Produktcheck Tagesgeld Leaseplan Bank

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
12.01.2016
Auf einen Blick

"100 % Niederländisch, 100 % Anlagebank", so werden Sparer auf der Internetseite der Leaseplan Bank begrüßt. Wie gut ist das Tagesgeld aus Holland?

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Merkmale

Die Leaseplan Bank ist relativ neu am deutschen Markt. Doch seit Markteintritt im November 2015 bietet das Bankhaus Tagesgeld-Zinsen, die deutlich über dem Durchschnitt liegen. Das belegt auch der Biallo.de-Tagesgeld-Vergleich. Sparer führen ihr Konto komplett online und müssen keine Gebühren entrichten. Auf Filialen verzichtet das Geldhaus, was sich jedoch positiv auf den Zins auswirkt. Kundengelder werden - bei attraktiven Zinsen - monatlich verzinst. Außerdem ist der gute Zins nicht zeitlich befristet, was jedoch nicht heißen muss, dass er dauerhaft nicht gesenkt wird. Über Zinsänderungen informiert die Leaseplan Bank per E-Mail. Maximal können Sparer 500.000 Euro mitbringen. Die Leaseplan Bank stellt jedes Jahr spätestens am 1. März die Erträgnisaufstellung auf, die Sparer für die Einkommensteuererklärung benötigen.

Die Leaseplan Bank bietet ausschließlich Tages- und Festgeld an. Die Einlagen investieren die Niederländer vollständig in die Autoleasingaktivitäten der Muttergesellschaft LeasePlan Corporation N.V. LeasePlan Corporation N.V. finanziert bereits seit 1963 Leasingverträge von Pkw und Nutzfahrzeugen in mehr als 30 Ländern.

Stärken

Der Zinssatz ist derzeit in der absoluten Spitzengruppe. Was jedoch einzigartig ist, ist die attraktive Kombination aus Zinshöhe und Verzicht auf zeitliche Befristung dieser Konditionen. Anders formuliert: Der hohe Zins ist kein Schaufensterzins, wie bei vielen Mitbewerbern, die nach wenigen Monaten aber ihre Zinszahlungen deutlich herunterfahren. Durch die monatliche Verzinsung kommen Anleger zudem in den Genuss von Zinseszinsen. Positiv ist auch, dass Kundengelder bis 100.000 Euro über die solide niederländische Einlagensicherung gesichert sind.

Schwächen

Wer mehr als 100.000 Euro anlegt, ist nicht vollumfänglich abgesichert. Hier gibt es Anbieter, die auf freiwilliger Basis höhere Sicherheitsstandards in Sachen Einlagensicherungshöhe anbieten. Wer neben Tages- und Festgeld weitere Finanzprodukte in Anspruch nehmen möchte, wird hier nicht fündig. Die Bank ist noch relativ neu am deutschen Markt, so dass abzuwarten bleibt, ob die Zinsen auch über einen längeren Zeitraum an der Spitze bleiben.

Wettbewerber

Beim deutschen Anbieter Audi Bank erhalten Kunden zum Betrachtungszeitpunkt einen höheren Zinssatz, allerdings nur für vier Monate. Einlagen sind hier dafür in Höhe von 1,34 Milliarden Euro abgesichert. Einen unbefristet hohen Zins bekommen Sparer auch bei der ebenfalls niederländischen MoneYou, einer Marke der Großbank ABN Amro.
 

Fazit: Wer weniger als 100.000 Euro flexibel anlegen will, ist mit einem Tagesgeld-Konto der Leaseplan Bank gut beraten. Beträge, die darüber hinaus reichen, sind jedoch nicht abgesichert im unwahrscheinlichen Fall einer Bankenpleite.

Bewertung
Tagesgeld - Leaseplan Bank
Zinsen (50 Prozent) Zinshöhe (50%) 5 Zinsstabilität Rückschau (25%) 4 Zinsstabilität Ausblick (25%) 5 4.8
Sicherheit (25 Prozent) Sicherheit (100%) 3 3.0
Nebenbedingungen (15 Prozent) Rahmenbedingungen (50%) 5 Mindest-/Höchstanlage (35%) 5 Aktionszeitraum (15%) 5 5.0
Service (10 Prozent) Kommunikationswege (30%) 5 Kontoeröffnung (70%) 4 4.3
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 4.3
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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