Fußnoten und Sternchentexte gibt es bei der Bank of Scotland nicht: Sie verzinst Tagesgeld ab dem ersten Euro bis zu 500.000 Euro mit dem gleichen Satz. Gleichzeitig erhält der Kunde eine Art Garantie dafür, dass sein Geld stets mit einem Satz rentiert, der über dem Leitzins der Europäischen Zentralbank liegt.
Gutgeschrieben werden die Zinsen für das Tagesgeld der Bank of Scotland einmal pro Jahr am 31. Dezember bzw. im Falle einer Kontoauslösung auch früher. Für Überweisungen, Kontoführung oder Postverkehr fallen keinerlei Gebühren an.
Tagesgeld-Anlage als Sparplan möglich
Die Anlage von Tagesgeld bei der Bank of Scotland ist an drei Bedingungen geknüpft: der Kunde muss ein Girokonto bei einer deutschen Bank, eine Handy mit deutscher Telefonnummer und eine Email-Adresse haben. Auch regelmäßige Einzahlungen auf das Tagesgeldkonto in Form eines Sparplans sind möglich.
Der Kunde kann sein angelegtes Tagesgeld weder in bar abheben noch auf andere Konten überweisen. Auszahlungen sind ausschließlich über ein zuvor festgelegtes Referenzkonto möglich.
Der bei Tagesgeld-Transfers verwendete Sicherheitsstandard ist dabei, so urteilte der TÜV Saarland, auf besonders hohem Niveau. Die Bank verwendet das – hier ebenfalls kostenlose –mTAN-System: Dabei erhält der Kunde, wenn er online ein Überweisungsformular ausfüllt, eine TAN-Nummer per SMS auf sein Handy. Die Transaktionsnummer bleibt nur fünf Minuten gültig.
Die Bank of Scotland mit Sitz in Edinburgh wurde 1695 gegründet und ist die weltweit älteste Bank mit dem Recht, Banknoten auszugeben. Das Finanzinstitut gilt als Vorreiter bei technischen Finanzinnovationen, führte schon in den achtziger Jahren das Online-Banking ein.
Mit einem wettbewerbsfähigen Tagesgeld-Konto ist die Bank of Scotland seit Anfang 2009 auf dem deutschen Markt aktiv. Darauf beschränkt sich derzeit ihr Angebot in Deutschland.
Nach eigenem Bekunden will die Bank künftig unter den fünf besten Anbietern von Tagesgeldern in Deutschland bleiben, da der deutsche Markt europaweit der größte für Spareinlagen sei und das Sparvolumen etwa ein Drittel über jenem britischer Kunden liege. Zudem ist der deutsche Arm der Bank of Scotland mit einem Büro in Frankfurt bereits seit 1998 im Markt für Unternehmensfinanzierungen aktiv.
Die Bank of Scotland gehört der britischen Lloyds Group an und ist somit dem staatlichen britischen Einlagensicherungsfonds angeschlossen. Über diesen Fonds sind die Einlagen, also auch Tagesgeld-Anlagen, bis zu einem Gegenwert von insgesamt 50.000 britischen Pfund oder 50.000 Euro zu 100 Prozent pro Kunde abgesichert. Die Höchstgrenze ergibt sich stets aus dem höheren Betrag. Dies gilt auch für deutsche Anleger und Sparer. (as)