Produktcheck Tagesgeld Südtiroler Sparkasse

Thomas Brummer
von Thomas Brummer
28.10.2015
Auf einen Blick

Von diesen Tagesgeld-Zinsen können Kunden einer deutschen Sparkasse meist nur träumen: Das Tagesgeld-Konto der Südtiroler Sparkasse im Biallo-Test:

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Merkmale

Die Sparkasse Südtirol ist das größte Kreditinstitut Südtirols. Das Geldhaus existiert seit etwa 160 Jahren und beschäftigt rund 1400 Mitarbeiter. Neben einigen Filialen in Norditalien unterhält die Südtiroler Sparkasse auch eine Niederlassung in München. Wer einen deutschen Wohnsitz hat, kann ein Tagesgeld-Konto online beantragen. Ebenso braucht man ein Handy mit deutscher Rufnummer und muss bereits volljährig sein. Einen Mindest- oder Maximalbetrag gibt es beim Tagesgeld der Südtiroler Sparkasse nicht. Das Konto kann auf Wunsch sowohl als Einzel- als auch als Gemeinschaftskonto geführt werden. Die Offerte richtet sich ausschließlich an Privatpersonen. Die Südtiroler unterscheiden beim Zins: Tagesgeld-Neukunden, die ihr Konto online beantragt hatten und maximal 100.000 Euro anlegen, erhalten den "Tagesgeld Extra Zins". Dieser liegt gegenwärtig bei 0,90 Prozent. Der "Tagesgeld Standard Zins" greift, bei Anlagen jenseits der 100.000 Euro oder bei Bestandskunden. Er bewegt sich aktuell bei 0,70 Prozent. Die Zinsen werden quartalsweise gutgeschrieben.

Stärken

Die Verzinsung einmal pro Quartal befeuert den Zinseszinseffekt. Der Neukunden-Zins bewegt sich in Reichweite der absoluten Spitzenanbieter. Fair ist auch, dass der Bestandskunden-Zinssatz lediglich um 0,2 Prozentpunkte abfällt. Hier müssen Kunden anderer Geldhäuser deutlich größere Einbußen hinnehmen. Und auch die Garantiefrist fällt mit sechs Monaten relativ großzügig aus. Positiv auch: In Sachen Einlagenhöhe gibt es keine Einschränkungen.

Schwächen

Der Zins reicht nicht ganz an die Top-Banken heran. Eine telefonische Kontoführung ist nicht möglich. Außerdem greift im unwahrscheinlichen Fall einer Bankenpleite die italienische Einlagensicherung. Italien wird von der Rating Agentur Standard & Poor’s mit BBB- bewertet. Die Ländereinstufung bedeutet: Bei Verschlechterung der Gesamtwirtschaft ist mit Problemen zu rechnen.

Wettbewerber

Bei der Volkswagen Bank gibt es derzeit für Neukunden wesentlich höhere Zinsen – allerdings nur für die ersten vier Monate. Auf Dauer höhere Zinsen gibt es dagegen bei MoneYou. Die Niederländer kennen keine Unterscheidung zwischen Neu- und Bestandskundenkonditionen.
 

Fazit: Die Südtiroler Sparkasse bietet Kunden hierzulande ein attraktives Tagesgeld, mit dem nur wenige deutsche Anbieter mithalten können. Ein absolutes Spitzenangebot ist es nicht, solide aber allemal.

Bewertung
Südtiroler Sparkasse - Tagesgeld
Zinsen (50 Prozent) Zinshöhe (50%) 4 Zinsstabilität Rückschau (25%) 5 Zinsstabilität Ausblick (25%) 5 4.5
Sicherheit (25 Prozent) Sicherheit (100%) 3 3.0
Nebenbedingungen (15 Prozent) Rahmenbedingungen (50%) 3 Mindest-/Höchstanlage (35%) 5 Aktionszeitraum (15%) 4 3.9
Service (10 Prozent) Kommunikationswege (30%) 3 Kontoeröffnung (70%) 4 3.7
Gesamtbewertung (Bestnote: 5 Sterne) 3.9
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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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Jahrgang 1985, schloss eine kaufmännische Ausbildung ab. Anschließend studierte er Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg und war währenddessen als Werkstudent bei LV 1871 und Wealthcap (Fondsgesellschaft von Unicredit) tätig. Nach Beendigung des Studiums schrieb er für das Anlegermagazin „Der Aktionär“. Im Anschluss absolvierte er eine Hospitanz in der Wirtschaftsredaktion der Rheinischen Post in Düsseldorf.

Seit Januar 2014 ist er bei biallo.de und verfasst dort überwiegend Artikel zu Geldanlagethemen. Daneben publiziert er regelmäßig in Tageszeitungen, wie Münchner Merkur, Rhein Main Presse, Frankfurter Neue Presse oder Donaukurier.

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