Welche Bank zahlt dauerhaft Topzinsen?

Tagesgeld Welche Bank zahlt dauerhaft Topzinsen?

Max Geißler
von Max Geißler
06.10.2016
Auf einen Blick

Beim Tagesgeld entscheidet der Zins. Doch der kann schwanken. Wie erkenne ich, welche Bank dauerhaft überdurchschnittliche Zinsen zahlt?

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Bei Tagesgeld ist die Sache scheinbar klar: Die Bank mit den höchsten Zinsen hat das attraktivste Tagesgeldkonto. Doch ganz so einfach ist das nicht. Die Konditionen schwanken nämlich. Eine Bank, die heute mit dem besten Zins wirbt, kann ihn morgen herabsetzen – zum Ärger des Sparers. Um erneut an Topzinsen zu kommen, müssen Sie dann das nächste Tagesgeldkonto eröffnen und mit Ihrem Ersparten zu einer anderen Bank umziehen. Das ist zwar grundsätzlich kein Problem – macht aber Mühe. Schöner wäre es, wenn man sein Geld bei einer Bank anlegen könnte, die dauerhaft hohe Tagesgeld-Zinsen zahlt. Doch gibt’s das überhaupt und wie findet man die?
 

Tagesgeld-Vergleich: Die Zinsentwicklung fest im Blick

Frohe Kunde für Anleger: Ja, es gibt Banken, die kontinuierlich überdurchschnittliche Zinsen zahlen. Dazu gehören vor allem Direktbanken, die mit zeitlich befristeten Topzinsen werben. Diese Zinssätze liegen in der Regel deutlich über dem Marktniveau. So profitieren Neukunden bei Audi-Bank oder ING-Diba vier Monate lang von 1,1 bzw. 1,0 Prozent Garantiezins. Consorsbank schreibt sogar zwölf Monate die Zinsen fest, aktuell 0,6 Prozent.
 

Was passiert nach der Zinsgarantie?

Entscheidend ist jedoch, was über den Garantiezeitraum hinaus passiert. Um das zu sehen, müssen Sie die Zinsentwicklung und vor allem die Höhe der Zinsen im Vergleich zum Gesamtmarkt im Blick haben. Nichts leichter als das! Unser Tagesgeld-Vergleich hilft Ihnen dabei. Rufen Sie dazu die Übersicht auf, klicken Sie auf die gewünschte Bank und informieren Sie sich in der rechten Spalte über die Entwicklung der Zinsen. Das Diagramm zeigt die Zinsentwicklung der letzten zwölf Monate im Vergleich zum Gesamtmarkt.
 

  • Beispiel Denizbank: Die Zinskurve der Denizbank liegt seit Monaten konstant bei 0,6 Prozent. Der Vergleich mit dem Gesamtmarkt zeigt, dass die Vergütung kontinuierlich etwa doppelt so hoch ist wie der Zinsdurchschnitt aller Banken. Für Sie als Anleger ist das ein deutlicher Fingerzeig, dass die Denizbank gewillt ist, dauerhaft mit guten Zinsen zu überzeugen. Zum Vergleich: Laut Biallo-Tagesgeldindex schreiben Banken und Sparkassen derzeit durchschnittlich nur 0,24 Prozent Zinsen gut.

 

  • Beispiel Targobank: Das Gegenbeispiel liefert die Targobank. Klicken Sie dazu am Endes Tagesgeld-Vergleichs auf den Button "Alle Anbieter" und scrollen zur Targobank. Wenn Sie jetzt auf die Bank klicken, dann sehen Sie auf der Detailseite, dass das Geldhaus schon seit über einem Jahr deutlich unterdurchschnittliche Zinsen zahlt, aktuell gerade mal 0,1 Prozent. Mit diesem Tagesgeld ist kein Staat zu machen.


Tagesgeld: Detailangaben liefern wichtige Hintergrundinfos

Auf der sogenannten Detailansicht erfahren Sie aber noch mehr. Zum Beispiel bis zu welchem Anlagebetrag der Zinssatz gilt, wie oft die Bank Zinsen zahlt und auf welche Weise die Kontoführung erfolgen kann, etwa nur elektronisch oder auch via Telefon. Dies ist zum Beispiel wichtig, wenn Sie größere Beträge anlegen möchten. Die Consorsbank gewährt beispielsweise ihre garantierten Topzinsen nur bis zu einem Anlagebetrag von 20.000 Euro. Des Weiteren ersehen Sie auf der Detailseite die Kontaktdaten der Bank oder nutzen die direkte Weiterleitung via Internet, um das Tagesgeldkonto im Handumdrehen zu eröffnen.
 

Biallo Lesetipp

: Die Einlagensicherung schützt Ihr Geld, wenn eine Bank in Schieflage gerät. Das gilt auch für Tagesgeld und Festgeld bei ausländischen Banken.

3
 
Anbieter
Zinsertrag
Zinssatz
 
1.
116,67
1,00%
2.
115,14
0,75%
3.
98,43
1,10%
Betrag 20.000 €, Laufzeit 9 Monate
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Max Geißler
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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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nach dem Studium der Politikwissenschaft in München arbeitete ich als Redakteur im ökom-Verlag. Zeitgleich begann ich freiberuflich über Wirtschafts- und Finanzthemen für verschiedene Tageszeitungen zu schreiben. Über mehrere Lektoratsstellen in verschiedenen Bucherverlagen (u.a. Meister Verlag, Gerling Akademie Verlag) kam ich 1998 zu biallo.de.

Für das Finanzportal bearbeite ich seither die Themen Geldanlage, Vorsorge, Immobilien und Steuern. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschienen die Biallo-Bücher: „Immobilienfinanzierung“ und „Tages- und Festgeld“. 2006 veröffentliche ich das Fachbuch: „Börse für jedermann“ (Linde Verlag, Wien).

Darüber hinaus berichte ich regelmäßig in Tageszeitungen über Finanz- und Wirtschaftsthemen, u.a. für Süddeutsche Zeitung, Münchner Merkur, Westdeutsche Zeitung, Kölner Stadtanzeiger, Ruhrnachrichten und Badische Zeitung.

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