Telefon-&-DSL-Vergleich Wann lohnt sich ein Wechsel zur Telekom-Konkurrenz?

Telefon-&-DSL-Vergleich Wann lohnt sich ein Wechsel zur Telekom-Konkurrenz?

Fritz Himmel
von Fritz Himmel
29.08.2016
Auf einen Blick

Komplettpakete aus Festnetz- und DSL-Anschluss gibt es von vielen Anbietern. Wann sich ein Wechsel für Sie lohnt, hängt jedoch auch von Ihrem Telefonverhalten ab.

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Günstig telefonieren und im Internet surfen - das wollen Sie sicher auch. Klären Sie aber vor einem Wechsel einige wichtige Fakten ab! Wenn Sie Ihren Telefon-Anschluss bei der Deutschen Telekom kündigen und vollständig zu einer anderen Telefonfirma wechseln, so beenden Sie damit Ihre Geschäftsbeziehung zum Ex-Monopolisten. Die Rechnung für Anschluss und Verbindungen bekommen Sie dann von Ihrem neuen Telefonpartner.


Günstigere Grundgebühren bei der Konkurrenz

Der häufigste Vorteil beim neuen Anbieter: Die monatlichen Anschlusskosten sind in der Regel deutlich günstiger. Entscheiden Sie sich gar für ein Komplett-Paket aus Telefon-/DSL-Anschluss plus jeweils eine Telefon- und/oder Internetpauschale (Flatrate) bei der Telekom-Konkurrenz, so zahlen Sie dadurch meist bis zu zehn Euro im Monat weniger. Im Jahr lassen sich so über 100 Euro allein an diversen Grundgebühren einsparen.

Aktuelle reguläre Preisbeispiele (ohne Aktionsrabatte): Die Deutsche Telekom bietet ihr Komplettangebot "Magenta Zuhause S" regulär für 34,95 Euro monatlich an. Das Paket beinhaltet einen Telefon- und DSL-16.000-Anschluss sowie eine Doppelflatrate für Internet und unbegrenzte Inlandstelefonate im Festnetz der Telekom. Konkurrenten wie Vodafone, O2, 1&1 oder Easybell berechnen für eine ähnliche Ausstattung maximal 29 Euro im Monat.

Vergleicht man im August 2016 allein die monatlichen regulären Grundgebühren der einzelnen Wettbewerbsangebote, so müssten Sie für eine 24-monatige Vertragslaufzeit bei der Telekom für "Magenta Zuhause S" 838,80 Euro, dagegen bei Easybell lediglich 598 Euro bezahlen - ein deutlicher Unterschied.

Nachteil: Kein Call-by-Call mehr möglich

Doch ein kompletter Anschlusswechsel birgt auch eventuelle Nachteile. So ist bei den alternativen Gesellschaften die Nutzung der beliebten Call-by-Call-Methode nicht mehr möglich. Auch wenn alle Anbieter mit den Telefonpauschalen werben, so beschränken sich diese nur auf die Kosten für innerdeutsche Festnetzverbindungen. Zum Pauschalpreis addieren sich später noch die Gebühren für Telefonate in die deutschen Mobilfunknetze, ins Ausland und zu Servicenummern.

Zu allen Anrufzielen, die die Pauschale nicht beinhaltet, fallen dann die jeweiligen Minutenpreise des Anbieters an. Meist liegen hier die Tarife ins Ausland und zum Handy deutlich höher als bei den Call-by-Call-Tarifen, oft sogar um mehrere 100 Prozent! So kostet bei 1&1 beispielsweise die Gesprächsminute zum deutschen Handy 19,9 Cent, bei Vodafone fallen mindestens 19 Cent an. Ähnlich hoch liegen die Preise auch bei den Kabel-TV-Anbietern. Über Call-by-Call wären solche Verbindungen zur Zeit für zwei bis drei Cent möglich.

Noch höhere Preisdifferenzen finden sich bei Auslandsgesprächen. Je nach Ihrem Nutzerverhalten könnte sich so Ihr vermeintliches „Grundgebühr-Schnäppchen“ später als Reinfall entpuppen.

Biallo-Tipp:
Überprüfen Sie vor einem Komplettwechsel – vor allem mit Vertragslaufzeiten von 24 Monaten – unbedingt Ihr tatsächliches Telefonaufkommen an Hand Ihrer früheren Rechnungen. Lassen Sie auch Kriterien wie Kundenservice, Beratung und die Erreichbarkeit der Hotline in Ihre Überlegungen mit einfließen.

Lese-Tipp:

Immer mehr Breitbandkunden entscheiden sich für einen Internetzugang von den Kabel-TV-Anbietern. Gründe sind oft höhere Bandbreiten bei geringeren Grundgebühren. Mehr dazu in unserem Artikel: "DSL gegen Kabelinternet: Wohin wandern die Kunden?".

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nach dem Sprachstudium (Indologie/Anglistik) in München ging ich zuerst in die Filmbranche zu Warner Columbia und arbeitete anschließend viele Jahre als Werbeleiter in einem Fachbuchverlag in München.

Seit Gründung 1997 bin ich Mitglied bei Biallo & Team. Für das Finanzportal biallo.de bearbeite ich schwerpunktmäßig die Bereiche Telekommunikation, Altersvorsorge und Versicherungen sowie Erbrecht. Im Rahmen der Zusammenarbeit erschien das Biallo-Buch „Das neue Pflichtteilsrecht“.

Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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Darüber hinaus in dieser Zeit regelmäßige Veröffentlichungen zu Wirtschafts- und Verbraucherthemen in rund 20 Tageszeitungen, u.a. Welt am Sonntag, Münchner Merkur, Kölner Stadtanzeiger, Frankfurter Neue Presse, Westdeutsche Zeitung, Südkurier, Schwäbische Zeitung etc.

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