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Mittwoch, 01.07.2015 02:16 Uhr
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Sparbriefe

Sparbrief Vergleich: Sicher mit hohen Zinsen

Sparbriefe besitzen meinst jährliche Laufzeiten zwischen einem und zehn Jahren. Wie Festgeld, sind Sparbriefe durch die gesetzliche Einlagensicherung geschützt.
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Sparbrief-Lexikon

Was ist ein Sparbrief?

Der von vielen Banken und Sparkassen ausgegebene Sparbrief ist eine verzinste Geldanlage für den mittleren Sparhorizont. Dabei legen Sparer Kapital für einen bestimmten Zeitraum fest an und erhalten dafür einen garantierten Festzins. Sparbriefe zeichnen sich durch Kapitalsicherheit, Renditegarantie und Gebührenfreiheit aus. Dank festgeschriebener Zinsen über die jeweilige Laufzeit ist das Sparergebnis im voraus kalkulierbar. Wertverluste oder Minuswachstum, wie sie bei börsennotierten Wertpapieren möglich sind, sind ausgeschlossen.

Sparbriefvergleich bringt höheren Zins

Jeder Sparbrief garantiert eine bestimmte Verzinsung. Die Höhe der Zinsen ist von der Laufzeit des Sparbriefs abhängig. Als Faustregel gilt: Je länger die Laufzeit desto höher die Zinsen. Allerdings ist dies nicht immer der Fall. Erwartet der Markt in naher Zukunft ein Absinken des allgemeinen Zinsniveaus, kann es passieren, dass langlaufende Sparbriefe einen geringeren Zinssatz aufweisen als kurzlaufende. Die für den jeweiligen Sparbrief festgesetzte Verzinsung ist über die gesamte Spardauer gleich hoch und kann nicht von der Bank oder Sparkasse verändert werden. Neben der Laufzeit beeinflusst das allgemeine Zinsniveau und in manchen Fällen auch der Anlagebetrag die Höhe der Sparbrief-Zinsen.

Sparbrief-Zinszahlung

Die Zinszahlung bei Sparbriefen kann unterschiedlich erfolgen. Die Regel ist jährliche Zinszahlung jeweils zum Jahresende; in Ausnahmefällen findet sich auch die monatliche Zinszahlung.
Eine Sonderform ist der aufgezinste Sparbrief: Bei dieser Variante verbleiben die Zinsen bei der Bank und sammeln sich bis zum Ende der Laufzeit an. Am Sparende werden die Zinsen plus das angelegte Kapital auf einen Schlag zurückgezahlt. Vorteil: Sparer profitieren vom Zinseszinseffekt. Nachteil: Es droht Abgeltungssteuer, da bei Zinsansammlung der Sparerpauschbetrag schnell überschritten ist.
Das Gegenstück dazu ist der abgezinste Sparbrief. Hier legt der Sparer im voraus fest, welchen Betrag er am Ende der Laufzeit erreicht haben möchte. Die Bank rechnet von diesem Betrag die über die Laufzeit anfallenden Zinsen ab. Den Restbetrag muss der Anleger bei der Bank einzahlen. Beispiel: gewünschter Auszahlbetrag 20.000 Euro, Spardauer 10 Jahre, Zinssatz 3,9 Prozent. In diesem Fall müsste der Anleger 13.641 an die Bank überweisen. Vorteil: Sparer können mit einem geringerem Kapitalaufwand zum Sparziel kommen als mit einem klassischen Sparbrief. Nachteil: Die Papiere arbeiten mit Zinsansammlung – es droht Abgeltungssteuer.

Ab einem bis zu zehn Jahren Anlagedauer

Jeder Sparbrief hat eine bestimmte Laufzeit. Üblich sind Anlagezeiträume im Zwölfmonatsrhythmus, das heißt Sparer können ihr Geld zum Beispiel für 12, 24 oder 36 Monate festschreiben. In der Regel bieten Banken Laufzeiten zwischen einem und fünf Jahren an, manche Institute offerieren Sparbriefe mit bis zu zehn Jahren Laufzeit. Vorsicht: Eine besonders lange Sparbrief-Laufzeit lohnt sich nur in Hochzinsphasen, wenn sich Sparer überdurchschnittliche Zinsen für einen langen Zeitraum sichern können.

Sparbrief-Flexibilität

Um flexibel zu bleiben, können Sparer ihren Anlagebetrag splitten und auf Sparbriefe mit unterschiedlicher Laufzeit verteilen. So wird zu verschiedenen Zeitpunkten Kapital frei, das man etwa bei gestiegenem Zinsniveau in besser verzinste Sparbriefe umschichten oder in andere Geldanlagen investieren kann.

Viele Banken verlangen eine Mindestanlage

Ein Sparbrief dient der einmaligen Geldanlage. Damit ein relevanter Ertrag erzielt wird, schreiben Banken und Sparkassen einen bestimmten Mindestanlagebetrag vor. Üblich sind Mindestanlagesummen von 2.500 Euro. Einige Banken offerieren Sparbriefe bereits ab 500 oder 1.000 Euro. In seltenen Fällen werden bis zu 5.000 Euro Mindesteinlage gefordert.

Sparbrief-Kontoführung

Die Geldanlage mittels Sparbrief erfordert kein Spar- oder Girokonto bei der jeweiligen Bank. Auch Kontoführungsgebühren oder Abschlusskosten entstehen nicht. Entweder der Anleger überweist das Anlagekapital selbst oder er erteilt der Bank einen Abbuchungsauftrag. Am Ende der Sparbrief-Laufzeit fließt das Kapital auf das angegebene Referenzkonto des Sparers zurück.

Eine Kündigung ist nicht vorgesehen

Der Sparbrief ist von Kündigung ausgeschlossen. Anleger müssen sich daher genau überlegen, welche Laufzeit sie für ihren Sparbrief wählen. Einige wenige Banken bieten die Option, im Falle eines unvorhersehbaren Ereignisses, das Kapital vor dem regulären Laufzeitende freizugeben. Allerdings ist dies zumeist mit Zinsverlusten verbunden.

Sparbrief-Einlagensicherung

Sparbriefe unterliegen höchster Einlagensicherung. In Deutschland existiert ein zweistufiges Sicherheitssystem, das im Pleitefall einer Bank zum Einsatz kommt: Innerhalb der EU sind Bankeinlagen – also auch Sparbriefe – bis zur Höhe von 50.000 Euro zu 100 Prozent staatlich garantiert. Ab 2011 klettert der Betrag auf 100.000 Euro. Neben der gesetzlichen Einlagensicherung greifen erweiterte Sicherheitssysteme von Banken und Sparkassen. Das umfangreichste ist der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB). Er sichert Kapitaleinlagen in mehrstelliger Millionenhöhe pro Sparer ab. Das Gleiche gilt für die Einlagensicherung bei Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken.

Sparbrief und Abgeltungssteuer

Sparbriefe unterliegen der 25-prozentigen Abgeltungssteuer plus Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer. Dadurch können bis zu 28 Prozent des Zinsertrags verloren gehen. Banken führen die Abgeltungsteuer direkt ans Finanzamt ab. Bevor es jedoch soweit ist, greift der Sparerpauschbetrag von 801 Euro je Sparer. Erteilen Anleger ihrer Bank einen Freistellungsauftrag bis zu vollen Höhe des Sparerpauschbetrags, bleiben Zinseinkünfte entsprechend bis zu 801 Euro abzugsfrei, bei Ehepaaren das Doppelte.


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