Tagesgeld Topzins bei Depotübertrag

Tagesgeld Topzins bei Depotübertrag

Max Geißler
von Max Geißler
10.10.2016
Auf einen Blick

Auf der Suche nach hohen Sparzinsen finden Anleger immer wieder interessante Nischen. So zahlen Banken für den Depotübertrag bis zu 2,5 Prozent Zinsen.

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Wenn Sie wegen der guten Renditechancen einen Teil Ihres Ersparten in Aktien oder Fonds investieren möchten, können Sie zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Einerseits ein gebührenfreies Depot bei einer Bank mit großem Wertpapierangebot eröffnen und andererseits hohe Zinsen aufs Tagesgeld kassieren.

2,5 Prozent aufs Tagesgeld

Möglich macht dies zum Beispiel die Consorsbank. Die Nürnberger Direktbank zahlt für die Neueröffnung eines Wertpapierdepots und den anschließenden Übertrag von Aktien, Fondsanteilen oder Zertifikaten zwölf Monate lang bis zu 2,5 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld. Das ist aktuell der höchste Wert für ein bundesweites Tagesgeldkonto. Bei einem Anlagebetrag von 20.000 Euro erzielen Anleger binnen Jahresfrist immerhin einen Gewinn von 500 Euro. Für höhere Beträge gilt der Topzins allerdings nicht. Ab 20.001 Euro zahlt die Bank nur noch 0,1 Prozent.

Um den Topzins zu erhalten, müssen Sie Papiere im Wert von mindestens 6.000 Euro zur Consorsbank übertragen, die Anteilscheine ein Jahr lang im Depot halten und zugleich Ihr Depot bei der bisherigen Bank schließen. Ohne Schließen des Altdepots, aber bei Übertrag von Wertpapieren im Wert von mindestens 6.000 Euro, gewährt die Direktbank nur 1,5 Prozent Zinsen. Vorteil: Die Zinsen aufs Tagesgeld werden vierteljährlich gutgeschrieben, der entstehende Zinseszinseffekt puscht die Rendite. Kosten entstehen keine, denn sowohl der Wertpapierübertrag, die Depotführung als auch das Tagesgeldkonto sind gebührenfrei. Sparer können aus über 10.000 Fonds wählen, rund 1.200 davon erfordern keine Ausgabegebühr.

Zwei Prozent bei Targobank

Die Targobank garantiert zwölf Monate lang 2,0 Prozent Zinsen aufs Tagesgeld, wenn Sie Wertpapiere in Höhe von mindestens 7.000 Euro von Ihrem bisherigen Depot auf ein Depot der Targobank übertragen. Das Gute: Den Aktionszins gibt es bis zu einem Anlagebetrag von 40.000 Euro - also doppelt so hoch wie bei der Consorsbank. Zusätzlich erhalten Börsianer zehn free Trades im ersten Jahr für das Online Brokerage. Damit können Sie Aktien oder Zertifikate zum Nulltarif erwerben, Fondsanteile sind allerdings ausgeschlossen. Das Targo-Depot ist gebührenfrei bei Nutzung des Online-Postfachs oder ab einem Gesamtguthaben von 50.000 Euro bei der Targobank. Anderfalls fallen 2,50 Euro Gebühr pro Monat an.

Tagesgeld ohne Auflagen

Häufig sind überdurchschnittliche Zinsen aufs Tagesgeld mit Auflagen wie dem Depotübertrag verbunden. Ohne Nebenbedingungen sind die Zinsen zwar niedriger, dafür bleiben Sparer aber flexibel und brauchen ihrer bisherigen Bank in Sachen Depot nicht den Rücken zu kehren. Topzinsen von 1,10 Prozent für Tagesgeld offeriert zum Beispiel die Audi Bank. Die Zinsen sind vier Monate garantiert. Ein Zehntel weniger schreibt die ING-Diba gut, und das ebenfalls für vier Monate. Die Renault Bank direkt sichert 0,8 Prozent für drei Monate zu. Ohne zeitliche Beschränkung erhalten Sie bei Denizbank und Südtiroler Sparkasse im Augenblick je 0,60 Prozent Zinsen, die niederländische Direktbank Moneyou schreibt 0,55 Prozent bis auf weiteres gut. 
 

3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
58,33
1,00%
2.
57,57
0,75%
3.
49,22
1,10%
Betrag 10.000 €, Laufzeit 9 Monate
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

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