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24.07.2016 11:36

Alternativen zum Pflegeheim Ambulant betreute Wohngruppen im Trend

von Annette Jäger Autor
Irgendwann können Demenzkranke nicht mehr allein leben. Ein Umzug ins Pflegeheim ist aber nicht zwingend. Es gibt Alternativen - ambulant und stationär.
Alternativen zum Pflegeheim Ambulant betreute Wohngruppen im Trend
Nicht im Heim und nicht allein: Wohngemeinschaften für Senioren.

Ein selbstbestimmtes Leben, das Raum für individuelle Gewohnheiten lässt - so wollen die meisten Menschen leben, auch wenn sie pflegebedürftig werden. Gerade bei Menschen mit einer Demenzerkrankung ist das ein großes Thema. Denn sie sind oft körperlich noch fit, haben aber einen großen Betreuungsbedarf.

Ein Pflegeheim wird häufig nicht als ideale Wohnform empfunden. Stattdessen setzen sich ambulant betreute Wohngruppen, auch Demenz-WGs genannt, aber
auch sogenannte stationäre Hausgemeinschaften als Wohnmöglichkeiten immer mehr durch.

Ambulant betreute Wohngruppen - Demenz WG

In Deutschland gibt es inzwischen viele ambulant betreute Wohngruppen, Tendenz steigend. Solche Wohngruppen funktionieren ähnlich wie eine Wohngemeinschaft. Jeder Bewohner verfügt über ein eigenes Zimmer, zusätzlich gibt es Gemeinschaftsräume. Meist leben sechs bis zwölf Pflegebedürftige in einer Demenz-WG zusammen. Betreuungskräfte und Haushaltshilfen kommen in die Gemeinschaft und unterstützen die Bewohner, auch ein ambulanter Pflegedienst kommt nach Hause. Art und Umfang der Hilfeleistungen bestimmen die Bewohner und die Angehörigen selbst.

Qualitätskontrolle in ambulant betreuten Wohngruppen

Demenz-WGs oder ambulant betreute Wohngruppen fallen in vielen Bundesländern nicht unter das dortige Heimgesetz und unterliegen keiner besonderen Kontrolle. Dadurch können sie individuell gestaltet werden, andererseits gibt es auch keine Qualitätskontrolle. Bei der Auswahl einer Einrichtung sollten Interessenten unbedingt die betreuenden Dienste genauer unter die Lupe nehmen. Das Zusammenleben - Umgang mit Haushaltsgeldern, Beauftragen von Hilfsdiensten etc. - sollte vertraglich geregelt sein.

Finanzierung der ambulant betreuten Wohngruppe

Billiger als ein Heim sind ambulant betreute Wohngruppen nur selten. Miete, Nebenkosten, Haushaltsgeld, eine Betreuungspauschale oder Pflegekosten und ein Nachtdienst ergeben nicht selten dieselbe Summe wie ein vollstationärer Heimplatz – zwischen 2.000 und 3.000 Euro im Monat. Zur Finanzierung kommen folgende Zuschüsse aus der Pflegekasse in Frage: Pflegesachleistungen durch einen ambulanten Pflegedienst, je nach Pflegestufe pro Monat

  •    231 Euro (Stufe 0)
  •    689 Euro (Stufe I)
  • 1.298 Euro (Stufe II)
  • 1.612  Euro (Stufe III)
  • 1.995 Euro (Härtefall).

In Einzelfällen können Bewohner ambulanter Wohngruppen auch Pflegegeld in Anspruch nehmen, das bei der Pflege durch Angehörige (oder beispielsweise auch einer Haushaltshilfe aus Osteuropa) in Frage kommt. Je nach Pflegestufe gibt es pro Monat

  • 123 Euro (Stufe 0),
  • 316 Euro (Stufe I),
  • 545 Euro (Stufe II)
  • 728 Euro (Stufe III)

Pflegegeld und Pflegesachleistungen lassen sich auch kombinieren.

Als weitere Zuschüsse kommen in Frage:
Wohngruppenzuschlag: 205 Euro im Monat,
Verhinderung der üblichen Pflegeperson: 1.612 Euro im Jahr
Kostenerstattung für Betreuungsleistungen: 104/ 208 Euro im Monat
Pflegehilfsmittel: 40 Euro im Monat.

Mein Tipp: Vielleicht wollen Sie selbst eine ambulant betreute Wohngruppe oder eine Demenz-WH gründen? Für den notwendigen Umbau kann ein Zuschuss für die sogenannte Wohnungsanpassung in Frage kommen. Das sind 16.000 Euro wenn mehrere Anspruchsberechtigte zusammenleben.

Stationäre Hausgemeinschaften

Auch Pflegeheime denken um. In neugebauten oder sanierten modernen Heimen werden häufig Komplexe geschaffen, in denen sogenannte stationäre Hausgemeinschaften (Hausgemeinschaften in der stationären Pflege) entstehen können. Dabei leben zwischen sechs und zwölf pflegebedürftige Menschen in einer Gruppe innerhalb eines Heimes zusammen.

Die Gruppen sind jeweils autonom, kochen für sich selbst und bestimmen eigene Regeln des Alltagslebens. Betreut und gepflegt werden sie von Mitarbeitern des Trägers eines solchen Heimes. Stationäre Hausgemeinschaften soll im Rahmen einer stationären Betreuung ein möglichst „normales“ privates Leben ermöglichen.  (Datenbank für die Suche nach Hausgemeinschaften unter www.der-pflegekompass.de).

Finanzierung

Für stationäre Hausgemeinschaften gewährt die Pflegekasse dieselben Zuschüsse wie für einen vollstationären Heimaufenthalt, Zuschüsse gibt es aber erst ab Pflegestufe I. Sie betragen je nach Pflegestufe pro Monat

  • 1.064 Euro
  • 1.330 Euro
  • 1.612 Euro
  • 1.995 Euro (Härtefall)
Lese-Tipp: Wenn Sie aus dem Krankenhaus entlassen werden, sind Sie oft noch lange nicht fit. Deshalb gibt es seit Jahresbeginn die sogenannte Übergangspflege der gesetzlichen Krankenkassen. Mehr dazu lesen Sie in unserem Artikel "Neue Übergangsregel: Ihre Hilfe nach der Krankenhausentlassung".
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