Produktcheck Tagesgeld Mercedes-Benz Bank

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
15.02.2016
Auf einen Blick

Ein Mercedes-Sportwagen hat für viele seinen Reiz. Doch ist das Tagesgeld der Mercedes-Benz Bank ebenfalls ein Hingucker?

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Merkmale

Die Mercedes-Benz Bank hat ihren Sitz in Stuttgart und zählt mit rund 1.500 Mitarbeitern und etwa einer Million Kunden zu den bundesweit führenden Autobanken. Das Bankhaus ist ein Tochterunternehmen von Daimler Financial Services, dem Finanzdienstleister des Daimler-Konzerns. Neben unter anderem Autofinanzierungen und Kreditkarten hat die Mercedes-Benz Bank auch Geldanlageprodukte im Programm, so etwa Tagesgeld. In puncto Tagesgeld unterscheiden die Stuttgarter nach "Kontoführung online" und "Kontoführung Classic". Das Classic-Modell ermöglicht eine schriftliche und telefonische Kontoführung sowie die Verwaltung per Internet. Dafür gibt es für diese Variante geringere Zinsen. Die Zinszahlungen erfolgen in beiden Fällen monatlich auf ein zuvor bestimmtes Girokonto. Als Mindestanlage fordert das Geldhaus 2.500 Euro, nach oben hin gibt es faktisch keine Grenzen. Wer mehr als fünf Millionen Euro anlegen möchte, muss die Zinshöhe mit der Mercedes-Benz Bank besprechen. Die Einlagensicherung liegt pro Kunde bei 310 Millionen Euro.

Stärken

Die hohe Einlagensicherung übersteigt die gesetzlichen Standards, was eine Geldanlage bei der Mercedes-Benz Bank sicher macht. Positiv ist auch, dass durch die monatliche Verzinsung ein Zinseszinseffekt entsteht. Bei der Offerte handelt es sich nicht um ein reines Neukunden-Angebot. Das heißt, der Zinssatz sinkt nach einer Garantiefrist nicht zwangsläufig enorm ab.

Schwächen

Der Zinssatz liegt zwar stabil auf dem Niveau des Marktdurchschnitts, von den Spitzenabietern ist das Tageseld-Angebot aus dem Hause Mercedes aber weit entfernt. Darüber hinaus erhalten Kunden, die sich für das Modell "Classic" entscheiden schlechtere Zinskonditionen. Negativ ist auch, dass Sparer mindestens 2.500 Euro mitbringen müssen.

Wettbewerber

Andere Autobanken machen es vor: So bieten Audi Bank und Renault Bank zum Betrachtungszeitpunkt für die ersten Monate 1,25 bzw. 1,00 Prozent Zinsen. Allerdings sinkt der Zins dannach erheblich ab. Bei der Audi Bank etwa bekommen Kunden nach Ablauf der ersten vier Monate 0,30 Prozent - wie bei der Mercedes-Benz Bank. Die niederländische MoneYou hingegen befristet ihren Spitzenzins nicht.
 

Fazit: Die Mercedes-Benz Bank hinkt in Sachen Zins deutlich hinterher - und das ist neben der Sicherheit das Hauptargument beim Tagesgeld. Dem Angebot fehlen die Pferdestärken. Derzeit machen andere Anbieter das Rennen.

Bewertung
Tagesgeld - Mercedes-Benz Bank
Zinsen (50 Prozent) Zinshöhe (50%) 1 Zinsstabilität Rückschau (25%) 3 Zinsstabilität Ausblick (25%) 3 2.0
Sicherheit (25 Prozent) Sicherheit (100%) 5 5.0
Nebenbedingungen (15 Prozent) Rahmenbedingungen (50%) 5 Mindest-/Höchstanlage (35%) 4 Aktionszeitraum (15%) 5 4.7
Service (10 Prozent) Kommunikationswege (30%) 3 Kontoeröffnung (70%) 3 3.0
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 3.2
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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