Satte Zinsen bei Genossenschaften Über sieben Prozent Dividende

Satte Zinsen bei Genossenschaften Über sieben Prozent Dividende

Max Geißler
von Max Geißler Horst Biallo
16.05.2014
Auf einen Blick

Sparalternativen zu den aktuellen Magerzinsen sind rar. Ein Lichtblick sind Genossenschaften – sie zahlen ihren Mitgliedern satte Dividenden!

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Sie suchen eine sichere, langfristige und hochprozentige Geldanlage? Dann sollten Sie einen Blick auf Genossenschaftsbanken und Wohnungsbaugenossenschaften werfen. Muss man bei Sparda-, Volks- und PSD-Banken meist ein Girokonto eröffnen, um dabei zu sein, ist das bei Wohnungsgenossenschaften ganz anders.

So gewährt die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 seit Jahren satte vier Prozent Dividende auf ihre Genossenschaftsanteile. Dabei spielt es keine Rolle, ob man in einer Immobilie der Genossenschaft wohnt oder nicht. Jeder kann Mitglied werden, egal wo er wohnt. Und auch die Höhe der Einlage ist flexibel. Mitglieder können bis zu 200 Anteile zeichnen. Ein Anteil kostet 300 Euro, das heißt, jedes Mitglied kann bis zu 60.000 Euro anlegen. Abzüglich des unverzinsten Pflichtanteils hätten Sparer damit zuletzt 2.308 Euro Dividende eingefahren. Beteiligungen von bis zu 31.000 Euro erlaubt die Chemnitzer Siedlungsgemeinschaft. Allerdings schütteten die Sachsen zuletzt nur zwei Prozent Rendite aus.

Top-Dividenden bei Sparda- und PSD-Banken

Neben preisgünstigem Zahlungsverkehr, etwa durch gebührenfreie Girokonten und kostenlose Geldautomaten, bieten viele PSD-, Sparda- und Volksbanken attraktive Zinsen auf ihre Genossenschaftsanteile. Laut einer aktuellen Umfrage von biallo.de erreichen die Dividenden mehr als sieben Prozent. Zwar ist der Zugang zu den Genossenschaftsanteilen in der Regel begrenzt. Da aber auch Ehepartner und Kinder Genossenschaftsmitglied werden können, können Familien ihre Einlage leicht verdoppeln oder verdreifachen. Sie sind schon Kunde einer PSD- oder Sparda-Bank und haben erst einen Anteil gezeichnet, obwohl sie mehrere zeichnen könnten? Dann sollten Sie das schleunigst nachholen!

Genossenschaft

Anlagebetrag max. pro Mitglied in €

Dividende
2012 in %

Zur Bank

Berliner Bau- und Wohnungs-genossenschaft von 1892

60.000,00

4,00


Sparda Bank Berlin

1.352,00

3,00 + 1,0 Bonus


PSD Bank Berlin-Brandenburg

1.000,00

6,00


Sparda Bank Nürnberg

520,00

4,50

PSD Bank Nürnberg

500,00

5,00 + indiv. Bonus


PSD Rhein Neckar Saar

500,00

7,00

VR-Bank Landsberg-Ammersee

300,00

4,75


PSD Hessen Thüringen

300,00

5,00

Sparda Bank München

260,00

4,50

Sparda Bank West

156,00

5,95

PSD Koblenz

100,00

4,50


PSD Rhein Ruhr

100,00

7,50

Sparda Bank Hessen

52,00

4,50

Sparda Bank Münster

52,00

4,00

Genossenschaftsbanken stellen Bedingungen

Kunden von Genossenschaftsbanken müssen in aller Regel Mitglied der entsprechenden Bankgenossenschaft sein. Das gilt aber nicht bei jeder Bank. „Rein theoretisch kann jeder bei uns einen Anteil zeichnen, ohne einen Kredit aufzunehmen oder ein Girokonto zu eröffnen“, heißt es zum Beispiel bei der PSD Bank Rhein-Ruhr. Ein Genossenschaftsanteil kostet zwischen 50 und 100 Euro, die Geldinstitute zahlen darauf jährlich eine Dividende. Die Höhe der Ausschüttung ist allerdings nicht garantiert. Die Zahlung wird jährlich neu festgelegt und richtet sich nach dem unternehmerischen Erfolg. Da Genossenschaftsbanken jedoch nicht mit den Kundengeldern an den internationalen Kapitalmärkten spekulieren, erwirtschaften sie auch in Krisenzeiten stabile Renditen. Die Anteile unterliegen zwar nicht der Einlagensicherung deutscher Banken, doch während der jahrzehntelangen Geschäftspraxis ist noch nie eine Genossenschaftsbank Pleite gegangen. Das Ausfallrisiko für das eingesetzte Kapital tendiert also gegen Null.

Eine Hürde stellt das Regionalprinzip dar. Alle Genossenschaftsbanken nehmen nur Mitglieder innerhalb ihres Geschäftsbereichs auf. Manchmal bestehen allerdings Schlupflöcher, etwa wenn Kunden im Geschäftsgebiet der Bank eine Immobilie erwerben und eine Finanzierung vor Ort abschließen. Hier lohnt die Nachfrage. Man muss jedoch auch wissen: Wer aussteigen will, muss eine Kündigungsfrist von bis zu sechs Monaten beachten. Die Auszahlung der Einlage samt Zinsen erfolgt nach der Hauptversammlung im Folgejahr, die meist im Mai stattfindet. Da eine Genossenschaftseinlage jedoch als langfristiges, gut verzinstes unternehmerisches Engagement zu betrachten ist, sollte das nicht so sehr ins Gewicht fallen.

Unser Tipp:Sie möchten Ihr Geld doch lieber in Tagesgeld oder Festgeld anlegen? Mit dem Biallo-Geldanlage-Vergleich finden Sie Angebote mit hohen Zinsen - bei drei Jahren Laufzeit sind aktuell sogar über drei Prozent Zinsen drin.

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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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