Produktcheck „Gold Sparen“ - Sparbuch mit Goldpotential Postbank

Max Geißler
von Max Geißler
05.10.2012
Auf einen Blick

Gold gilt als sicherer Hafen in Krisenzeiten. Auch die Postbank hat das erkannt und bietet mit ihrem „Gold Sparen“ eine Mixtur aus Zinskonto und Goldanlage. Eine sinnvolle Kombination?

Artikelbewertung
Schrift

Merkmale: Das Sparkonto bietet variable Grundzinsen plus eine Geldkarte, mit der man monatlich bis zu 2.000 Euro kostenlos im In- und Ausland abheben kann – analog zur Postbank-Sparcard 3.000. Gemessen an den Zinsen des Schwesterprodukts (1,6 Prozent) liegt der Basiszins beim Gold Sparen aber niedriger. Die Zinshöhe ist je nach Anlagebetrag gestaffelt: bis 5.000 Euro gibt’s 0,70 Prozent, danach 0,8 Prozent, ab 15.000 Euro 0,90 Prozent und ab 25.000 Euro ein Prozent. Zusätzlich profitieren Sparer von der positiven Entwicklung des Goldpreises. Sie erhalten die Hälfte des monatlichen Goldgewinns gutgeschrieben, maximal vier Prozent. Fällt der Goldpreis, zahlt die Postbank stets den Basiszins.

Stärken: Im Gegensatz zu Börsenwertpapieren besteht beim Gold Sparen kein Verlustrisiko. Selbst bei einem Goldpreisrückgang überweist die Postbank in jedem Fall den Grundzins. Darüber hinaus bestehen gute Renditechancen. Gold performt seit Jahren besser als viele Aktien und Fonds. Auf Jahressicht stieg der Goldpreis um etwa acht Prozent. Davon hätten Postbank Gold Sparer immerhin rund vier Prozent kassiert, zuzüglich Basiszins. Unterm Strich war eine Rendite von etwa fünf Prozent möglich – mehr als mit jedem anderen Sparbuch oder Tagesgeldkonto. Das Produkt verursacht keine Kosten, Sparer sind teilflexibel und können auch im Ausland zehnmal im Jahr entgeltfrei Bargeld ziehen.

Schwächen:
Da der Goldpreis schwankt, ist der Ertrag nicht exakt kalkulierbar. Der variable Grundzins allein gewährt noch keinen Inflationsausgleich. In Verbindung mit einem steigenden Goldpreis entschärft sich jedoch das Problem. Für Beträge über 2.000 Euro besteht eine dreimonatige Kündigungsfrist.

Wettbewerber:
Es gibt Sparbücher mit etwa doppelt so hoher Grundverzinsung, etwa von der Gefa Bank (2,0 Prozent) oder der BMW Bank (1,8 Prozent). Darüber hinaus bieten hoch verzinste Tagesgeldkonten, etwa von Rabo Direkt, Moneyou oder Denizbank, doppelt so hohe Grundzinsen und zusätzlich volle Kapital-Flexibilität.

Fazit: Wer sichere Zinsen sucht, der sollte auf die Postbank Sparcard 3.000 zurückgreifen oder ein anderes hochverzinstes Sparbuch bzw. Tagesgeldkonto wählen. Zinssparer, die auf Erträge oberhalb des aktuellen Zinsniveaus spekulieren, finden im Gold sparen eine interessante, Kapital gesicherte Anlagealternative.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Max Geißler
Max Geißler
Redakteur
Jetzt Artikel bewerten
E-Mail an den Autor
Max Geißler
Max Geißler

nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

E-Mail an den Autor
Artikelbewertung
Drucken
Zur Startseite
Max Geißler
Max Geißler

nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

E-Mail an den Autor
Newsletter
Keine News mehr verpassen
Bitte geben Sie eine korrekte E-Mail Adresse ein: