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Unfallversicherung: Privat besser abgesichert

Unfallversicherung

Warum braucht man eine Unfallversicherung?

Laut Statistik ereignet sich alle vier Sekunden in Deutschland ein Unfall. Über 70 Prozent dieser Unfälle passieren in der Freizeit, also dann, wenn mit einer gesetzlichen Versicherung der Schutz  nicht greift. Eine private Unfallversicherung bietet hier Versicherungsschutz gegen die finanziellen Folgen, die eine Invalidität nach einem Unfall mit sich bringen kann.

Wann greift die private Unfallversicherung?

Stürzt eine Hausfrau beim Fensterputzen von der Leiter, verbrüht sich ein Kind in der Küche oder rutscht ein Rentner auf der Treppe aus - all das sind Unfälle, deren Folgen nicht mit der gesetzlichen Versicherung abgedeckt werden. Hier springt die private Unfallversicherung ein.

Wann greift die gesetzliche Unfallversicherung?

Menschen, die in einem festen Arbeitsverhältnis sind, Kinder im Kindergarten oder Schüler und Studenten in Schulen und Hochschulen - sie alle sind automatisch in einer gesetzlichen Unfallversicherung versichert. Den Beitrag der gesetzlichen Versicherung übernehmen zum Beispiel Schulen, Hochschulen, Arbeitgeber.

Unfall: Lohnen sich Versicherungen für Kinder?

Experten halten sie für äußerst sinnvoll. Denn: Kinder haben weder einen Anspruch auf eine gesetzliche Rente, noch können sie über eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgesichert werden. So stellt eine private Unfallversicherung die einzige Möglichkeit dar, Kinder und deren Eltern gegen das Risiko einer Invalidität nach einem Unfall abzusichern. Die Kosten, die durch Pflege, Reha Maßnahmen und eventuell Umbauten im Haus entstehen könnten, sind meist äußerst hoch und können eine Familie in große finanzielle Schwierigkeiten bringen.

In welchen Fällen zahlt der Versicherer?

Tritt innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eine unfallbedingte, dauernde körperliche oder geistige Beeinträchtigung ein und wird diese nach spätestens 15 Monaten von einem Arzt festgestellt, zahlt der Versicherer eine Kapitalentschädigung.

Wann zahlt die private Unfallversicherung nicht?

Die private Unfallversicherung deckt keine finanziellen Schäden ab, die Versicherten entstehen, wenn sie nach einem Unfall ihren Beruf nicht mehr ausüben können. Auch Invalidität, die nach einer Krankheit entsteht oder zum Beispiel nach einem Schlaganfall, ist nicht im Versicherungsschutz mit eingeschlossen. Bei der gesetzlichen Versicherung ist dies nicht der Fall.

Wie setzt sich die Versicherungssumme zusammen?

Als Faustformel für die Ermittlung der richtigen Versicherungssumme gilt: Der monatliche Bedarf x 400 = Vollinvaliditätsentschädigung. Hat man einen geschätzten monatlichen Bedarf von 1.000 Euro, sollte man eine Invaliditätsentschädigung von mindestens 400.000 Euro in einer privaten Unfallversicherung einplanen.

Was bedeutet Progression bei der Unfallversicherung?

Bei höherer Invalidität stellt der Versicherer höhere Leistungen in Aussicht. Bei einer Vollinvalidität nämlich nicht 100 Prozent sondern zum Beispiel 225 Prozent der Grundversicherungssumme. Es gibt auch Staffelungen von 300, 350 und 500 Prozent. Das kostet natürlich einen dementsprechend hohen Zuschlag auf die Grundprämie der privaten Unfallversicherung.

Was ist der Nachteil bei einem Tarif mit Progression?

Der Grad der Invalidität liegt bei den meisten Unfällen, die eine Invalidität hinter sich ziehen, bei Null bis 25 Prozent. In diesem Bereich stellen die Progressionstarife jedoch keine Verbesserung ihrer Leistung dar.

Unfallversicherung: Kann man auch eine Rente vereinbaren?

Als Alternative oder Zusatz zur einmaligen Invaliditätsleistung kann man bei manchen Unfallversicherungen auch eine lebenslange monatliche Unfallrente vereinbaren. Diese wird meist erst ab einem Invaliditätsgrad von mindestens 50 Prozent ausgezahlt, dann jedoch in der voll vereinbarten Höhe.

Müssen beim Abschluss einer Unfallversicherung Vorerkrankungen angegeben werden?

Vorerkrankungen, langfristig behandlungsbedürftige Krankheiten und Erkrankungen, die den Kopf oder die Neurologie betreffen, müssen wahrheitsgemäß und vollständig angegeben werden. Lügt man hier, oder verschweigt Wesentliches, kann der Versicherer der Unfallversicherung später vom Vertrag zurücktreten.

Was geschieht im Todesfall?

Verstirbt die versicherte Person innerhalb eines Jahres an den Folgen des Unfalles, zahlt der Versicherer die hierfür vereinbarte Summe.

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