Startseite | RSS | Mobil | Sitemap |
Dienstag, 27.09.2016 10:41 Uhr
Newsletter:
Suche:
Startseite
Startseite > Telefon & Internet > O2 darf E-Plus schlucken
Artikel bewerten:
AAA
08.07.2014 16:22

O2 darf E-Plus schlucken Was der Zusammenschluss für Kunden bedeutet

von
Das Kartellamt hat es genehmigt: Der Mutterkonzern von O2, Telefónica, darf den Anbieter E-Plus vom KPN-Konzern übernehmen. Das bedeutet die Elefantenhochzeit für die 43 Millionen Kunden:
O2 darf E-Plus schlucken Was der Zusammenschluss für Kunden bedeutet
Weniger Anbieter - das muss nicht weniger Angebot heißen. Denn das Kartellamt hat die O2/E-Plus-Fusion nur mit Auflagen erlaubt.
Können sich die beiden Konzerne einfach so zusamenlegen?

Nein. Die EU-Kommission hat die Fusion der deutschen Mobilfunknetzbereiber O2 und E-Plus zwar genehmigt - aber nur unter Bedingungen. Die Erlaubnis ist an "die vollständige Umsetzung eines Verpflichtungspakets gebunden", sagen die Euro-Kommissare. Die O2-Mutter Telefónica muss vor der Übernahme bis zu 30 Prozent der gemeinsamen Netzkapazität an Betreiber ohne eigene Netze verkaufen. Einen entsprechenden Vertrag mit Drillisch haben die Spanier bereits unterzeichnet. Das bedeutet neue Angebote von diesem Dienstleister. Telefónica will überdies Netzangebote im 2,1- und 2,6-GHz-Bereich an Konkurrenten ohne eigene Netze abgeben - und muss zudem sein LTE-Netz "allen interessierten Marktteilnehmern" öffnen. Auch bei LTE wird es also neue Angebote und Tarife geben.

Welche Kunden betrifft der Zusammenschluss von E-Plus und O2?
E-Plus hat 23,9 Millionen Kunden, O2 19,3 Millionen – aber auf den meisten Verträgen stehen andere Markennamen. Zu E-Plus gehören Base, Simyo, Yourfone und Blau.de sowie der auf türkisch-stämmige Mitbürger spezialisierte Anbieter Ay Yildiz. Auch Kunden von Aldi, MTV oder Tele 2 telefonieren und surfen über das E-Plus-Netz.
O2 besitzt noch die Tochtermarke Fonic, die einer der ersten Discounter war. Auch Tchibo Mobil-Kunden telefonieren im Netz der Münchener.

Wird mein Mobilfunkvertrag bei E-Plus, Simyo oder Base jetzt gekündigt?
Nein, auf absehbare Zeit wird es keine Änderung an den Einzelverträgen geben. Allerdings könnte der neue Großanbieter nach dem organisatorischen Abschluss der Fusion in den kommenden Jahren einzelne Marken einstellen – und den Kunden neue Konditionen anbieten. Mobilfunkverträge laufen aber meistens ohnehin nicht länger als zwei Jahre. Sie können also in Ruhe handeln.

Soll ich schnell einen neuen Mobilfunkanbieter suchen?
Das müssen Sie jetzt nicht - es sei denn, ein anderer Anbieter hat bessere Konditionen und Sie sind vertraglich ungebunden. Eine Sonderkündigung ist ohnehin nur möglich, wenn sich die Allgemeinen Geschäftsbedingungen für den Kunden verschlechtern. Bei vergleichbaren Fusionen im Ausland hat sich die Leistung des neuen Anbieters sogar meist verbessert.

Smartphone Tarife Vergleich
Werden die Netze zusammengelegt?
Ja. Denn so will die O2-Mutter Telefonica mehr als fünf Milliarden Euro Kosten sparen. Künftig soll nur noch eines statt bisher zwei eigenständiger Mobilfunknetze betrieben werden. Ziel ist es, auch im Vertrieb und beim Kundenservice massiv Kosten zu sparen.

Wird bei einem Zusammenschluss das Netz besser?
Das ist sehr wahrscheinlich – und dürfte für die Kunden schon schnell spürbar sein. Denn selbst, wenn die Netze anfänglich noch getrennt sind, können für das jeweils andere Netz Kunden-Handys sofort freigeschaltet werden. Die Abdeckung erhöht sich damit. Und mit dem technischen Zusammenlegen wird auch die Netzqualität besser.

Vor allem E-Plus-Kunden werden davon profitieren. Bei Tests der Fachmagazine Chip und Connect ist das E-Netz zuletzt weit abgeschlagen auf dem letzten Platz gelandet. Besonders außerhalb großer Städte und beim Surfen mit dem Handy zeigten die Marken der Düsseldorfer nach wie vor deutliche Lücken. Wenn die E-Plus-Klientel bald auch das Netz von O2 nutzen kann, wird diese Abdeckung klar verbessert. Die Qualität der Telekom aber wird auch dann vorerst nicht erreicht.

Den neuen Datenturbo LTE bietet E-Plus zudem bisher gar nicht an. Jetzt kann O2 seinen LTE-Ausbau gleich für die 40 Millionen Kunden beider Netze optimieren - auch, wenn Kapazitäten abgegeben werden müssen.

Wird der Service des neuen Großanbieters besser?
Bisher waren O2 und E-Plus vor allem außerhalb der Metropolen dünner vertreten als die weit größeren Vodafone und T-Mobile. Das wird sich jetzt ändern. Zugleich dürfte es aber in den Fußgängerzonen der Städte nicht mehr lange einen E-Plus- neben einem O2-Laden geben. Auch bei den Call-Centern wird es gemeinsame Dienste geben.

Wird das Telefonieren teurer, wenn ein Netzbetreiber verschwindet?
Das ist ungewiss. Zwar fürchten Experten wie Torsten Gerpott, Professor für Telekommunikationswirtschaft an der Universität Duisburg-Essen, dass „es nicht mehr so schnell billiger werden“ wird wie in den vergangenen Jahren. Denn vor allem die Discountermarken von E-Plus hatten sich als Preisbrecher positioniert. Aber der Telefonie-Markt wird von der staatlichen Netzagentur reguliert. Und sie hat bereits weitere Preissenkungen verfügt.

Wenn die Mobilfunkanbieter Telefonate untereinander weiterleiten, dürfen sie schon jetzt dafür nur noch 1,85 Cent je Minute in Rechnung stellen. Im Dezember sind die Preise noch einmal auf 1,79 Cent gesunken. Auch die EU-Kommission ordnet regelmäßig Preissenkungen an. Zudem dürfen nun ja neue Anbieter eigene Netze aus dem Teil aufbauen, den der neue Riese abgeben muss.


 
Leserkommentare
Kommentar schreiben
Name:
E-Mail:

Ziffern hier eingeben: (neu laden)
Überschrift:
Kommentar:
Abschicken
Foto: Colourbox.de ID:8542
Nach oben
Top 5 Tagesgeld
Anbieter Zins  
Audi Bank direct
1,10 %
Audi Bank direct
ING-DiBa
1,00 %
ING-DiBa
Renault Bank direkt
0,80 %
Renault Bank direkt
Ferratum Bank
0,75 %
Ferratum Bank
Consorsbank
0,60 %
Consorsbank
Betrag: 10.000 €, Laufzeit: 3 Monate
Call-by-Call-Tarife um 10:33 Uhr
Ferngespräche: 0,86 Ct*
Ins Mobilnetz: 2,48 Ct*
Ortsgespräche: 1,09 Ct*
*Preis pro Minute
zum Telefonrechner
Infoservice-Telefon, Foto: Sven Bähren/Fotolia.com
Anzeige
Newsletter
i1
i2
i3
i4
Jetzt abonieren
.
© 2016 Biallo & Team GmbH