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25.07.2016 14:36

Pflege Familienpflegezeit – nur geringe Nachfrage

von Horst Peter Wickel Autor
Zwar haben Berufstätige nach dem Pflegegeld-Gesetz von 2015 einen Rechtsanspruch auf Familienpflegezeit, aber bisher machen nur sehr wenige Arbeitnehmer Gebrauch davon. Die staatliche Unterstützung reicht nicht.
Pflege Familienpflegezeit – nur geringe Nachfrage
Teilzeit im Job, um Angehörige zu pflegen - seit 2015 gibt es neue Regeln.
Mit dem "Gesetz zur besseren Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf" sollten die Bedingungen für pflegende Angehörige - die auch einem Beruf nachgehen -  verbessert werden. Dafür wurde unter anderem ein Rechtsanspruch auf die Familienpflegezeit eingeführt.

Wenn Sie sich also persönlich um pflegebedürftige Angehörige kümmern wollen, können Sie sich eine Auszeit vom Beruf nehmen, ohne dass dabei Ihr Arbeitsplatz gefährdet wird. Nahe Angehörige können Ehegatten und Lebenspartner, Kinder und Enkelkinder, Eltern und Schwiegereltern, Geschwister oder Schwager sein.

Kurzzeitige Arbeitsverhinderung zum Start

Um akute Pflegemaßnahmen zu übernehmen, können Sie nach Anzeigen beim Arbeitgeber maximal zehn Tage am Stück Ihrer Arbeit fernbleiben. Dann besteht zwar Kündigungsschutz, aber Ihr Lohn wird nicht gezahlt. Dann muss Pflegeunterstützungsgeld bei der Pflegekasse des Angehörigen beantragt werden.

Schwieriger wird es, wenn Sie Ihren pflegebedürftigen Angehörigen dann auch weiterhin versorgen wollen. Bis zu sechs Monate können Sie sich ganz oder teilweise von der Arbeit freistellen lassen, bei einer Mindestarbeitszeit von 15 Stunden in der Woche können Sie sich im Rahmen der Familienpflegezeit sogar bis zu 24 Monate von der Arbeit freistellen lassen.

Kein Rechtanspruch bei kleinen Unternehmen

Ein Rechtsanspruch auf Pflegezeit besteht allerdings nur für Beschäftigte in Unternehmen mit mehr als 15 Beschäftigten. Ein Rechtsanspruch auf die längere Familienpflegezeit gilt sogar erst in Unternehmen mit mehr als 25 Beschäftigten.

Ihr Lohn wird selbstverständlich nicht weitergezahlt, aber laut Gesetz haben Sie Anspruch auf ein zinsloses Darlehen, das dabei helfen soll, Ihren Verdienstausfall abzufedern. Auch dieses Darlehen wird in Monatsraten ausgezahlt und deckt maximal die Hälfte des fehlenden Nettogehalts ab.

Die meisten Arbeitnehmer können sich eine solche Pflegezeit finanziell nicht leisten, das Gesetz wird von Kritikern bereits als "Rohrkrepierer" bezeichnet. So wurden nach Angaben der Bundesregierung im vergangenen Jahr lediglich 169 Darlehen für Freistellungen gewährt, davon 79 für eine Pflegezeit und 90 für eine Familienpflegezeit.

Für die Darlehen wurden für das Jahr 2015 ohnehin nur 1,3 Millionen Euro in den Bundeshaushalt eingestellt. Das Familienministerium geht allerdings davon aus, dass die Zahl derer, die Pflegezeit in Anspruch nehmen, weitaus höher sei als die Zahl der beantragten Darlehen.

Kritiker meinen, dass einzig das (auf zehn Tage begrenzte) Pflegeunterstützungsgeld durch die Lohnersatzleistung eine echte Anerkennung für die Übernahme von Verantwortung bietet.
 

Wichtige Informationen zur Familienpflegezeit finden Sie im Internet u.a. unter
www.bmfsfj.de
www.familien-pflege-zeit.de
www.bafza.de

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