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Soforrenten-Lexikon

Was ist eine Sofortrente?

Bei einer Sofortrente zahlt man einen bestimmten Beitrag, beispielsweise 75.000 oder 100.000 Euro auf einmal ein und erhält dafür sofort den Anspruch auf eine lebenslange Rente, die sogenannte Sofortrente.

Was ist das größte Plus einer Sofortrente?

Anders als bei vielen anderen Formen der Kapitalanlage erfolgt die Rentenzahlung aus einer Sofortrente auch dann noch, wenn das investierte Geld längst aufgebraucht ist, ganz gleich, ob der Versicherte 80, 90 oder über 100 Jahre alt wird. Mit einer Sofortrente haben Versicherte deshalb absolute Planungssicherheit für die Zukunft.

Kann man mit einer Sofortrente auch Hinterbliebene absichern?

Eine wichtige Vertragsvariante der Sofortrente ist die Vereinbarung einer bestimmten Rentengarantiezeit. Stirbt nach Rentenbeginn der Sofortenten-Versicherungsnehmer während dieser Garantiedauer, so erhält die bezugsberechtigte Person – beispielsweise der Ehepartner – noch für die restliche Garantiezeit die ausstehende Sofortrente weitergezahlt. Die meisten Versicherungsgesellschaften bieten bei Sofortrenten Garantiezeiten von fünf bis zwanzig Jahren an. Eine Rentengarantie ist meist sinnvoll, wenn Ehepartner oder Kinder versorgt werden sollen. Dabei gilt: Je kürzer die Garantiezeit vereinbart wird, umso höher ist die monatliche Rente. Sicherheit kostet Geld.

Welche Formen der Sofortrente gibt es?

Es gibt eine konstante, teil- und volldynamische Form der Sofortrente. Die letzte ist am meisten zu empfehlen. Im Gegensatz zur konstanten Sofortrente ist die volldynamische Variante in den ersten Jahren des Rentenbezugs etwas geringer und baut sich erst durch die regelmäßigen Erhöhungen auf. Der Versicherungsnehmer ist hier vor Rentenkürzungen geschützt, denn eine einmal erreichte Rentenhöhe darf nicht mehr gekappt werden. Für die jährliche Steigerungsrate gibt es jedoch keine feste Prozentsatz-Garantie, sie ist von den jeweils erzielten Überschussanteilen abhängig. Dies ist die von den meisten Verbraucherschützern favorisierte Variante der Sofortrente, da man durch die jährliche Steigerung quasi immer eine Art Inflationsausgleich hat.

Muss die Sofortrente versteuert werden?

Wird ein Geldbetrag als Einmalbeitrag in eine Sofortrente gesteckt, so winkt neben der lebenslangen Rente gleichzeitig ein lebenslanger Steuerbonus. Während beispielsweise bei Riester- oder Rürup-Renten volle 100 Prozent der Rente zu versteuern sind, greift das Finanzamt bei der Sofortrente nur auf den sogenannten Ertragsanteil zu. Dieser Ertragsanteil ist ein fester Prozentsatz der bezogenen Rente, der sich nach dem Alter bei Rentenbeginn richtet und während der gesamten Rentenbezugszeit gleich bleibt. In der Praxis sieht das so aus: Herr A. ist 65 Jahre alt. Laut Tabelle beträgt der Ertragsanteil für die sofort beginnende Rente für ihn 18 Prozent. Das heißt, nur diese 18 Prozent der Sofortrente gelten als Einkunft und müssen in der Einkommensteuererklärung angegeben werden. Erhält Herr A. pro Monat 500 Euro Sofortrente, muss er davon also nur 90 Euro (18 Prozent) individuell versteuern. Unterstellt man einen Steuersatz von 25 Prozent, so fallen für ihn 22,50 Euro an Steuern an. Da es aber auch für Rentner noch bestimmte Freibeträge gibt, geht der Fiskus in den meisten Fällen komplett leer aus. Bei einem Beginn der Sofortrente mit 59 Jahren läge der Ertragsanteil bei 23 Prozent.

Für wen ist eine Sofortrente besonders interessant?

Wer einen größeren Geldbetrag zur Verfügung hat, zum Beispiel nach der Auszahlung von angespartem Vermögen aus einer Lebensversicherung oder einer Abfindung, und ohne Risiken durch eine lebenslange Rente lieber auf Nummer sicher gehen möchte, ist mit einer Sofortrente gut beraten. Gleiches gilt für Personen, die im fortgeschrittenen Alter sind und noch in ihre Altersvorsorge investieren möchten. Allerdings: Eine gewisse Lebenserwartung sollte man schon haben, also sich gesund fühlen. Wer bereits mit 75 Jahren stirbt, für den hat sich in der Regel eine Sofortrente nicht rentiert.

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Fotos: colourbox.com
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