Produktcheck Auszahlplan VTB Direktbank

Max Geißler
von Max Geißler
10.10.2014
Auf einen Blick

Soll Kapital in eine kontinuierliche, monatliche Extrazahlung umgewandelt werden, bieten sich Auszahlpläne an. Was ist vom VTB Auszahlplan zu halten?

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Wer aus seinem Ersparten kontinuierliche, monatliche Extrazahlung machen köchte, könnte das Geld einfach unters Kopfkissen legen und jeden Monat einen kleinen Betrag entnehmen. Dies hat jedoch einen entscheidenden Nachteil: Das Geld erwirtschaftet keine Zinsen. Kopfkissensparer verschenken den Ertrag, den der Kapitalstock jährlich abwirft. Klüger ist es, das Ersparte in einen Bankauszahlplan zu investieren. Der kostet keine Gebühren und zahlt – wie im Fall der VTB Bank – vergleichsweise hohe Zinsen.

Merkmale: Der VTB Auszahlplan richtet sich an Anleger, die über einen größeren Geldbetrag verfügen, zum Beispiel aus einer Erbschaft, einer auslaufenden Lebensversicherung oder eigenen Ersparnissen. Das Geld wird zu garantierten Zinsen fest angelegt. Als Laufzeiten stehen vier, fünf, acht und zehn Jahre zur Verfügung. Während dieser Zeit überweist der Auszahlplan feste monatliche Raten als Extra-Einkommen auf ein frei wählbares Konto des Anlegers. Die Auszahlungen speisen sich aus dem Kapitalstock und dem Zinsertrag. Ein Auszahlplan ohne Kapitalverzehr ist nicht möglich, ebenso wenig eine Änderung der Auszahlungsrate oder Sonderauszahlungen. Voraussetzung für den Auszahlplan ist die Eröffnung eines Tagesgeldkontos bei der VTB Bank.

Stärken: Der VTB Auszahlplan überzeugt mit überdurchschnittlichen Zinsen. Bei zehnjähriger Laufzeit erhalten Anleger 2,3 Prozent Guthabenverzinsung. Die Höhe der monatlichen Zahlungen ist dank Festzins exakt kalkulierbar. Das gilt – im Gegensatz zu Fondsauszahlplänen – auch für die Laufzeit. Positiv: Das Produkt verursacht keine Kosten.

Schwächen: Sparer können nicht zwischen Kapitalerhalt und Kapitalverzehr wählen. Die angebotenen Laufzeiten bewegen sich eher im kurzen bis mittleren Bereich, lange Auszahlphasen von 15 oder 20 Jahren oder gar eine dauerhafte Monatsrente sind nicht möglich. Der Auszahlplan kann nur in Ausnahmefällen vorzeitig gekündigt werden.

Wettbewerber: Die Gefa Bank bietet ein in den Konditionen vergleichbares Produkt, das sich bei kurzen Laufzeiten sogar besser verzinst. Auch die Sparda Bank Augsburg und Cortal Consors offerieren ähnliche Produkte, allerdings verzinsen sich diese etwas schlechter. Der Auszahlplan der Sparda Bank Augsburg ist jedoch insofern flexibler, als er Kapitalerhalt erlaubt.

Fazit: Der VTB Auszahlplan gehört zu den am besten verzinsten Produkten dieser Art am Markt. Benötigen zum Beispiel Studenten während der Studienzeit einen kalkulierbaren monatlichen Zuschuss, so ist der VTB Auszahlplan ein gutes Angebot.

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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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