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08.05.2014 16:07

Pflegeversicherung Anspruch auf Wohnungsanpassung nutzen

von Rolf Winkel Autor
In Deutschland leben etwa 1,4 Millionen Demenzkranke. Seit 2013 gibt es für viele von ihnen erstmals Leistungen der Pflegeversicherung.
Pflegeversicherung Anspruch auf Wohnungsanpassung nutzen
Auch Demenzkranke können Leistungen zur Wohnungsanpassung von der Pflegeversicherung einfordern
Mit bis zu 2.557 Euro beteiligt sich die Pflegeversicherung an Maßnahmen zur Anpassung einer Wohnung an die Bedürfnisse von Pflegebedürftigen. Davon können auch Demenzkranke profitieren, die in Pflegestufe „Null“ eingruppiert sind.

Pflegeversicherung: Wohnungsanpassung und andere Leistungen für Demente

Für viele Demenzkranke in Deutschland – meist leiden sie an der Alzheimer-Krankheit - gibt es seit 2013 erstmals Leistungen der Pflegeversicherung – auch wenn sie keine körperliche Pflege, sondern „nur“ eine Betreuung benötigen. Voraussetzung ist, dass ihnen per Pflegegutachten eine „erheblich eingeschränkte Alltagskompetenz“ (so genannte Pflegestufe „Null“) bescheinigt wurde. Das ist etwa dann der Fall, wenn sie von zu Hause weglaufen und unkontrolliert die Straße überqueren oder sich selbst und andere gefährden, indem sie zum Beispiel Kochfelder am Herd nicht wieder ausschalten.

Die Betroffenen haben seit Anfang 2013 Anspruch auf ein Pflegegeld von 120 Euro oder auf Leistungen durch einen ambulanten Dienst im Wert von 225 Euro pro Monat. Neu ist zudem: Die Pflegeversicherung kann ihnen auch eine Verbesserung ihres „Wohnumfeldes“ finanzieren. Dafür gibt es bis zu 2.557 Euro Zuschuss, ab 2015 voraussichtlich sogar bis zu 4.000 Euro pro Maßnahme.

Demente haben – wie andere Pflegebedürftige – im Bedarfsfall Anspruch auf "klassische" Maßnahmen der Wohnungsanpassung, zum Beispiel den Einbau einer bodengleichen Dusche. Ein besonderes Augenmerk sollte bei ihnen aber darauf gelegt werden, sie vor den für sie oftmals nicht vorhersehbaren Konsequenzen ihres eigenen Handelns zu schützen.
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Foto(s): Oliver Stratmann/ddp Falko Matte/Fotolia.com

Wohnungsanpassung: Die Pflegeversicherung zahlt für sinnvolle Herdsicherung

Welche Änderungen in der Wohnung nötig und möglich sind, darüber sollten sich Demenzkranke und ihre Angehörigen bei Wohnberatungsstellen oder Pflegestützpunkten informieren. Das können ganz simple Maßnahmen sein. Manch Alzheimer-Kranken macht es zum Beispiel Angst, wenn sie sich selbst oder Angehörige im Spiegel sehen - verspiegelte Schranktüren kann man übertapezieren, Spiegel einfach abhängen. Andere Maßnahmen können dagegen richtig ins Geld gehen, etwa die Verriegelung von Fenstern.

Besonders sinnvoll kann gerade bei verwirrten Menschen eine Herdsicherung sein: Es gibt sie vor allem für Elektroherde. Der Herd wird dann entweder nach einer voreingestellten Zeit oder bei Überhitzung der Kochfelder automatisch abgestellt. Moderne Herde verfügen mitunter schon über ein solches Sicherungssystem. Bei älteren Herden kann eine Nachrüstung erfolgen. In der Sammlung der förderungswürdigen Wohnungsanpassungsmaßnahmen im einschlägigen gemeinsamen Rundschreiben des Spitzenverbandes der gesetzlichen Krankenversicherung ist die Herdsicherung zwar (noch) nicht aufgeführt. Dennoch kann sie im Einzelfall finanziert werden, sie muss aber sinnvoll sein. Wenn ein Pflegebedürftiger gar nicht mehr kochen sollte, weil er es nicht mehr kann oder sich dabei immer selbst gefährdet, sollte man den Herd einfach abklemmen.

Keine Scheu vor der Pflegeversicherung: Geld für Wohungsanpassung variabel nutzbar

Demenzkranke und ihre Angehörigen sollten sich nicht scheuen, die (Mit-)Finanzierung entsprechender Maßnahmen bei der Pflegekasse zu beantragen. Bei einer Ablehnung kann dagegen zunächst mit Widerspruch und danach mit einer Klage vorgegangen werden. Die Chancen, dass spätestens die Sozialgerichte die Ansprüche der Betroffenen anerkennen, stehen nicht schlecht.

Wenig bekannt ist bislang, dass mit Geldern zur Wohnumfeldverbesserung auch ein Umzug finanziert werden kann. So können beispielsweise die Kosten des Umzugs eines Alzheimer-Kranken in eine betreute Wohngemeinschaft übernommen werden. Zudem kann der Zuschuss der Pflegekasse für eine Wohnungsanpassung höher ausfallen, wenn diese gleich mehreren Pflegebedürftigen zugute kommt. Maximal beträgt der Zuschuss 10.228 Euro je Maßnahme, wenn davon mindestens vier Pflegebedürftige profitieren.
Tipp: Mögliche Maßnahmen zur Wohnungsanpassung sollten schon beim Besuch des Pflegegutachters angesprochen werden. Sinnvoll ist es, schon zur Vorbereitung dieses Besuchs eine Pflege- beziehungsweise Wohnberatung in Anspruch zu nehmen. Adressen dieser Beratungsstellen gibt‘s bei den Pflegekassen.
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