Produktcheck Musik-Plus-Sparen Commerzbank

von Peter Weißenberg
18.01.2013
Auf einen Blick

Die Commerzbank beschwingt ihr Sparbuch-Angebot mit einem Mix aus Zins und Gratis-Musik-Downloads. Rockt das Angebot?

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Merkmale: Wer das neue Musik-Plus-Sparbuch der Commerzbank wählt, der sollte nicht nur etwas von Musik verstehen, sondern auch von Mathematik. Denn der variable Zins von derzeit 0,8 Prozent ist nicht der einzige Ertrag auf dem Sparbuch mit dreimonatiger Kündigungsfrist. Wer das Sparkonto eröffnet und mindestens 20 Euro einzahlt, der bekommt einen Zugang zum Online-Musikladen des Bankpartners Universal Music – dort kann der Anleger gratis 50 Musik-Titel laden. Theoretisch. Praktisch wollen die Banker natürlich nicht, dass es der Musik-Plus-Sparer bei der Einlage belässt und seine Lieder aus den 600.000 Titeln herunterlädt. Darum muss der Über-18-jährige per Dauerauftrag mindestens zehn Euro monatlich einzahlen (höchstens 2.000 Euro). Zudem kann er ab Eröffnung nur 20 Einzeltitel von Universal Music laden. Jeweils 15 weitere Downloads gibt es nach sechs und zwölf Monaten. Das gesamte Downloadguthaben muss dann bis Ende März 2014 eingelöst werden. Die Zinsgutschrift erfolgt jedes Jahr am 31. Dezember. Monatlich können Kunden bis zu 2.000 Euro ohne Kündigung abheben. Pro Kunde gibt es nur ein Konto.

Stärken:
Wer günstig an Musik kommen will, bekommt bei 140 Euro Mindesteinlage für maximal 99 Euro Gratis-Lieder und die 0,8 Prozent anteiligen Jahreszins auf seine Einzahlungen. Das kann keine andere sichere Anlage – erst bei Einzahlungen von mehr als 5.000 Euro gleicht der Zinsvorteil besser verzinster Angebote den Wert der Musik-Downloads aus.

Schwächen:
Wer viel sparen – und hohe Zinsen erwartet, der kann anderswo zu ähnlichen Anlagebedingungen deutlich bessere Zinssätze erhalten.

Wettbewerber:
Ein Sparbuch wie das der BMW-Bank bietet gegenwärtig 1,60 Prozent Zins, das Festgeld zum Beispiel von Moneyou bei einjähriger Anlage 2,05 Prozent. Musik muss der Sparer selbst kaufen.

Fazit: Für Musikfreunde ist das Sparbuch eine Überlegung wert, für eifrige Sparer gibt es bessere Produkte.

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Peter Weißenberg

Jahrgang 1965, ist für Produktchecks, Auto- und Geldanlage-Themen sowie Print-Kooperationen zuständig. In mehr als 20 Jahren im Wirtschafts- und Verbraucherjournalismus hat er für die verschiedensten Leserkreise Themen aus diesen Bereichen aufbereitet. Nach einem Doppelstudium (Volkswirtschaften, Politikwissenschaften, Geschichte, Journalistik) und der Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule hat Weißenberg als Reporter und in Leitungsfunktionen für verschiedene Wirtschaftsmagazine,Tageszeitungen, Online-Medien und Radiosender gearbeitet. Weißenberg hat auch fünf Bücher zu Wirtschaftsthemen verfasst.

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