbezugszeit gleich bleibt.
Beispiel: Herr A. ist 65 Jahre alt. Laut Tabelle beträgt der Ertragsanteil für die sofort beginnende Rente für ihn 18 Prozent. Das heißt, nur diese 18 Prozent der Sofortrente gelten als Einkunft und müssen in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Erhält Herr A. pro Monat 500 Euro Sofortrente, muss er davon also nur 90 Euro (18 Prozent) individuell versteuern. Unterstellt man einen Steuersatz von 25 Prozent, so fallen für ihn 22,50 Euro an Steuern an. Da es aber auch für Rentner noch bestimmte Freibeträge gibt, geht der Fiskus in den meisten Fällen komplett leer aus. Bei einem Beginn der Sofortrente mit 59 Jahren läge der Ertragsanteil bei 23 Prozent.

Für wen lohnt sich der Abschluss einer Sofortrente?

Diese Police bietet Sicherheit für das Alter und ist zudem steuerschonend bei der Auszahlung. Da sie ein eher unflexibles Produkt darstellt, kann die Sofortrente für Selbstständige, die weder von einer Riester-Förderung noch einer Betriebsrente profitieren, durchaus interessant sein. Ebenso für Arbeitnehmer, die von der steuerbegünstigten Zusatzrente profitieren wollen, oder deren Grundbedarf im Alter noch nicht aus anderen Einkommensquellen gedeckt ist.
Hat man einen größeren Geldbetrag zur Verfügung, zum Beispiel nach der Auszahlung von angespartem Vermögen aus einer Lebensversicherung, einer Erbschaft oder Abfindung, ist man mit einer Sofortrente gut beraten. Hier kann man ohne Risiken durch eine lebenslange Rente auf Nummer sicher gehen. Auch für ältere Arbeitnehmer oder Personen, die noch in ihre Altersvorsorge investieren möchten, lohnt es sich über eine Sofortrente nachzudenken und sich beraten zu lassen.
Achtung: Eine gewisse Lebenserwartung sollte man schon haben, also sich gesund fühlen. Wer bereits mit 75 Jahren stirbt, für den hat sich in der Regel eine Sofortrente nicht rentiert.

Was passiert im Todesfall?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten um Hinterbliebene im Todesfall auch mit Hilfe der Sofortrente abzusichern.

  • Beitragsrückgewähr: Die Hinterbliebenen erhalten von der Sofortrente den Einmalbetrag, abzüglich aller geleisteten Zahlungen.
  • Hinterbliebenenrente: Diesen Baustein bietet die Sofortrente an, wenn man seinen Partner lebenslang absichern möchte. Hier kann man die Zahlungen der Sofortrente ganz oder teilweise auf den Partner übertragen.
  • Rentengarantie: Verstirbt der Versicherungsnehmer während der Rentengarantiezeit, wird die Rente dennoch während der vertraglich vereinbarten Zeit an die Hinterbliebenen weiterbezahlt.

 

Welche Vorteile bietet die Sofortrente?

 

  • Lebenslange Rentenzahlung oder garantierte Rente von 10 bis 20 Jahren
  • Einfache Anlage eines Einmalbetrags, einfache Handhabung
  • Besteuert wird nur der Ertragsanteil
  • Bei Rentengarantiezeit erhalten Angehörige im Todesfall des Versicherungsnehmers weiterhin die Sofortrente

 

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Fotos: colourbox.com
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