Startseite | RSS | Mobil | Sitemap |
Mittwoch, 24.08.2016 15:39 Uhr
Newsletter:
Suche:
Startseite
Startseite > Soziales > Konflikte lösen
Artikel bewerten:
AAA
18.07.2013 14:38

Konflikte lösen Mediation statt Gerichtsprozess

von Annette Jäger Autor
Immer mehr Rechtsschutzpolicen decken auch die Kosten für Mediation. Sie ist eine echte Alternative zu einem Gerichtsprozess geworden. Wie funktioniert sie?
Mediation Konfliktlösung außergerichtliche Einigung Scheidung Mobbing Finanzportal Biallo.de
Mediation - schlichten statt streiten
Schon seit Monaten herrscht schlechte Stimmung im Unternehmen – zwei Abteilungsleiter kommen nicht gut miteinander aus, der eine wirft dem anderen Mobbing vor. Der Streit zieht weite Kreise, die gesamte Abteilung liegt lahm, die Arbeitsmotivation der Mitarbeiter sinkt. Oder: Im Zuge der Scheidung können sich die Eltern weder über den Unterhalt noch über eine Besuchsregelung der Kinder einigen. Das sind zwei typische Fälle, in denen eine Mediation konstruktive Lösungen schaffen kann. Die außergerichtliche Konfliktbeilegung hat sich schon lange bei familienrechtlichen Streitigkeiten bewährt. Zunehmend wird sie auch im Arbeitsleben genutzt.


Vorteil Eigenverantwortlichkeit

Die Vorteile der Mediation gegenüber Gerichtsverfahren liegen auf der Hand. „Die Konfliktparteien erarbeiten eigenverantwortlich individuelle Lösungen, die dadurch tragfähig und nachhaltig für alle Beteiligten sind“, sagt die Juristin Anette von Roedern, Mediatorin aus München. Die Parteien bleiben Experten in eigener Sache. Es werden sogenannte „Win-Win-Lösungen“ angestrebt – „es gibt keinen Verlierer in einer Mediation“. Der Mediator fungiert dabei als unparteiischer Vermittler, der weder berät, noch Vorschläge macht oder Stellung bezieht.
Lesen Sie auch:

Rechtsschutzversicherung
Mediation statt Gerichtsverfahren

Rechtsschutzversicherung 2015
Mehr Sicherheit beim Streit mit dem Chef

Beziehungsangelegenheiten: Scheidung - Erbe - Nachbarschaft
 

„Mediation eignet sich dann, wenn die Konfliktparteien auch in Zukunft miteinander auskommen wollen“, sagt von Roedern. Etwa weil sie Eltern sind oder Geschäftspartner. Weitere Einsatzfelder sind Streitigkeiten bei Scheidungen, Erbschaftsangelegenheiten, in Familienunternehmen, in der Nachbarschaft, in der Schule oder innerhalb eines Betriebes. „Vor Gericht werden Beziehungen erst mal zerstört“, sagt Jutta Hohmann, Vorsitzende des Bundesverbands Mediation in Kassel. „Meist sind die Parteien trotz Gerichtsurteil nicht zufrieden“, so Hohmann. „Es bleibt ein Nachgeschmack, einer ist der Schuldige“.

Verhandlungsbereitschaft als Muss

Eine Mediation funktioniert nur dann, wenn die Parteien zum Gespräch bereit sind. „Kompromissbereitschaft und Einigungswille sind wichtige Voraussetzungen“, so Hohmann. Die Mediation muss freiwillig sein. Möchte eine Partei unbedingt das Maximum herausholen, ist vermutlich eine Klage vor Gericht eher das richtige Instrument – bei allen Risiken. 

Schnelligkeit und Kosten

Während ein Gerichtsverfahren in der ersten Instanz oft bis zu sechs Monate dauert, kann eine Mediation kurzfristig angesetzt werden und in wenigen Sitzungen zum Erfolg führen. Berechnet werden Stundensätze, die individuell festgelegt werden: Anzusetzen sind ab circa 120 Euro pro Sitzung, nach oben sind keine Grenzen gesetzt. Inzwischen übernehmen einige Rechtschutzversicherungen (z.B. Arag, DAS, Deurag, Debeka, Concordia) Kosten für Mediationsverfahren. Allerdings nur für solche Fälle, die auch bei einem Gerichtsverfahren über den Rechtschutz gedeckt wären. Familienstreitigkeiten sind also ausgeschlossen.


Schlichtung als Alternative

Es gibt auch bei außergerichtlichen Einigungen Alternativen. Viele Berufsbranchen haben in ihren Verbänden oder Vereinen Schlichtungsstellen eingerichtet. Häufig ist dort ein Ombudsmann der Ansprechpartner, der als unparteiischer Schiedsmann agiert. Diese Schlichtungsverfahren sind meist kostenlos für die Mitglieder. Allerdings fällt hier ein Außenstehender die Entscheidung, die Beziehung zwischen den Parteien spielt in der Regel keine Rolle.
 
Leserkommentare
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:

Ziffern hier eingeben: (neu laden)
Überschrift:
Kommentar:
Abschicken
Foto: Colourbox.de ID:3196
Nach oben
Anzeige
Anzeige
Top 5 Ratenkredit
Anbieter eff. Zins  
Bank of Scotland
ab 1,95 %i
Bank of Scotland
Deutsche Skatbank
ab 2,43 %i
Deutsche Skatbank
Degussa Bank
ab 2,49 %i
Degussa Bank
CreditPlus-Bank
ab 2,59 %i
CreditPlus-Bank
SWK Bank
ab 2,60 %i
SWK Bank
Darlehensbetrag: 20.000 € Laufzeit: 36 Monate
Anzeige
Newsletter
i1
i2
i3
i4
Jetzt abonieren
.
© 2016 Biallo & Team GmbH